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Projektliste Forschungs- und Entwicklungsvorhaben

Tier - Tierzucht

Projekt:

Untersuchungen zu genetisch bedingten Unterschieden in der Parasitenresistenz von Legehennen - Testung unter den Bedingungen einer Stations- und Feldprüfung

FKZ:

Laufzeit:

 
06OE140 01-11-2007 bis 30-09-2010 Dieses Projekt ist abgeschlossen.

Ausführende Stelle:

Georg-August-Universität Göttingen, Institut für Tierzucht und Haustiergenetik, Albrecht-Thaer-Weg 3, 37075 Göttingen Ansprechpartner: Prof. Dr. Matthias Gauly Telefon: 0551/395602 Email: mgauly@gwdg.de

Kurzportrait:

Die in der ökologischen Legehennenhaltung genutzten genetischen Herkünfte sind angesichts des höheren Parasitendrucks in unterschiedlichem Maße für die Freilandhaltung geeignet. In der Nutzung genetisch bedingter Unterschiede in der Parasitenresistenz wird ein erfolgversprechender Ansatz zur Verbesserung der Tiergesundheit gesehen. In einer Stationsprüfung sind sechs verschiedene Herkünfte (n = 40 pro Herkunft) im Rahmen einer experimentellen Infektion mit Ascaridia galli bezüglich ihrer genetisch bedingten Resistenz zu prüfen. Es sind an drei Terminen Kotproben von jeder Herkunft zur Bestimmung der Parasiteneizahl zu nehmen. Am Ende des 100-Tagetests sind alle Tiere zu schlachten und der Dünndarm einer parasitologischen Sektion zu unterziehen. Es sind zu den Zeitpunkten der Kotprobenentnahmen die Körpergewichte individuell zu erfassen. Außerdem sind die Legeleistung, die Eigewichte sowie der Futterverbrauch zu ermitteln. Entsprechend den Ergebnissen aus der Stationsprüfung sind in der anschließenden Feldprüfung vier Herkünfte auszuwählen. In die Auswahl sind jeweils die zwei Herkünfte zu nehmen, die sich als besonders resistent bzw. anfällig erwiesen haben. Jede der Herkünfte wird auf zehn ausgewählten Legehennenbetrieben (n = 10 pro Herkunft) des ökologischen Landbaus untersucht. Pro Betrieb ist ein vollständiger Durchgang (Legeperiode) zu untersuchen. Im Abstand von vier Monaten (Beginn ab Aufstallung) sind individuelle Kotproben zur Bestimmung der Parasiteneizahl zu nehmen. Am Ende der Legeperiode sind 40 Tiere pro Herkunft und Betrieb zu schlachten und der Magen-Darm-Trakt einer parasitologischen Sektion zu unterziehen. Außerdem sind in den Betrieben an den beprobten Tieren die Körpergewichte sowie die Legeleistung für den Gesamtbestand zu erfassen. Sowohl in der Stations- als auch in der Feldprüfung sind Erkrankungen sowie die Mortalität zu erfassen. Das Gesamtziel der Untersuchungen ist, genetisch bedingte Unterschiede in der Resistenz gegenüber Wurminfektionen an Hühnern verschiedener genetischer Herkünfte auf der Basis experimenteller Infektionen in der Stationsprüfung und anschließend natürlicher Infektionen in der Feldprüfung darzustellen und damit deren Eignung zu überprüfen.

Kurzfassung der Ergebnisse:

Die in der ökologischen Geflügelhaltung genutzten genetischen Herkünfte eignen sich aus verschiedenen Gründen in unterschiedlichen Maß für diese Verfahren. Die Bewertung der Eignung reduziert sich bisher im Wesentlichen auf Aspekte der Leistung (u.a. Eizahl, Eigewicht, Futterverwertung) sowie in gewissem Maße des Verhaltens (u.a. Kannibalismus). Aspekte der Tiergesundheit werden häufig auf Mortatiltätsraten reduziert, so dass u.a. subklinisch verlaufende Erkrankungen unberücksichtigt bleiben. In ökologischen Haltungsverfahren für Legehennen zählen die Parasitosen, insbesondere die Helminthosen, vor allem verursacht durch Ascaridia galli, Capillaria-Arten und Heterakis gallinarum, zu den bedeutendsten Erkrankungen (KAUFMANN und GAULY, 2009). Der notwendige Medikamenteneinsatz verursacht Kosten, führt zu Wirkstoffresistenzen, bedingt Rückstandsprobleme und belastet die Umwelt, was den elementaren Zielsetzungen ökologischer Tierhaltung widerspricht. In der Nutzung genetisch bedingter Unterschiede in der Parasitenresistenz kann ein erfolgsversprechender Ansatz zur Reduktion der Problematik gesehen werden. Es wurden bereits züchterisch nutzbare Resistenzen gegenüber Endoparasiteninfektionen bei verschiedenen Tierarten und Rassen beschrieben (ISRAEL, 1975; GAULY et al., 2002). Die Arbeiten beziehen sich allerdings bisher ausschließlich auf künstliche Infektionen mit nur einem Innenparasit (Monoinfektion) und wurden darüber hinaus nur an wenige Genotypen durchgeführt. Entsprechend ist die Einbeziehung weiterer im ökologischen Landbau eingesetzter Herkünfte notwendig. In einem zusätzlichen Schritt muss auch die Schätzung der Resistenz unter Feldbedingungen, d.h. unter der Situation von Mischinfektionen erfolgen. Möglicherweise lassen sich daraus unterschiedliche Empfehlungen ableiten. Das Gesamtziel des Projekts ist es, genetisch bedingte Unterschiede in der Resistenz gegenüber Wurminfektionen an Legehennen verschiedener genetischer Herkünfte auf der Basis einer experimentellen (Stationsprüfung) und anschliessend einer natürlichen Infektion (Feldprüfung) darzustellen und damit deren Eignung für die Bedingungen der Boden- bzw. Freilandhaltung zu bewerten. Die daraus resultierenden Ergebnisse sollen praktischen Landwirten des ökologischen Landbaus als Entscheidungshilfe bei der Genotypenwahl dienen und Zuchtunternehmen mögliche Perspektiven der Gestaltung von Zuchtprogrammen aufzeigen.

Links zu Projektergebnissen:

Ergebnisse dieses Projektes bei Organic eprints...Ergebnisse bei Organic eprints...

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