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Projektliste Forschungs- und Entwicklungsvorhaben

Ökonomie - Vermarktung

Projekt:

Aufbau einer kontinuierlichen Berichterstattung zum Einkaufsverhalten bei ökologisch erzeugten Produkten in Deutschland, unter Einbeziehung der Ergebnisse aus BÖL Projekt 02OE367

FKZ:

Laufzeit:

 
02OE367/F 01-11-2004 bis 30-06-2007 Dieses Projekt ist abgeschlossen.

Ausführende Stelle:

Zentrale Markt- und Preisberichtstelle für Erzeugnisse der Land-, Forst- und Ernährungswirtschaft GmbH, Rochusstraße 2, 53123 Bonn Ansprechpartner: Dr. Paul Michels Telefon: 0228/9777-501 Email: Info@ZMP.de

Kooperationspartner:

Centrale Marketing-Gesellschaft der deutschen Agrarwirtschaft mbH

Kurzportrait:

Ziel des Projektes ist die Darstellung der Entwicklung der Nachfrage nach Produkten des ökologischen Landbaus. Hierzu wird ein Berichtssystem zum Einkaufsverhalten bei Öko-Produkten aufgebaut, das die wichtigsten Produkte und Geschäftstypen umfasst. Die Öko-Nachfrage soll für alle am Markt Beteiligten transparent dargestellt werden. Ausgewählte Warengruppen werden über das Haushaltspanel der GfK dargestellt und zwar in allen Einkaufsstätten (LEH, Handwerk, Naturkostläden, Bio-Supermärkte, Reformhäuser, Erzeuger). Die Einkaufsstättenverteilungen werden mit Hilfe des Sonderpanels (Projekt 02OE367) validiert und adjustiert. Im Falle von losen Produkten, die per Codebook erfasst werden, wird sichergestellt, dass die von den Haushalten fälschlicherweise als Öko-Produkte gemeldeten Einkäufe als konventionelle weiterverarbeitet werden. Bei EAN-Ware wird die GfK anhand von Informationen kooperierender Handelsunternehmen, Preislisten und Internetrecherchen die Öko-Produkte identifizieren. Für bestimmte Kategorien werden die Haushaltspanelrohdaten, auf die die ZMP Zugriff via Internet hat, mit der Kennung für Bio-Produkte angereichert. Die ZMP validiert die Daten anhand der Sondererhebung (Forschungsprojekt 02OE367) und bereitet diese für eine integrierte Berichterstattung vor. Weitere Warengruppen werden auf Basis der Handelspanels von ACNielsen im LEH beobachtet. Ein wesentlicher Faktor wird dabei die Identifikation von Öko-Produkten bei verpackter Ware im LEH sein, da der darauf befindliche Strichcode (EAN) a priori keine Differenzierung in Öko und Konventionell ermöglicht. Um je Warengruppe die Bio-Produkte zu identifizieren, werden neben Preislisten und Handelsinformationen etwa 80 Stichprobengeschäfte besucht und alle Produkte der betrachteten Warengruppen in Öko-Produkte und konventionelle Ware klassifiziert. ACNielsen wird quartalsweise über Mengen, Ausgaben, Preise und Distribution der jeweiligen Warengruppen und deren Teilsegmente nach Regionen und Einkaufsstätten berichten. Weitere Ermittlungen erfolgen durch das Handelspanel von bioVista, zur Identifikation der Produkte wird die Produktdatenbank der Ökoinform genutzt. Die ZMP organisiert den Prozess, das Zusammenspielen der Daten, unter Berücksichtigung der Ergebnisse aus dem Vorgängerprojekt. Außerdem werden Methoden zur Identifikation von Öko-Produkten anhand der Preisstellung entwickelt und angewandt, die im GfK-Panel unterrepräsentierten Naturkostladenkunden werden auf ein realistisches Niveau hochgerechnet. Die Ergebnisse werden dann über Publikationen, Präsentationen sowie das Internetportal www.oekolandbau.de veröffentlicht. Erste Ergebnisse werden ab dem 2. Quartal 2005 publiziert. Insbesondere werden halbjährlich Absätze, Umsätze und Preise für die im Arbeitsplan aufgeführten Produktgruppen berichtet. Der Abschlussbericht wird im Internetportal www.oekolandbau.de veröffentlicht, außerdem werden Preisdaten zur Einpflege in die Preisdatenbank von oekolandbau.de geliefert. Ferner werden die Ergebnisse detailliert für die wissenschaftliche Forschung in allen verfügbaren Details zur Verfügung gestellt.

Kurzfassung der Ergebnisse:

Die ZMP hat mit finanzieller Unterstützung vom Bundesprogramm ökologischer Landbau und der CMA ein Berichtssystem zum Nachfrageverhalten bei Öko-Produkten aufgebaut, mit dessen Hilfe eine bessere Beurteilung der Nachfrageentwicklung in diesem Bereich möglich ist. Hierbei werden Frische– und Verarbeitungsprodukte sowohl im Lebensmitteleinzelhandel als auch im Naturkostfachhandel und anderen Kanälen ausgewertet. Basis sind die bestehenden Panelstichproben der Firmen GfK, ACNielsen und BioVista. Die Schwerpunkte der Arbeiten lagen zum einen auf der Validierung der erhobenen Paneldaten. Bei loser Ware ist man auf die Klassifikation der Bio-Einkäufe durch GfK-Panelhaushalte angewiesen. ZMP und GfK haben Methoden entwickelt, Fehlklassifikationen zu minimieren, indem nur solche Meldungen als valide Bio-Käufe zugelassen werden, bei denen die gemeldeten Preise plausibel hoch sind. Wie hoch Bio-Preise insbesondere bei Saisonprodukten sein sollten, wird von der ZMP monatlich überprüft. Zum anderen lieferte das Projekt Erkenntnisse, wie die einzelnen Panelergebnisse miteinander zu einem Gesamtmarkt verrechnet werden können. Es folgen einige inhaltlichen Highlights: Der Bio-Boom hat sich im Jahr 2006 fortgesetzt. Nach einem Wachstum von 15% im Jahre 2005 hat der Markt im Jahr 2006 sogar um 18% zugelegt. Fast alle von der ZMP beobachteten Warengruppen wuchsen zweistellig. Wachstumstreiber waren Bio-Supermärkte und der Lebensmitteleinzelhandel. Bei Schlüsselprodukten des Frischesektors mit hoher Einkaufsfrequenz bestimmen Discounter das Geschäft mit Bio-Ware. Nicht nur im Frischebereich weiten sie das Angebot aus. Wegen des beschränkten Regalplatzes konzentriert sich der Discountbereich allerdings auf eine überschaubare Anzahl von Produkten. Dies eröffnet Chancen für die Vollsortimenter des Lebenseinzelhandels und erst recht für den Naturkostfachhandel, der Stärken in Kategorien hat, wo der Kunde nur wenig Vielfalt im Lebensmitteleinzelhandel findet.

Links zu Projektergebnissen:

Ergebnisse dieses Projektes bei Organic eprints...Ergebnisse bei Organic eprints...

Ergebnisse dieses Projektes bei Oekolandbau.de ...Ergebnisse bei Oekolandbau.de...



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