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Tier - Tierhaltung

Projekt:

Grünauslauf für ökologisch aufgezogene Junghennen

FKZ:

Laufzeit:

 
09OE025 01-10-2009 bis 30-09-2010 Dieses Projekt ist abgeschlossen.

Ausführende Stelle:

Universität Kassel, Fachbereich Ökologische Agrarwissenschaften, Steinstraße 19, 37213 Witzenhausen Ansprechpartner: Prof. Dr. Ute Knierim Telefon: 05542/9816-47 Email: Knierim@wiz.uni-kassel.de

Kurzportrait:

Ziel des Projektes ist es, den Einfluss eines Grünauslaufs auf den Gesundheitszustand von Junghennen zu beurteilen und Empfehlungen zur Haltung ökologischer Junghennen mit Auslauf bzw. Grünauslauf nach der Öko-Basis- und Durchführungsverordnung zu erarbeiten. Da mögliche Infektionsrisiken mit der längerfristigen Nutzung des Grünauslaufs steigen und in Deutschland ökologische Junghennen derzeit in der Regel ohne Grünauslauf gehalten werden, werden Daten und Erfahrungen aus ökologischen Junghennenaufzuchten aus Ländern analysiert, in denen bereits seit längerem Zugang zum Grünauslauf gewährt wird, nämlich der Schweiz, Österreich und Dänemark. Auf jeweils 20 ökologischen Junghennenaufzuchtbetrieben mit Zugang zu einem Grünauslauf in der Schweiz, Österreich und Dänemark werden entsprechend einheitlicher Vorgaben Daten zu Abgängen, Abgangsursachen, Behandlungen und Behandlungsmethoden, Impfplänen, Gewichten, Futteraufnahmen und Fütterungskonzepten sowie, soweit vorhanden, parasitologischen, serologischen und bakteriologischen Untersuchungsresultaten erhoben. Ferner werden relevante Aspekte des Managements (Öffnung und Nutzung von Außenklimabereich, Laufhof und Grünauslauf, Pflegemaßnahmen) sowie zu den angebotenen Flächen im Stall, Außenklimabereich, Laufhof und Grünauslauf erhoben. Die Daten werden vergleichend und hinsichtlich möglicher Management- und Haltungseinflüsse zentral analysiert und bewertet.

Kurzfassung der Ergebnisse:

Im vorliegenden Projekt wurde der Einfluss eines Grünauslaufs auf den Gesundheitszustand von ökologisch aufgezogenen Junghennen in der Schweiz, Österreich und Dänemark untersucht, um Empfehlungen zur Haltung ökologischer Junghennen nach der EG-Ökoverordnung in Deutschland abzuleiten. Daten von insgesamt 226 Durchgängen aus 58 Aufzuchtbetrieben mit Grünauslauf wurden erfasst und analysiert. Zum Vergleich standen Daten von 17 ökologischen Aufzuchten in Deutschland zur Verfügung. Sowohl zwischen den Ländern als auch teilweise innerhalb der Länder war die Spannbreite der Haltungsbedingungen groß. Dies betraf vor allem die Haltungsverfahren, die Größe des Außenscharraums, die Größe und Struktur des Grünauslaufs, die Zeitpunkte des Zugangs zu den verschiedenen Auslaufbereichen und die Art und Intensität der Pflegemaßnahmen. Die Verluste lagen im Mittel per Durchgang zwischen 2,5 % und 3,1 % und damit auf gleichem Niveau wie bei den deutschen ökologischen Aufzuchten ohne Grünauslauf (3,4 %). Etwa 80 % der Verluste ereigneten sich vor Zugang zum Freiland und hier vor allem in den ersten drei Lebenswochen. Beutegreifer stellten für viele Betriebe ein Problem dar. Verluste durch Infektionen kamen nur in Einzelfällen am Beginn der Aufzuchtperiode vor. Die Inzidenzen antibiotischer oder antiparasitärer Behandlungen waren mit 0,02 bis 0,05 pro Durchgang niedrig. Auch die erreichten Junghennengewichte lagen auf vergleichbaren Niveaus, allerdings mit größerer Streubreite hinsichtlich der Uniformität. Insgesamt konnten keine Hinweise auf spezifische Gesundheitsprobleme in Folge der Gewährung von Freilandzugang für Junghennen gefunden werden. Allerdings machen die zum Teil großen Spannbreiten in den Ergebnissen deutlich, dass die Anforderungen an das Management durch den Freilandzugang steigen können. Zum Management und zur Ausgestaltung des Freigeländes nach der EG-Ökoverordnung werden unter Berücksichtigung der Praxiserfahrungen in den untersuchten Ländern Empfehlungen gegeben.

Links zu Projektergebnissen:

Ergebnisse dieses Projektes bei Organic eprints...Ergebnisse bei Organic eprints...

Ergebnisse dieses Projektes bei Oekolandbau.de ...Ergebnisse bei Oekolandbau.de...



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