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Projektliste Forschungs- und Entwicklungsvorhaben

Tier - Tiergesundheit

Projekt:

Untersuchungen zur Pathovar-Prävalenz beim Escherichia coli-bedingten Durchfall neugeborener Saugferkel in ökologisch-wirtschaftenden Ferkelerzeugerbetrieben

FKZ:

Laufzeit:

 
08OE180 01-11-2009 bis 31-12-2011 Dieses Projekt ist abgeschlossen.

Ausführende Stelle:

Universität Kassel, Fachgebiet Tierernährung/Tiergesundheit, Nordbahnhofstraße 1a, 37213 Witzenhausen Ansprechpartner: Dr. Christina Werner Telefon: 05542/981529 Email: werner@mail.wiz.uni-kassel.de

Kurzportrait:

1. Ziel des Forschungsvorhabens ist es daher, die Prävalenz von Durchfallerregern bei Saugferkeln in ökologisch wirtschaftenden Ferkelerzeugerbetrieben zu untersuchen. Das Auftreten von E. coli-Pathovaren in differentialdiagnostischer Abgrenzung zu anderen Keimen soll dabei im Vordergrund stehen. Weiterhin sollen zusätzlich mögliche Risikofaktoren hinsichtlich der Haltungsbedingungen und des Hygienemanagements auf den Betrieben erfasst werden. Die erzielten Ergebnisse sollen dazu beitragen, die Krankheitsprophylaxe durch Verbesserung der Umweltbedingungen und der Wirksamkeit von Impfmaßnahmen in ökologischen Betrieben zu stärken. Die Universität Kassel wird in Zusammenarbeit mit dem Landesbetrieb Hessisches Landeslabor (Abteilung Veterinärmedizin) in 20 ökologisch wirtschaftenden Ferkelerzeugerbetrieben die Durchfallerkrankungen bei Ferkeln mittels Kotprobentupferentnahme im Hinblick auf die Infektionserreger ETEC und andere differntialdiagnostisch relevanten Durchfallerreger untersuchen sowie das Hygienemanagement und Behandlungsdaten auf den Betrieben über den Zeitraum eines Jahres erfassen. Die Kottupfer werden in einem ersten Schritt einer kulturell-bakteriologischen Untersuchung unterzogen. Bei Nachweis von Escherichia coli als ätiologisches Agens soll das betreffende Isolat mittels der Polymerase- Kettenreaktion auf verschiedene Virulenzfaktorgene untersucht werden.

Kurzfassung der Ergebnisse:

Saugferkeldurchfall ist eine Faktorenkrankheit, die durch Tierverluste, Wachstumsdepressionen und zusätzlichen therapeutischen Aufwand zu großen wirtschaftlichen Einbußen in der Ferkelproduktion führt. Im Zuge des vorgestellten Forschungsprojekts wurden 699 Kotproben von Saugferkeln mit Durchfall aus 258 Würfen von 18 ökologisch wirtschaftenden Ferkelerzeugerbetrieben auf enterotoxische Escherichia coli (ETEC), Clostridium (Cl.) perfringens, Rotaviren und Kokzidien untersucht. Außerdem wurden 369 Kotproben von Sauen und 419 Proben von gesunden Ferkeln auf Cl. perfringens untersucht. Eine Genotypisierung aller kulturell angezüchteten Cl. perfringens Isolate mittels RAPD-PCR sowie eine MLST von 8 Isolaten schlossen sich an. In 39,5% der erkrankten Würfe wurde Cl. perfringens Typ A nachgewiesen, welches damit der am häufigsten nachgewiesene Durchfallerreger war. 89,7% der Cl. perfringens Typ A Isolate wurden positiv auf das ß2-Toxingen getestet. Rotaviren traten in 27,6% und Kokzidien in 20,0% der erkrankten Würfe auf, während ETEC mit 7,7% unerwartet selten diagnostiziert wurden. Cl. perfringens Typ C wurde in keiner Probe nachgewiesen. Auffällig ist, dass die Nachweisrate für Cl. perfringens Typ A bei gesunden Saugferkeln mit 58,9% über der bei erkrankten Saugferkeln liegt und dass nur 8,6% der Cl. perfringens Typ A Isolate von Sauen das ß2-Toxingen tragen, welches in 94,2% aller Isolate von Saugferkeln (gesund und erkrankt) nachgewiesen wurde. Diese Erkenntnis deutet darauf hin, dass die Rolle der Sau als Infektionsquelle für die Saugferkel in Hinblick auf Cl. perfringens bisher überschätzt wurde. Die Genotypisierung der Cl. perfringens Typ A Isolate mittels RAPD offenbart eine hohe genetische Diversität der Isolate. Ferner geht aus einer Befragung der Betriebsleiter hervor, dass auf den meisten der teilnehmenden Betriebe erhebliche Defizite bei der Durchführung von Hygienemaßnahmen im Abferkelstall sowie Überwachung von Geburtsverlauf und Kolostrumaufnahme bestehen.

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