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Projektliste Forschungs- und Entwicklungsvorhaben

Ökonomie - Naturschutz/Energie/Klima

Projekt:

Fachgespräch "Klimawandel und Ökolandbau"

FKZ:

Laufzeit:

 
07OE033 01-06-2008 bis 28-02-2009 Dieses Projekt ist abgeschlossen.

Ausführende Stelle:

Kuratorium für Technik und Bauwesen in der Landwirtschaft e.V., Bartningstraße 49, 64289 Darmstadt Ansprechpartner: Dr. Heinrich de Baey-Ernsten Telefon: 06151/7001-121 Email: ktbl@ktbl.de

Kurzportrait:

Ziel des Vorhabens ist die Durchführung eines Fachgesprächs zum Thema Klimawandel und ökologischen Landbau. Es soll erörtert werden, inwiefern der ökologische Landbau einen Beitrag zur Verlangsamung des Klimawandels leisten kann, wo Potenziale zur Minderung der Emission von klimawirksamen Gasen bestehen und wie er als Betroffener frühzeitig auf die Folgen des Klimawandels reagieren kann. Durch das Fachgespräch soll ein Überblick über den Stand des Wissens erarbeitet und offene Fragen definiert werden.

Kurzfassung der Ergebnisse:

Im Rahmen eines KTBL-Fachgesprächs kamen am 1. und 2. Dezember in Göttingen über 70 Fachleute aus Wissenschaft, Politik und Praxis des ökologischen Landbaus zusammen. Diskutiert wurde der Stand des Wissens bezüglich der Emission klimawirksamer Gase im ökologischen Landbau, Möglichkeiten zu deren Minderung sowie zur Anpassung des ökologischen Landbaus an den Klimawandel. Zielsetzung war es, offene Fragen und Forschungsbedarf zu formulieren. Der ökologische Landbau weist Vorteile im Hinblick auf den Klimaschutz auf, insbesondere weil er auf den Einsatz synthetisch erzeugter Stickstoffdünger verzichtet. Jedoch zeigen aktuelle Forschungsergebnisse, dass der Ökolandbau pro Fläche weniger, pro Produkteinheit mehr Emissionen aufweist als der konventionelle Landbau. Daher kommt einer Optimierung der ökologischen Landbewirtschaftung eine große Bedeutung zu. Die Effizienz des Einsatzes an Energie, Wirtschaftsdüngern und Futtermitteln ist weiter zu verbessern. Aufgrund des Klimawandels werden höhere Temperaturen sowie eine Zunahme extremer Witterungsereignisse erwartet. Unklar ist, wann und wo diese Extreme auftreten werden und welchen Einfluss der Klimawandel auf das Auftreten von Tier- und Pflanzenkrankheiten, Unkräutern, Parasiten und Schadinsekten haben wird. Die Risiken durch den fortschreitenden Klimawandel lassen sich am ehesten durch Vielfalt vermeiden, da die Klimamodelle vor allem zeigen, dass die Variabilität des Wetters zunehmen wird. Je vielfältiger die Betriebszweige, die Fruchtfolgen und die genetische Vielfalt in Pflanzen- und Tierbeständen, desto eher lassen sich Risiken abpuffern. Ökologisch bewirtschaftete Flächen können mehr Niederschlagswasser aufnehmen und speichern als vergleichbare konventionell bewirtschaftete. Die Fachleute wiesen darauf hin, dass der ökologische Landbau vielfältige Ziele verfolgt wie Tierschutz, Erhalt der Artenvielfalt, Boden- und Gewässerschutz, gesunde Ernährung sowie Stärkung sozialverträglicher Wirtschaftsweisen. Notwendig ist daher eine Systemanalyse, die den Klimaschutz im Zusammenhang mit den anderen Leistungen des ökologischen Landbaus betrachtet.

Links zu Projektergebnissen:

Ergebnisse dieses Projektes bei Organic eprints...Ergebnisse bei Organic eprints...

Ergebnisse dieses Projektes bei Oekolandbau.de ...Ergebnisse bei Oekolandbau.de...



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