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Projektliste Forschungs- und Entwicklungsvorhaben

Tier - Aquakultur

Projekt:

Marktanalyse für ökologische Aquakulturerzeugnisse

FKZ:

Laufzeit:

 
08OE034 01-11-2008 bis 30-04-2010 Dieses Projekt ist abgeschlossen.

Ausführende Stelle:

Universität Kassel, Fachgebiet Agrar- und Lebensmittelmarketing, Steinstraße 19, 37213 Witzenhausen Ansprechpartner: Prof. Dr. Ulrich Hamm Telefon: 05542/98-1285 Email: hamm@uni-kassel.de

Kooperationspartner:

Bayerische Landesanstalt für Landwirtschaft, Institut für Fischerei

Kurzportrait:

Seit 2004 hat der Umsatz mit Öko-Lebensmitteln in Deutschland einen enormen Aufschwung verzeichnet und ist bis 2007 um mehr als 50 % gestiegen. Inwiefern deutsche Aquakulturbetriebe von dem allgemeinen „Bio-Boom“ in Deutschland profitieren konnten, ist unbekannt. Betreiber von konventionellen Aquakulturbetrieben äußern verschiedene Vorbehalte gegenüber einer Umstellung auf ökologische Produktion. Probleme werden nicht nur in der Beschaffung von Futtermitteln, insbesondere für carnivore Arten wie Forellen, gesehen. Aus Anbietersicht bestehen zusätzlich Befürchtungen, dass eine unkoordinierte Umstellung von wenigen größeren Betrieben den kleinen volatilen Markt für ökologische Aquakulturerzeugnisse schnell aus dem Gleichgewicht bringen könnte. Auf der Nachfrageseite wird hingegen von Händlern über eine mangelnde Versorgungslage vor allem aus heimischer Produktion geklagt. Angesichts der Präferenzen von „Öko-Verbrauchern“ für regionale Produkte ist anzunehmen, dass ein erhebliches Marktpotential für Produkte aus der heimischen ökologischen Aquakultur besteht. Über eine umfangreiche Marktstrukturanalyse entlang der gesamten Versorgungskette vom Handel über die Verarbeiter und Produzenten bis hin zu Futtermittellieferanten und Lieferanten von Zucht- bzw. Satzfischen soll die Grundlage für eine valide Beurteilung der Marktsituation auf den einzelnen Marktstufen gelegt werden. Die Beschreibung der Strukturen und die Identifikation der Schwachstellen in der gesamten Wertschöpfungskette für ökologische Aquakulturerzeugnisse ist eine Voraussetzung für die Entwicklung zielgerichteter Maßnahmen zur Förderung der ökologischen Aquakultur in Deutschland durch die Akteure im Markt. Neben Erhebungen in Deutschland werden auch Erfahrungen aus Österreich mit einbezogen, da in diesem Land bereits eine erfolgreiche Etablierung der ökologischen Aquakultur zu beobachten ist. Die Abschätzung der betriebswirtschaftlichen Konsequenzen der Umstellung der Karpfenerzeugung auf ökologische Wirtschaftsweise dient der Verbesserung der Entscheidungsgrundlage konventioneller Teichbewirtschafter. Zielsetzung des beantragten Projekts ist die Schaffung von Markttransparenz für den noch sehr kleinen, aber mittelfristig sehr stark expansionsfähigen Markt für ökologische Aquakulturprodukte aus deutscher Erzeugung. Das Projekt soll allen Marktbeteiligten, einschließlich umstellungsinteressierten Betrieben, Informationen zur Verfügung stellen, die eine gezielte Planung von Produktion bzw. Einkauf und Absatz erleichtern. Gleichzeitig werden diese Informationen auch für Beratungseinrichtungen, für Verbände und Organisationen und nicht zuletzt für staatliche Entscheidungsträger interessant sein.

Kurzfassung der Ergebnisse:

Ziel der Studie war die Schaffung von Markttransparenz für ökologische Aquakulturerzeugnisse. Die gewonnenen Erkenntnisse sollen den Marktakteuren eine Grundlage für die valide Beurteilung der Marktsituation zur Verfügung stellen. Für die Studie wurden mit 66 Unternehmen telefonische Interviews zur Erstellung eines Marktüberblickes und 21 Experteninterviews in Deutschland und Österreich zur Identifikation von Schwachstellen und Potenzialen am Markt geführt. Zudem wurde ein Kalkulationsmodell zu den Umstellungskosten konventioneller Karpfenteichwirtschaften auf eine ökologische Bewirtschaftung erarbeitet. Die Ergebnisse zeigen, dass Deutschland weltweit der wichtigste Abnehmer für ökologische Aquakulturerzeugnisse ist. Der Wareneinkauf des Handels und der Verarbeitung wird dabei von Importen dominiert. Allgemein werden dem noch sehr kleinen Markt mittelfristig hohe Wachstumsraten zugeschrieben. Dabei gingen die Unternehmen allgemein von einer stärker als das Angebot wachsenden Nachfrage aus. Das geringe heimische, aber auch das nicht ausreichende ausländische Angebot hemmt die Entwicklung des Marktes. Mit der Einführung der VO (EG) Nr. 710/2009 wurden von den Marktakteuren sowohl Hoffnungen auf eine Standardisierung der Kennzeichnung verbunden, als auch Befürchtungen, dass diese zu Wettbewerbsnachteilen für nach privaten Richtlinien zertifizierten Herstellern führen könnte. Die heimische Produktion nahm eine marginale Rolle ein. Der Forelle wurden im Gegensatz zum Karpfen sehr gute Marktchancen konstatiert. In Österreich wurden drei Erfolgsfaktoren für die Partizipation heimischer Produkte am Markt identifiziert: die enge Vernetzung der Erzeuger, die eigene Teilstückvermarktung der Erzeugnisse (auch beim Karpfen) und die staatliche Förderung einer extensiven Teichwirtschaft.

Links zu Projektergebnissen:

Ergebnisse dieses Projektes bei Organic eprints...Ergebnisse bei Organic eprints...

Ergebnisse dieses Projektes bei Oekolandbau.de ...Ergebnisse bei Oekolandbau.de...



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