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Projektliste Forschungs- und Entwicklungsvorhaben
Tier - Status Quo Tier
Projekt:
Ökologische Tierzucht: Status Quo, Möglichkeiten und Erfordernisse in der Rinder- und Schweinezucht
FKZ: |
Laufzeit: |
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|---|---|---|
| 02OE401 | 01-06-2002 bis 31-10-2003 |
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Ausführende Stelle:
Christian-Albrechts-Universität zu Kiel, Institut für Tierzucht und Tierhaltung, Hermann-Rodewald-Str. 6, 24118 Kiel Ansprechpartner: Univ.Prof.Dr.Dr.h.c.mult. E. Kalm Telefon: 0431/880-2586 Email: ekalm@tierzucht.uni-kiel.de
Kurzportrait:
Ziel des Projektes ist es, darzustellen, welche Formen der Leistungsprüfung und Zuchtwertschätzung speziell für den Bereich des ökologischen Landbaus bereits für die Tierarten Rind und Schwein etabliert sind und inwieweit in Zuchtstrategien die speziellen Anforderungen des ökologischen Landbaus berücksichtigt sind. Durch direkte Befragung der führenden Verbände des ökologischen Landbaus und der Zuchtorganisationen, die bereits spezielle Zuchtprogramme für den ökologischen Landbau durchführen, sollen anhand eines vorgefertigten Fragebogens folgende Punkte für die Nutztiere Rind und Schwein in den Erzeugungsbereichen Milchviehhaltung/Rindermast, Mutterkuhhaltung/Rindermast; Sauenhaltung/Mastschweinehaltung dokumentiert werden: 1.) Definition der Zuchtwertmerkmale. 2.) Derzeitiger Stand der Leistungsprüfungen, Zuchtwertschätzung und der Zuchtprogramme. In einem zweiten Schritt erfolgt die Überprüfung der Zuchtprogramme bis hin zur Optimierung hinsichtlich der Struktur, der Leistungsprüfung und der Zuchtwertschätzung unter der Maßgabe, in den relevanten Merkmalen mit einem geringstmöglichen finanziellen Aufwand ein Maximum an Zuchtfortschritt zu erzielen. In der abschließenden Bewertung werden Kosten-Nutzen-Analysen der bestehenden und der optimierten Form der Leistungsprüfung und Zuchtwertschätzung durchgeführt, um daraus Empfehlungen für die zukünftige Struktur der Tierzucht unter den Rahmenbedingungen des ökologischen Landbaus abzuleiten.
Kurzfassung der Ergebnisse:
Die im Rahmen der Status-quo-Analyse durchgeführte Befragung der ökologischen Verbände, der Zuchtverbände und -unternehmen sowie der Verarbeitungs- und Vermarktungsbetriebe ergab, dass die ökologisch wirtschaftenden Betriebe auf vorhandene Rassen zurückgreifen. Die alten und gefährdeten Haustierrassen spielen im ökologischen Landbau eine untergeordnete Rolle, da sie in den Leistungsmerkmalen den übrigen Rassen unterlegen sind. Als Zuchtziele für die Schweinezucht werden neben den ökonomisch wichtigen Merkmalen MFA, TZ und FUA auf der Vaterseite die Merkmale Stressresistenz und Fleischbeschaffenheit und auf der Mutterseite die Merkmale Vitalität und Muttereigenschaften als Zuchtzielmerkmale vorgeschlagen. Darüber hinaus sollte die Grundfutterverwertung aufgrund des geforderten Raufutteranteils beachtet werden. Für das Zuchtziel in einem Zuchtprogramm für ökologisch erzeugte Rinder wird eine stärkere Gewichtung der funktionalen Merkmale und insbesondere der funktionalen Nutzungsdauer gefordert. Von den Zuchtverbänden und -unternehmen wurde betont, dass ein eigenes Zuchtprogramm sowohl in der ökologischen Rinder- als auch in der ökologischen Schweinezucht zu hohe Kosten verursachen würde, da der Absatzmarkt zu klein ist. Die anschließende Evaluierung verschiedener Zuchtplanungsalternativen für die ökologische Rinderzucht ergab, dass der Anteil künstlicher Besamung nicht unter 50 % fallen sollte, da es sonst zu einem starken Abfall des Zuchtfortschrittes und des Züchtungsgewinnes kommt. Die Erhöhung der wirtschaftlichen Gewichte der funktionalen Merkmale um 50 und um 100 % führte zu einer Verbesserung der naturalen Zuchtfortschritte der funktionalen Merkmale allerdings auf Kosten der Produktionsmerkmale. Ebenfalls eine Verbesserung der funktionalen Merkmale kann durch eine Erhöhung der Anzahl Töchter/Testbulle auf 100 und mehr erzielt werden.
Links zu Projektergebnissen:
Ergebnisse bei Organic eprints...
Ergebnisse bei Oekolandbau.de...
Symbolerläuterung:
Diese Projekte sind noch in Bearbeitung.
Diese Projekte sind abgeschlossen.



