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Forschung und Entwicklung

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Projektliste Forschungs- und Entwicklungsvorhaben

Tier - Tierzucht

Projekt:

Eignung unterschiedlicher Herkünfte für die ökologische Haltung von Masthähnchen inkl. Feldprüfung

FKZ:

Laufzeit:

 
06OE217 01-12-2007 bis 31-12-2009 Dieses Projekt ist abgeschlossen.

Ausführende Stelle:

Fachhochschule Eberswalde, Fachgebiet Ökologische Tierhaltung, Friedrich-Ebert-Str. 25, 16225 Eberswalde Ansprechpartner: Dr. Bernhard Hörning Telefon: 03334/657109 Email: bhoerning@fh-eberswalde.de

Kurzportrait:

Derzeit besteht im Ökolandbau Uneinigkeit über die Zuchtziele für eine ökologische Geflügelzucht. Die auf einseitige Höchstleistungen gezüchteten Lege- bzw. Masthybriden sind anfällig für Gesundheitsstörungen und mit den zugelassenen Futtermitteln kaum bedarfsgerecht zu füttern. Maßnahmen wie die Zucht einer „Ökohybride“ oder die züchterische Bearbeitung von Rassegeflügel sind allenfalls langfristig möglich. Kurzfristig ist die ökologische Hühnermast auf die vorhandenen Herkünfte angewiesen. Als Alternativen zu den schnell wachsenden Masthybriden kommen langsam wachsende Hybriden oder Rassegeflügel in Betracht. Zu solchen alternativen Herkünften gibt es insgesamt nur wenig Versuchsergebnisse. Dies trifft umso mehr auf Versuche unter den Bedingungen des ökologischen Landbaus zu. Es sind je zwei Herkünften drei verschiedener Wachstumsintensitäten (sehr langsam, langsam, mittel) bei jeweils zwei Wiederholungen in zwei zeitlich aufeinander folgenden Mastdurchgängen zu prüfen. Mit Hilfe der Transponder-Technik soll die Auslaufnutzung der Tiere in sechs Abteilen untersucht werden. Die Lebendgewichte aller Tiere sind bei der Einstallung, vor der Öffnung der Ausläufe in der 5. - 6. Lebenswoche und bei der Ausstallung mittels Einzeltierwägung zu erfassen. Die Schlachtgewichte sind auf dem Schlachtbetrieb festzuhalten. Eine Stichprobe von 150 Tieren je Durchgang ist einer Schlachtkörperuntersuchung zu unterziehen. Der Futterverbrauch ist abteilweise zu erfassen. Temperatur und Luftfeuchte sind mit Hilfe von Datenloggern zu erheben. Abgänge und deren Ursachen, Lauffähigkeit, Beinstellung, der Zustand der Fußballen und Fersenhöcker sowie der Gefieder- und Hautzustand sind zu erfassen. Ziel des Forschungsvorhabens ist, verschiedene langsam wachsende Herkünfte auf die Eignung für die ökologische Hühnermast zu prüfen. Mit den Ergebnissen sollen Praktiker Empfehlungen für die Auswahl geeigneter Herkünfte erhalten.

Kurzfassung der Ergebnisse:

Ziel war ein Vergleich verschieden schnell wachsender Hähnchenherkünfte bezüglich Eignung für den ökologischen Landbau. Hierzu wurde eine Stationsprüfung durchgeführt (LVAT in Brandenburg). Geprüft wurden 7 Herkünfte aus 4 Wachstumsintensitäten: langsam (20 – 25 g tgl. Zunahme): Brahma und Cochin (Rassehühner), mittel (30 – 35 g): SA31 x X44 (Sasso), Labelle Rouge (Kabir), mittelschnell (40 – 45 g): Kosmos 22 bzw. 8 (Olandia), JA 757 (Hubbard), schnell (50 – 55 g): Ross 308. Insgesamt wurden ca. 1.500 Tiere gemästet (2 Durchgänge, Gruppengröße 50 Tiere). Die Tiere wurden unter den Bedingungen des Ökolandbaus gehalten (90 % Biofutter, bewachsene Ausläufe). Wöchentlich erfolgten Wiegungen der Tiere. Nach der Schlachtung wurden die Anteile wertvoller Teilstücke ermittelt sowie die Organe untersucht. Zur Beurteilung der Tiergerechtheit erfolgten während der Durchgänge Beurteilungen des Körperäußeren sowie Verhaltensbeobachtungen. Die Auslaufnutzung wurde mit einem elektronischen System erfasst. Mit zunehmender Wachstumsintensität verbesserte sich die Futterverwertung und die Ausschlachtungsrate nahm zu, ebenso der Brustfleischanteil, Anteile der Keulen bzw. Flügel nahmen hingegen ab. Die Tierverluste waren in den mittleren Intensitäten niedriger. Mit zunehmender Wachstumsintensität verschlechterten sich i.d.R. Lauffähigkeit, Zustand der Fußballen und Fersenhöcker, sowie Gefiedersauberkeit. Ferner nahm der Anteil liegender Tiere zu, die Nahrungssuchaktivität hingegen ab. Die Auslaufnutzung war insgesamt recht gering. Die schnell wachsende Herkunft (Ross 308) nutzte kaum den Auslauf und nie die Sitzstangen. Die im Ökolandbau in Deutschland häufig genutzten Tiere der Herkunft Hubbard (früher ISA) erzielten bei vielen Parametern der Tiergerechtheit die zweitschlechteste Bewertung. Daher sollte die derzeitige Definition von „langsam wachsend“ als 80 % der schnell wachsenden Hybriden (derzeit 44 g/Tag) überdacht werden. Eine Begrenzung auf 35 g am Tag wurde vorgeschlagen.

Links zu Projektergebnissen:

Ergebnisse dieses Projektes bei Organic eprints...Ergebnisse bei Organic eprints...

Ergebnisse dieses Projektes bei Oekolandbau.de ...Ergebnisse bei Oekolandbau.de...



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