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Projektliste Forschungs- und Entwicklungsvorhaben

Ökonomie - Marktentwicklung

Projekt:

Beitrag des ökologischen Landbaus zur Entwicklung ländlicher Räume: Fallstudien in verschiedenen Regionen Deutschlands

FKZ:

Laufzeit:

 
02OE192 01-06-2002 bis 30-04-2006 Dieses Projekt ist abgeschlossen.

Ausführende Stelle:

Institut für ländliche Strukturforschung an der Johann-Wolfgang-Goethe-Universität Frankfurt am Main, Zeppelinallee 31, 60325 Frankfurt am Main Ansprechpartner: Dr. Karlheinz Knickel Telefon: 069/775001 Email: knickel@ifls.de

Kurzportrait:

Ziel des Projektes ist es zu untersuchen, inwiefern der ökologische Landbau positive Auswirkungen auf die Regionalentwicklung ausüben kann, die über die Auswirkungen von Referenzsystemen wie der Landbewirtschaftung nach konventionellen Methoden oder dem Brachfallen von weiten Flächenanteilen an Grenzstandorten hinausgehen. Der Beitrag des ökologischen Landbaus auf die Regionalentwicklung wird im Vergleich zu konventionellen Formen der Landbewirtschaftung beschrieben und bewertet. Im Rahmen des Vorhabens werden Fallstudien durchgeführt. Hierbei wird als eine strukturschwache ländliche Region mit erheblichen Entwicklungsproblemen ein Landkreis in Mecklenburg-Vorpommern und als eine ländliche Region ohne Entwicklungsprobleme ein Landkreis in Baden-Württemberg sowie ein ländlich geprägter Landkreis in Niedersachsen berücksichtigt. In den betrachteten Regionen wird die Fragestellung als Status-Quo-Analyse (derzeitiger Beitrag der ökologischen Landwirtschaft zur Regionalentwicklung) und als Projektion vor dem Hintergrund einer möglichen Ausweitung des Anteils ökologisch bewirtschafteter Flächen untersucht (zunehmende Umstellungsbereitschaft konventionell wirtschaftender Betriebe). Abschließend werden bestehende Maßnahmen zur Ausweitung des ökologischen Landbaus auf ihre Wirksamkeit analysiert und Handlungsempfehlungen für die Förderpolitik zur nachhaltigen Ausweitung des ökologischen Landbaus abgeleitet.

Kurzfassung der Ergebnisse:

In der Studie wird der Frage nach Stärken bzw. Schwächen des ökologischen Landbaus im Hinblick auf die ländliche Regionalentwicklung, gemessen an Wertschöpfung und Beschäftigung, nachgegangen. Die Berechnungen beruhen auf einem vereinfachten Ansatz in Anlehnung an die Input-Output-Analyse; Datengrundlage bilden Erhebungen von ökologisch und konventionell wirtschaftenden Betrieben und Unternehmen des vor- und nachgelagerten Bereichs. In den drei untersuchten Landkreisen (Nordvorpommern, Vogelsberg, Schwäbisch Hall) kann in der Ist-Analyse kein zusätzlicher Einkommens- und Beschäftigungsbeitrag des ökologischen Landbaus im Vergleich zu konventionellen Systemen nachgewiesen werden, denn der relative Einkommens- und Beschäftigungsbeitrag und auch die Multiplikatorwirkungen sind tendenziell vergleichsweise niedrig. Zu begründen ist dieses zunächst unerwartete Ergebnis einerseits mit der agrarstrukturellen Situation des Ökolandbaus im Vergleich zu konventionellen Systemen (z.B. geringere Dichte ökologisch wirtschaftender Betriebe, höhere Flächenausstattung und Arbeitseffizienz, bereits erfolgte Reorganisation betrieblicher Abläufe im Rahmen der Umstellung). Andererseits ist es auf die regionale Abgrenzung nach Landkreisen zurückzuführen. Insbesondere die Vertiefungsstudie zur wirtschaftlichen Vernetzung „Vogelsbergkreis – Rhein-Main-Gebiet“ zeigt für die konventionellen Betriebe eine eher kleinräumige Vernetzung mit dem Landhandel und mit lokalen Verarbeitern (Bäckern, Metzgern). Die Handels- und Verarbeitungsstrukturen für ökologische Erzeugnisse sind ebenfalls regional, aber eher großräumig angelegt („Groß-Region“: 50 – 150 km Umkreis), so dass sie innerhalb von Landkreisgrenzen nicht erfassbar sind. Aus methodischer Sicht wird weitgehend Neuland betreten. Daher sind die quantitativen Ergebnisse der vorliegenden Pilotstudie vor dem Hintergrund einer begrenzten Messgenauigkeit zu beurteilen. Diese ist verbunden mit der sehr unbefriedigenden Datenlage. Fundierte quantitative Aussagen zu regionalen Multiplikator- und Substitutionseffekten erfordern aufwendige Analysen, die im vorgegebenen Rahmen nicht realisierbar waren. Die Darstellung weitergehender methodischer Ansätze ist daher auch Teil der Untersuchung.

Links zu Projektergebnissen:

Ergebnisse dieses Projektes bei Organic eprints...Ergebnisse bei Organic eprints...

Ergebnisse dieses Projektes bei Oekolandbau.de ...Ergebnisse bei Oekolandbau.de...



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