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Projektliste Forschungs- und Entwicklungsvorhaben
Tier - Tierernährung
Projekt:
Mikrobielle Proteinsynthese im Pansen bei der Verfütterung von artenreichen Grünlandaufwüchsen des ökologischen Landbaus
FKZ: |
Laufzeit: |
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|---|---|---|
| 06OE139 | 01-05-2007 bis 30-04-2009 |
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Ausführende Stelle:
Stiftung Tierärztliche Hochschule Hannover, Physiologisches Institut, Bischofsholer Damm 15/ 102, 30173 Hannover Ansprechpartner: Prof. Dr. Gerhard Breves Telefon: 0511/856-7271 Email: gerhard.breves@tiho-hannover.de
Kurzportrait:
In der ökologisch ausgerichteten Wiederkäuerfütterung ist die Effizienzsteigerung der N-Verwertung von besonderer Bedeutung, da speziell Eiweißkomponenten nicht oder nur im begrenzten Maße zur Verfügung stehen. Die Produktion ist dabei ökologisch und ökonomisch stark abhängig von der auf dem Grasland erzeugten Grundfutterqualität. Ziel des Projekts ist es, mittels kontrollierter Fütterungsversuche die Bedeutung artenreicher Grünlandaufwüchse für die Nährstoffverwertung und die Proteinsynthese im Pansen in vivo zu ermitteln. Es sollen zwei Grasnarben-Varianten vergleichend geprüft werden, die sich hinsichtlich ihres Artenreichtums unterscheiden. Variante 1 stellt eine artenreiche Grasnarbe mit einem Leguminosen- und Kräuteranteil von 30-35 % dar, im Vergleich zur artenarmen Variante 2, deren Narbe grasdominierter und somit als Kontrollvariante zu verstehen ist. Die bedarfsgerechte Proteinversorgung von Wiederkäuern, insbesondere von Milchkühen, setzt eine genaue Kenntnis über die Menge des angefluteten nutzbaren Rohproteins am Duodenum (nXP) voraus. Durch die Kombination aus direkten und indirekten in vivo-Messungen soll die ruminale mikrobielle Proteinsynthese, der Anteil an unabgebautem Futterprotein sowie die postruminale N-Verfügbarkeit abgeleitet werden. Ziel des Projekts ist es, mittels kontrollierter Fütterungsversuche die Bedeutung artenreicher Grünlandaufwüchse für die Nährstoffverwertung und die Proteinsynthese im Pansen in vivo zu ermitteln.
Kurzfassung der Ergebnisse:
Artenreiche und artenarme Grünlandaufwüchse der Jahre 2007 und 2008 wurden hinsichtlich Siliereignung und Futterwert für Wiederkäuer vergleichend untersucht. Die Sommeraufwüchse 2008 wurden siliert und in Stoffwechselversuchen an 4 pansenfistulierte Schafen allein und in Kombination mit Gerste gefüttert. Im Kot wurden die Weender Rohnährstoffe, neutrale (NDF) und saure Detergentienfaser (ADF) sowie N-Fraktionen, im Harn Gesamt-N, Harnstoff, Allantoin und Harnsäure bestimmt. Die mikrobielle Proteinsynthese wurde mittels Dauerinfusionstechnik und Verwendung von 15N als Marker gemessen. Die artenreichen Aufwüchse wiesen hohe Anteile an Leguminosen und Kräutern auf, die artenarmen Aufwüchse bestanden nahezu vollständig aus Gräsern. Der artenarme Frühjahrsaufwuchs 2007 enthielt mehr NDF und ADF als die entsprechende artenreiche Variante. Die Silagen waren reicher an Rohprotein (XP) und Nicht-Faser-Kohlenhydraten zugunsten der artenreichen und enthielten mehr NDF und ADF zugunsten der artenarmen Variante. Die artenreiche Silage wies im Vergleich zur artenarmen Silage höhere Anteile leicht löslicher Inhaltsstoffe und in situ höhere potentielle Trockensubstanz- und NDF-Abbaubarkeiten auf. Bei Fütterung der artenreichen Silage wurden die organische Substanz, XP und ADF höher verdaut, und die Tiere schieden mehr bakteriell gebundenen Kotstickstoff sowie mehr Harnstoff über den Harn als bei Fütterung artenarmer Silage aus. Die Allantoin- und Harnsäureausscheidungen blieben unbeeinflusst von der Silageart. Die artenreiche Silage führte unabhängig von der Fütterung in Kombination mit Gerste zur Steigerung der ruminalen mikrobiellen Proteinsynthese.
Links zu Projektergebnissen:
Ergebnisse bei Organic eprints...
Ergebnisse bei Oekolandbau.de...
Symbolerläuterung:
Diese Projekte sind noch in Bearbeitung.
Diese Projekte sind abgeschlossen.



