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Projektliste Forschungs- und Entwicklungsvorhaben
Pflanze - Pflanzenschutz
Projekt:
Regulierung des Falschen Mehltaus an Salat - Neue Lösungsansätze durch Erprobung feldresistenter Sorten aus dynamisch biologischer Zucht in Kombination mit verschiedenen anbautechnischen und pflanzenstärkenden Maßnahmen
FKZ: |
Laufzeit: |
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|---|---|---|
| 06OE049 | 01-06-2007 bis 31-03-2012 |
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Ausführende Stelle:
Julius Kühn-Institut, Institut für Pflanzenschutz im Gartenbau und Forst Kleinmachnow, Stahnsdorfer Damm 81, 14532 Kleinmachnow Ansprechpartner: Dr. Ute Gärber Telefon: 033203/48-240 Email: Ute.Gaerber@jki.bund.de
Kooperationspartner:
Julius Kühn-Institut, Institut für Pflanzenschutz im Gartenbau und Forst KULTURSAAT e.V., Holste
Kurzportrait:
Der Falsche Mehltaus (Bremia ssp.) stellt seit Jahren durch erhebliche Qualitätsmängel und empfindliche Ertragseinbußen eine große Gefährdung des ökologischen Salatanbaus dar. Trotz der konsequenten Umsetzung vorbeugender Maßnahmen und der Etablierung resistenter Sorten gibt es keine wirksamen langfristigen Lösungsansätze. Der Grund dafür liegt u.a. in der hohen Variabilität und Agressivität des Erregers, der es durch die Bildung ständig neuer Rassen schafft, neue monogene Sortenresistenzen (vertikale Resistenz) innerhalb kürzester Zeit zu überwinden. Aber auch anbautechnische Zwänge führen zu einer Förderung dieses Erregers (z.B. lange Blattnässedauer durch Einsatz von Kulturschutznetzen zur Schädlingsabwehr oder Beregnung). Im Rahmen dieses Vorhabens sollen daher neue Einzelansätze zur Stabilisierung von Salatbeständen untersucht und mit bekannten Verfahrensweisen zu einer Gesamtstrategie zusammengeführt werden. Ein zentrales Instrument stellt hier die Etablierung neuer Salatlinien / -sorten dar, die über rassenunspezifische multigene Feldresistenzeigenschaften (horizontale Resistenz) verfügen. Diese lassen eine längerfristige Resistenzwirkung erwarten, die unter Praxisbedingungen getestet werden soll. Ungeklärt sind neben den Resistenzeigenschaften zusätzlich noch anderweitige mit der Praxisetablierung verbundene Aspekte, wie Wuchsform oder Qualität, die ebenfalls in den Betrachtungen Berücksichtigung finden sollen. Der Schwerpunkt liegt dabei auf der Durchführung von Feldversuchen. Diese werden in enger Zusammenarbeit mit der Praxis (fünf Betriebe, Koordination über Kultursaat e.V.) durchgeführt. Unterstützt werden sie durch versuchsbegleitende Untersuchungen des Julius-Kühn Institutes zur Prüfung der Feldresistenz unter definierten Bedingungen (inkl. der Etablierung einer kostengünstigen Prüfungsmethodik auf Feldresistenz), zum Virulenzspektrum und zur Charakterisierung der Erregerpopulationen an den Standorten. Als weitere Aspekte sollen Optimierungen des Anbauverfahrens, bspw. mit dem Ziel einer schnellen Abtrocknung der Blattoberfläche, oder die Wirksamkeit neuer Pflanzenstärkungsmittel untersucht werden. Hier wird der Effekt von Reihenanordnung (windoffene Lagen, Reihenabstand) und speziellen Vliesen, die ein schnelleres Abfließen des Regenwassers ermöglichen, erprobt. Auch der Effekt von Mulchmaterialien soll näher beleuchtet werden. Beim Einsatz von Pflanzenextrakten stehen ab dem zweiten Jahr insbesondere das Präparat Vegard von der Firma Trifolio, ein Extrakt aus Salbei (Salvia officinalis) sowie das Bakterium Brevibacillus brevis im Vordergrund, dessen Einfluss auf den Falschen Mehltau überprüft werden soll. Parallel dazu sollen, unter Einbindung der Zentralstelle der Länder für EDV-gestützte Entscheidungshilfen und Programme im Pflanzenschutz (ZEPP), erste Daten zur Entwicklung eines Prognoseansatzes gesammelt werden. Dadurch soll mittelfristig eine Vorhersage des Infektionsgeschehen im Bestand und damit ein optimierter zielorientierter Präparateinsatz möglich werden. Ab dem dritten Versuchsjahr sollen die vielversprechendsten Ansätze auf den Praxisbetrieben kombiniert umgesetzt werden.
Symbolerläuterung:
Diese Projekte sind noch in Bearbeitung.
Diese Projekte sind abgeschlossen.



