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Projektliste Forschungs- und Entwicklungsvorhaben

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Ökonomie - Vermarktung

Projekt:

Nachhaltige Metropolenregion - Entwicklung einer nachhaltigen Land- und Ernährungswirtschaft am Beispiel des Großraums Berlin- Brandenburg

FKZ:

Laufzeit:

 
04OE046 01-01-2006 bis 30-04-2007 Dieses Projekt ist abgeschlossen.

Ausführende Stelle:

Institut für ökologische Wirtschaftsforschung gGmbH, Potsdamer Str. 105, 10785 Berlin Ansprechpartner: Gerd Scholl Telefon: 030-8845940 Email: gerd.scholl@ioew.de

Kurzportrait:

Die Land- und Ernährungswirtschaft ist ein wichtiger Wirtschaftsfaktor für die Region Berlin-Brandenburg. Der Ökolandbau ist im Bundesvergleich von überdurchschnittlicher Bedeutung. Die Veredelungs- und Verarbeitungsstrukturen der ökologischen Ernährungswirtschaft sind jedoch unterentwickelt. Die Möglichkeiten einer regionalen Vermarktung von Bioprodukten sind nicht ausgeschöpft. In dem geplanten Projekt sollen daher die Entwicklungshemmnisse entlang der gesamten ökologischen Ernährungskette in der Region Berlin-Brandenburg identifiziert sowie konkrete Entwicklungsmaßnahmen mit relevanten Akteuren modellhaft erarbeitet werden. Der Schwerpunkt liegt dabei auf der Vermarktung von Bioprodukten im selbständigen Lebensmitteleinzelhandel (SEH). Damit sollen als Ziele die Stärkung der regionalen Wirtschaftskreisläufe im Bereich der ökologischen Land- und Ernährungswirtschaft in Berlin-Brandenburg, die Identifikation von Einflussfaktoren und Formulierung von Handlungsstrategien für eine erfolgreiche Vermarktung regionaler Bioprodukte im SEH und die modellhafte Profilierung des Großraums Berlin-Brandenburg als „Nachhaltige Metropolenregion“ verfolgt werden.

Kurzfassung der Ergebnisse:

Ziel des Vorhabens war es, am Beispiel der Metropolenregion Berlin-Brandenburg zu untersuchen, welche Perspektiven der selbständige Lebensmitteleinzelhandel (SEH) für eine regionale Vermarktung von Bio-Lebensmitteln bietet. Der Bio-Markt in Deutschland wächst. Der Anteil konventioneller Absatzkanäle, d.h. Supermärkte und Discounter, am Bio-Absatz nimmt zu – und damit auch der des SEH. Die inhabergeführten Märkte besitzen eine größere Sortimentsautonomie als der regiegeführte Lebensmitteleinzelhandel. Zudem dient Regionalität häufig der Sortimentsprofilierung. Daher eröffnen sich hier wichtige Entwicklungsperspektiven für Bio-Anbieter aus der Metropolenregion. Dies hat die im Rahmen des Projektes durchgeführte Befragung des regionalen SEH bestätigt. Bio-Erzeuger und -Verarbeiter sind jedoch mit den Anforderungen, die der SEH an seine Lieferanten und deren Produkte stellt, nicht hinreichend vertraut. Zudem verfügen sie oft nicht über die erforderlichen logistischen Kapazitäten. Der SEH hingegen meidet den zusätzlichen Aufwand, der mit der Bestellung bei Streckenlieferanten verbunden ist. Ferner fehlt ihm das Wissen darüber, welche Bio-Ware in der Region überhaupt verfügbar ist. Um diese Barrieren zu überwinden, muss die Schnittstelle zwischen SEH und Bio-Lieferanten verbessert werden. Dem Großhandel kommt dabei eine entscheidende Rolle zu. Dieser bündelt die Ware verschiedener Lieferanten, informiert über die Anforderungen des SEH und dient die Ware aus einer Hand dem Einzelhandel an. Für diese Aufgabe konnte ein entsprechendes regionales Unternehmen gewonnen werden. Neben der logistischen Schnittstelle zwischen SEH und Bio-Lieferanten stellt das knappe Angebot verarbeiteter Bio-Produkte aus Brandenburg einen der zentralen Engpässe für die Ausweitung der Regionalvermarktung dar. Es werden daher verschiedene Maßnahmen vorgeschlagen, die sich an Wirtschaftsakteure und politische Entscheidungsträger richten und die langfristig zu einer Erhöhung der regionalen Bio-Wertschöpfung beitragen können.

Links zu Projektergebnissen:

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