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Tier - Tierernährung

Projekt:

Ökologische Putenmast: Abstimmung von Genotyp, Haltung und Fütterung

FKZ:

Laufzeit:

 
06OE234 01-12-2008 bis 31-12-2010 Dieses Projekt ist abgeschlossen.

Ausführende Stelle:

Fachhochschule Weihenstephan, Fachbereich Land- und Ernährungswirtschaft, Am Hofgarten 1, 85350 Freising Ansprechpartner: Prof. Dr. Gerhard Bellof Telefon: 08161/715065 Email: gerhard.bellof@fh-weihenstephan.de

Kurzportrait:

Die Versorgung von Mastputen mit ausschließlich ökologisch erzeugten Futtermitteln erschwert die Rationsgestaltung zukünftig erheblich. Probleme bereitet hierbei insbesondere die adäquate Aminosäurenausstattung der Futtermischung bzw. das Verhältnis von Energie zu essentiellen Aminosäuren. Derzeit liegen sehr wenige Erfahrungen mit bedarfsgerechten, praxistauglichen Fütterungskonzepten, insbesondere für die übliche Phasenfütterung der Mastputen vor. Die Vorgabe, langsam wachsende Herkünfte zu verwenden, hatte zur Folge, dass überwiegend Mastputen der genetischen Herkunft KELLY-BBB eingesetzt wurden, obwohl andere Genotypen auch geeignet erscheinen. Mögliche Genotyp-Umwelt-Interaktionen aufgrund veränderter o. g. Fütterungsregime sind ungeklärt. Auch der Beitrag des Auslaufs zur Ernährung und Gesundheit von Mastputen bedarf einer systematischen Klärung. Das beantragte Forschungsvorhaben ist darauf ausgerichtet, mit richtlinienkonformen Futtermitteln angepasste Fütterungs- und Haltungskonzepte für die ökologische Putenmast zu erstellen.

Kurzfassung der Ergebnisse:

In der Studie sollte überprüft werden, ob in der ökologischen Putenmast für das Verlustgeschehen sowie relevante Merkmale der Mastleistung und des Schlachtkörperwertes zwischen Genotyp (schnell (BIG 6) vs. langsam wachsende Herkunft (Kelly BBB)), Haltung (Auslauf vs. kein Auslauf) und Fütterung (Variante (M = mittlere Fütterungsintensität) vs. Variante (L = niedrige Fütterungsintensität) Interaktionen bestehen. Es wurde in zwei zeitlich aufeinander folgenden Durchgängen mit jeweils 192 Tieren (männliche Eintagsküken) eine vierphasige Mast durchgeführt (Aufzuchtphase, drei Mastphasen, Schlachtung in der 21. Lebenswoche). Die Haltung erfolgte in der Aufzuchtphase in einem klimatisierten Feststall. Die eigentlichen Mastphasen wurden in Mobilställen (mit oder ohne Auslaufmöglichkeit) absolviert. Für die Fütterungsgruppen wurden abgestufte ME- und Aminosäuren-Gehalte in den Alleinfuttermischungen eingestellt (Gruppe M: ca. 12 MJ ME/kg; Gruppe L ca. 11,0 MJ ME/kg). Es ergaben sich durchschnittliche Verluste in Höhe von 21%. Die Verluste traten gehäuft in der Aufzucht sowie am Ende der Mast auf. Hierbei waren bei den nahezu schlachtreifen Tieren Herz-/Kreislaufversagen häufige Abgangsursachen. Hiervon betroffen waren vornehmlich die Tiere der Haltungsgruppe ohne Auslauf. Die Herkunft BIG 6 zeigt sich in der Mehrzahl der Mastleistungsmerkmale der Herkunft Kelly BBB signifikant überlegen. Lediglich beim Futteraufwand pro kg Zuwachs unterscheiden sich die beiden Herkünfte nicht. Auch im Schlachtkörperwert weisen die BIG 6-Hähne signifikant höhere Gewichte auf (Schlachtkörpergewicht + 3,5 kg; Brustmenge + 1,5 kg). Die Mastputen mit Auslauf verzeichnen am Ende der Mast signifikant erhöhte Endgewichte und daraus folgend erhöhte Schlachtkörpergewichte sowie einen verbesserten Schlachtwert (Brustmenge + 0,7 kg). Puten, die mit ME-reduzierten Futtermischungen versorgt werden, zeigen auch unter Auslaufbedingungen eine Kompensation, indem sie erhöhte Futtermengen aufnehmen und nahezu gleiche Endgewichte erreichen. Eine ökologische Putenmast auf der Basis von Futtermischungen mit abgesenkten ME- und Aminosäuren-Gehalten, in Verbindung mit einem Auslaufangebot führt zu geringeren Tierverlusten und hohen Mast- und Schlachtleistungen. Für die untersuchten Merkmale können keine Genotyp-Umwelt-Interaktionen festgestellt werden.

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