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Projektliste Forschungs- und Entwicklungsvorhaben

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Ökonomie - Marktentwicklung

Projekt:

Internationale Wettbewerbsfähigkeit der ökologischen Milchproduktion und Verarbeitung in Deutschland

FKZ:

Laufzeit:

 
02OE059 01-05-2002 bis 16-02-2004 Dieses Projekt ist abgeschlossen.

Ausführende Stelle:

Bundesforschungsanstalt für Landwirtschaft, Institut für Betriebswirtschaft, Bundesallee 50, 38116 Braunschweig Ansprechpartner: Dr. Torsten Hemme Telefon: 0531/1805311 Email: torsten.hemme@fal.de

Kooperationspartner:

IFCN Dairy Research Center, Dr. Torsten Hemme

Kurzportrait:

Ziel des Vorhabens ist die Ermittlung der Wettbewerbsstellung der ökologischen Milchproduktion (Urproduktion und der nachgelagerte Bereich) Deutschlands sowie die Analyse ihrer Schwachstellen und Stärken im internationalen Vergleich. Daraus sollen Strategien für die Verbesserung der Wettbewerbsfähigkeit sowie spezieller politischer Handlungsbedarf abgeleitet werden. Die Ergebnisse sollen dazu beitragen, die Planungssicherheit von Unternehmen auf verschiedenen Stufen der Wertschöpfungskette zu erhöhen sowie einen Beitrag zu einer rentableren und nachhaltigeren Gestaltung der Milchproduktion und zur Verbesserung der Rahmenbedingungen seitens der Politik und Verwaltung zu leisten. Der erste Arbeitsschritt dient der Informationsbeschaffung in Form von Literatur- und Internetrecherchen. Die Datenaufnahme und –Verarbeitung erfolgt gemeinsam mit den ausländischen Projektpartnern mit Hilfe der Methoden, die im International Farm Comparison Network Anwendung finden. Im Teilprojekt 1 wird die Daten- und Informationserhebung sowie die daraus folgende Analyse der Hauptteil der Arbeit sein. Im Teilprojekt 2 wird die einzelbetriebliche Analyse einschließlich der Rahmenbedingungen der Produktion den größten Teil des Vorhabens beanspruchen. Auf der Basis dieser Analysen werden die Empfehlungen für Produktion und Politik abgeleitet. Insgesamt sind drei Expertenworkshops zur Klärung offener Fragen und zur Ergebnispräsentation vorgesehen.

Kurzfassung der Ergebnisse:

Zur Einschätzung der Wettbewerbsfähigkeit der deutschen Öko-Milchproduktion und -verarbeitung wurde ein internationaler Vergleich mit vier (potentiellen) Konkurrenzländern angestellt. Einbezogen wurden Dänemark und Österreich, zwei EU-Ländern mit einem hohen Anteil an ökologischer Milchproduktion, Ungarn, das stellvertretend für die östlichen Beitrittsländer der EU steht und Argentinien, das stellvertretend für die flächenreichen Exportstandorte in der südlichen Hemisphäre steht. Die wichtigsten Ergebnisse: In Deutschland lag der Anteil der Biomilcherzeugung an der gesamten Milcherzeugung im Jahr 2002 bei etwas über 2 %. Dänemark und Österreich produzieren etwa 10 % ihrer Milch ökologisch. Die absolute Menge ist jedoch in allen drei Ländern etwa gleich. In Ungarn und Argentinien spielt die Erzeugung von Biomilch bislang eine untergeordnete Rolle. In Deutschland werden die ökospezifischen Mehrkosten auf ca. 22 % geschätzt (im untersuchten 38-Kuh-Betrieb). Diese werden durch die höheren Erlöse ausgeglichen. Größere deutsche Bio-Betriebe haben gegenüber dem 38-Kuh-Betrieb Produktionskostenvorteile von bis zu 35 %. Im Vergleich zu dem 38-Kuh-Betrieb kann Biomilch in den übrigen Ländern günstiger produziert werden: in Österreich -5 %, in Dänemark -26 %, in Ungarn -39 % und in Argentinien -78 %. Die größeren deutschen Biomilcherzeuger können dagegen mit den europäischen Konkurrenten durchaus mithalten. Nur ca. 15 % der Molkereien in Deutschland verarbeiten Biomilch. In Dänemark liegt dieser Anteil bei 30 % und in Österreich bei 40 %. Das Verbraucherpreisniveau für Milch im Allgemeinen ist in Deutschland verglichen zu anderen Ländern relativ niedrig. Der Öko-Zuschlag auf die Verbraucherpreise ist demgegenüber in Deutschland mit ca. 50 % vergleichsweise hoch (in Dänemark ca. 15 %, in Österreich ca. 35 %). Es ist zu erwarten, dass der Exportdruck von Biomilchprodukten aus Ungarn und Argentinien steigen, in Dänemark etwa konstant bleiben und in Österreich sinken wird. Die Schwächen der deutschen Biomilchproduktion liegen in den vergleichsweise hohen Produktionskosten vor allem bedingt durch die kleine Betriebsstruktur und im Vergleich zu Österreich in den geringen Direktzahlungen. Im Vergleich zu Ungarn und Argentinien weisen die deutschen Produzenten wesentlich höhere Faktorpreise auf. Ansatzstellen für Politik und Wirtschaft sollte die Nachfragestärkung durch Verbraucheraufklärung und gezielte Maßnahmen im Großverbraucherbereich sein. Darüber hinaus sollten auch Märkte in anderen Ländern identifiziert und Exportchancen ausgelotet werden. Ein weiteres Ziel sollte sein, den Rohstoff Biomilch durch Senkung der Produktionskosten wettbewerbsfähiger zu machen. Zudem gilt es, bei politischen Maßnahmen die Planungssicherheit für Produzenten zu berücksichtigen.

Links zu Projektergebnissen:

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