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Forschung und Entwicklung

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Bundesprogramm Ökologischer Landbau und andere Formen nachhaltiger Landwirtschaft

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Das Programm

Das Bundesprogramm Ökologischer Landbau und andere Formen nachhaltiger Landwirtschaft (BÖLN) hat sich zum Ziel gesetzt, die Rahmenbedingungen für die ökologische Land- und Lebensmittelwirtschaft und andere Formen nachhaltiger Landbewirtschaftung in Deutschland zu verbessern und die Voraussetzungen für ein gleichgewichtiges Wachstum von Angebot und Nachfrage zu erzielen. Das Programm wird vom Bundesministerium für Ernährung, Landwirtschaft und Verbraucherschutz (BMELV) finanziert und in der Geschäftsstelle BÖLN in der Bundesanstalt für Landwirtschaft und Ernährung (BLE) in Bonn koordiniert und umgesetzt. Zur fachlichen Unterstützung wurde ein Begleitausschuss installiert, der dem Bundesministerium und der Geschäftsstelle bei der kohärenten Umsetzung des Programms zur Seite steht.

Die Entwicklung

Das Programm startete Ende 2001 als Bundesprogramm Ökologischer Landbau (BÖL). Es basierte auf einer Schwachstellenanalyse und daraus resultierenden Empfehlungen einer Gruppe externer Sachverständiger und Vertreter der deutschen Bio-Anbauverbände. Auch die Expertise von Akteuren aus Wissenschaft, Wirtschaft und Verwaltung wurde in die Konzeption des Programms eingebunden. Im Fokus der Maßnahmen des Bundesprogramms standen anfangs insbesondere Information und Aufklärung, um Landwirte, Verarbeiter, Händler, Verbraucher und Wissenschaftler gleichermaßen für den ökologischen Landbau zu sensibilisieren. Denn nach Auffassung der Bundesregierung war die Entwicklung der Bio-Branche damals maßgeblich vom Engagement und den Entscheidungen der einzelnen Akteure am Markt abhängig. Inzwischen hat sich der Schwerpunkt des Bundesprogramms auf die Förderung von Forschungsprojekten verlagert.

Aufgrund des Beschlusses des Deutschen Bundestags vom 26. November 2010 erfolgte die Öffnung des Bundesprogramms um andere Formen nachhaltiger Landwirtschaft. Entsprechend wurden der Bereich Informationsmanagement um Maßnahmen zur nachhaltigen Landbewirtschaftung ergänzt bzw. bestehende Maßnahmen erweitert. Zudem wurde eine Forschungsrichtlinie erarbeitet, nach der seit Juli 2011 auch Forschungs- und Entwicklungsvorhaben sowie Maßnahmen zum Technologie- und Wissenstransfer für eine nachhaltige Erzeugung, Verarbeitung und Vermarktung von landwirtschaftlichen Produkten gefördert werden können.

Laufzeit und Finanzielle Ausstattung

Das Bundesprogramm wurde mehrmals verlängert und wird den ökologischen Landbau sowie andere Formen der nachhaltigen Landbewirtschaftung und Lebensmittelwirtschaft in Deutschland zunächst bis voraussichtlich Ende 2015 unterstützen. Nachdem es in den ersten beiden Jahren seines Bestehens, 2002 und 2003, mit knapp 35 Millionen Euro ausgestattet war, standen dem Programm in den Folgejahren jährlich 20 Millionen zur Verfügung. Seit 2007 beträgt das jährliche Budget 16 Millionen Euro.

Offizielle Maßnahme der UN-Weltdekade "Bildung für nachhaltige Entwicklung"

Das Bundesprogramm wurde in 2008 in den fortgeschriebenen Nationalen Aktionsplan für Deutschland der UN-Dekade "Bildung für nachhaltige Entwicklung" 2005 bis 2014 aufgenommen. Dies hat das von der Deutschen UNESCO-Kommission (DUK) berufene National-komitee, dem Vertreter aus Politik, Wirtschaft, Medien und Nichtregierungsorganisationen angehören, entschieden. Die Ausrufung der UN-Dekade "Bildung für nachhaltige Entwicklung" ist Ergebnis der Vereinbarungen des Weltgipfels für nachhaltige Entwicklung, der 2002 im südafrikanischen Johannesburg stattfand. Hauptziel des Aktionsplans ist es, den Gedanken der nachhaltigen Entwicklung in allen Bildungs- und Politikbereichen in Deutschland zu verankern.

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