Zum Download

PDF-Symbol Projektreader - aktuelle Forschungsprojekte im Bereich Tier (PDF-Dokument, 2.3 MB)

Bitte beachten Sie unsere Hinweise zum Download und die Infos zur Barrierefreiheit.

Linktipps

Das Informationsportal zum Ökologischen Landbau
WWW-Symbol oekolandbau.de

Logo oekolandbau.de, zum Informationsportal im neuen Fenster

Forschung und Entwicklung

Sie suchen Forschungs- und Entwicklungsprojekte im Rahmen des Bundesprogramms Ökologischer Landbau und andere Formen nachhaltiger Landwirtschaft (BÖLN)?
Zur Projektsuche


Logo BLE, zum Internetauftritt der BLE im neuen Fenster

© 2014 BLE

Projektliste Forschungs- und Entwicklungsvorhaben

Tier - Tiergesundheit

Projekt:

Entwicklung, Erprobung, Umsetzung und Evaluation von Strategien in den Bereichen Tiergesundheit, Haltung, Fütterung, Management in der ökologischen Ferkelerzeugung

FKZ:

Laufzeit:

 
07OE024 01-09-2007 bis 31-03-2011 Dieses Projekt ist abgeschlossen.

Ausführende Stelle:

Landwirtschaftskammer Nordrhein-Westfalen, Landwirtschaftszentrum Haus Düsse, , 59505 Bad Sassendorf Ansprechpartner: Dr. Gerhard Stalljohann Telefon: 02945/989160 Email: gerhard.stalljohann@lwk.nrw.de

Kurzportrait:

Ziel des Projekts ist die Prüfung des Effekts der Verfütterung von Inulin und extrudierten Ackerbohnen an Ferkel und Sauen zur Verbesserung der Tiergesundheit. Hierfür ist in der ökologisch bewirtschafteten Stalleinheit des Landwirtschaftszentrums Haus Düsse ein zweifaktorieller Fütterungsversuch an mind. 12 Sauen und deren Nachzucht durchzuführen. Während der Trage- und Säugezeit unterscheiden sich die Gruppen hinsichtlich der Inulinzulage im Sauen- und Ferkelfutter. Bei der dreiwöchigen Ferkelaufzucht in der Kombibucht sind zusätzlich extrudierte mit getoasteten Ackerbohnen zu vergleichen, jeweils mit bzw. ohne Inulinzulage. Das Inulin Prebiofeed 95 ist mit jeweils 1,5 kg/t einzusetzten. Neben der Dokumentation des Krankheitsgeschehens sind produktionstechnisch-biologischen Leistungen der Sauen und Ferkel zu erfassen, die Futterqualität ist zu bestimmen und Blut und Kot sind hinsichtlich verdauungsphysiologischer, mikrobiologischer und immunologischer Parameter zu analysieren. Ergänzend zu den genannten Parametern werden zusätzlich von der freien Universität Berlin (Institut für Tierernährung, Prof. Zentek) Untersuchungen zu Fütterungseinflüssen auf verdauungsphysiologische, mikrobiologische und immunologische Parameter bei Saug- und Absetzferkeln durchgeführt. Dieses Teilprojekt gehört zum interdisziplinären Projekt 07OE023 - 07OE029.

Kurzfassung der Ergebnisse:

Ziel des Projektes war, bei ökologisch gehaltenen Sauen und Ferkeln den Einfluss unterschiedlicher Fütterungsstrategien auf Gesundheit und Wachstumsleistungen der Tiere zu prüfen. Ein vorrangiges Interesse bestand darin festzustellen, ob durch eine Zulage von Inulin in Form von 1,5 kg Chicoreepulver je Tonne Futtert bzw. 3,0 kg Topinamburmehl je Tonne Futter zum Trage- und Säugefutter der Sauen positive Einflüsse auf biologische Leistungen der Sauen und auf die Vitalität und Leistung der Ferkel, bereits während der Säugephase zu verzeichnen sind. Ein abschießender Vergleich der so gefütterten Sauen und Ferkel zeigt an, dass durch Inulinzulagen zum Trage- und Säugefutter die Sauenfruchtbarkeitsleistungen positiv unterstützt und die Vitalität der Saugferkel gesteigert werden konnten. Diese Erkenntnisse können als empfehlende Hinweise an sauenhaltende Ökobetriebe weiter gegeben werden. Weiterhin sollte bei Aufzuchtferkeln geprüft werden, ob durch ein Extrudieren gegenüber dem Toasten von Ackerbohnen (AB) ein deutlich messbarer Stärke- und Aufschlussgrad erreicht werden kann und daraus wiederum ein positiver Effekt auf Fitness und Leistung der Ferkel ausgeübt wird. Es konnte festgestellt werden, dass extrudierte AB in den Ferkelaufzuchtfuttern, gegenüber den getoastete AB, zu keiner weiteren Leistungssteigerung der Ferkel führte. Es zeigte sich vielmehr die Überlegenheit der Ferkel der getoasteten ABGruppe, die signifikant höhere täglichen Zunahmen von 23 g im Vergleich zur extrudierten AB-Gruppe erzielten. Der Öko-Verbraucher fordert vom Fleischerzeuger ein „besonderes Fleisch“. Sein Wunsch geht dahin, dass der Medikamenteneinsatz bei Tieren reduziert werden soll. Diese Forderung kann jedoch nur durch entsprechende aufwendige Haltung und Futterkonzepte entsprochen werden. Erfahrungsberichte zeigen, dass auf Basis sehr hochwertiger Einzelkomponenten bzw. Futterkonzepte der Gesundheitsstatus der Tiere unterstützt werden kann und deutlich erkennbare Leistungsverbesserungen erreicht werden können. Auf Grund höherer Futterpreise für die Futtermischungen mit hochwertigen Einzelkomponenten resultieren jedoch auch höhere Gesamtfutterkosten, die in diesem Teilprojekt um etwa 66,00 € je sau/Jahr durch den Inulineinsatz höher lagen und durch Mehrerlös von 3,3 €/Ferkel oder durch 4,4 Cent Mehrerlös je kg Schlachtgewicht ausgeglichen werden müssten.

Links zu Projektergebnissen:

Ergebnisse dieses Projektes bei Organic eprints...Ergebnisse bei Organic eprints...

Ergebnisse dieses Projektes bei Oekolandbau.de ...Ergebnisse bei Oekolandbau.de...



Symbolerläuterung:

Bild: Symbol Projekt ist noch in Bearbeitung Diese Projekte sind noch in Bearbeitung.

Bild: Symbol Projekt ist abgeschlossen Diese Projekte sind abgeschlossen.