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Tier - Tierzucht
Projekt:
Auswirkungen unterschiedlicher Duroc-Anteile von Endmastherkünften auf Aspekte der Mastleistung und Schlachtkörperqualität unter ökologischen Produktionsbedingungen
FKZ: |
Laufzeit: |
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|---|---|---|
| 06OE103 | 02-07-2007 bis 31-08-2009 |
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Ausführende Stelle:
Justus-Liebig-Universität Giessen
Institut für Tierzucht und Haustiergenetik
Ludwigstrasse 21 B
35390 Gießen
Ansprechpartner: Prof. Horst Brandt
Telefon: 0641/9937625
Email: Horst.R.Brandt@agrar.uni-giessen.de
Kooperationspartner:
Bundesforschungsanstalt für Landwirtschaft, Institut für Tierernährung Landwirtschaftskammer Niedersachsen, Fachbereich Tierzucht, Tierhaltung
Kurzportrait:
In der ökologischen Fleischerzeugung wird von Beratern und Vermarktern immer wieder die Berücksichtigung der Rasse Duroc bei der Produktion von Endmastherkünften gefordert. Zur Begründung werden die günstigen Haltungseigenschaften, aber auch positive Effekte auf die Fleischqualität genannt. Hinsichtlich der Schlachtkörperqualität ist dagegen eine tendenzielle Abnahme des Muskelfleischanteils zu erwarten, was die Vermarktung grundsätzlich erschwert. Das geförderte Projekt beinhaltet systematische Untersuchungen der Auswirkungen unterschiedlicher Duroc-Genanteile auf Mastleistung und Schlachtkörper-/Fleischqualität unter ökologischen Produktionsbedingungen. Es sind vier Kreuzungen mit 0, 25, 50 und 75 % Duroc-Anteil in 2 Durchgängen zu testen. Des weiteren sind Parameter zur Mastleistung, Schlachtkörper-, Fleisch- und Fettqualität zu erheben. Aus den Ergebnissen ist der optimale Duroc-Anteil im Hinblick auf die beiden gegensätzlichen Vermarktungspole „Muskelfleischanteil“ und „Fleischqualität“ abzuleiten. Ziel des Projektes ist die Schaffung einer Grundlage für eine rational untermauerte Entscheidungsfindung bei der Auswahl von Mastendherkünften in der ökologischen Schweinefleischerzeugung.
Kurzfassung der Ergebnisse:
In der ökologischen Schweinefleischerzeugung wird immer wieder die Berücksichtigung der Rasse Duroc zur Verbesserung der Fleischqualität im Mastschwein gefordert Vor diesem Hintergrund werden unter ökologischen Produktionsbedingungen die Effekte unterschiedlich hoher Duroc-Genanteile im Mastschwein auf Mastleistung, Schlachtkörper- und Fleischqualität geprüft. Insgesamt wurden auf der Leistungsprüfungsanstalt in Rohrsen 190 Tiere in 2 Durchgängen aufgestallt. Es wurden dabei Mastschweine mit 0%, 25%, 50% und 75% Duroc-Genanteil untersucht. Die Haltung erfolgte ökokonform in einem Außenklimastall mit eingestreuten Buchten in 14 Gruppen zu je 6 Tieren und je einer Gruppe mit 5 bzw. 4 Tieren. Es wurde eine Futterration aus 100 % ökologischer sowie weitgehend betriebseigener Herkunft eingesetzt. Die Ergebnisse zeigen, dass bei einem auf Schlachtkörperqualität, d.h. im Wesentlichen auf Muskelfleischfülle orientierten Vermarktungsziel nicht mehr als 50 % Duroc-Genanteil im Mastendprodukt enthalten sein sollte. Der Muskelfleischanteil wird mit steigendem Duroc-Genanteil signifikant geringer. Die Gruppe mit 75% Duroc-Genanteil zeigt auch eine deutlich schlechtere Futterverwertung. Mit steigendem Duroc-Genanteil wird der intramuskuläre Fettgehalt signifikant gesteigert. Schon bei einem 25 %-igen Duroc-Genanteil wird die Fleischqualität deutlich positiv beeinflusst, ohne dass die Schlachtkörperqualität leiden muss. Damit besitzt diese Variante ein deutliches Optimierungspotenzial sowohl für den ökonomischen Erfolg des Mästers als auch für die Profilierung von ökologisch erzeugtem Schweinefleisch gegenüber dem Verbraucher. Nur wenn ein Bezahlungs- bzw. Vermarktungssystem klar erhöhte intramuskuläre Fettgehalte und bessere sensorische Eigenschaften honorieren würde, ohne dabei die damit einhergehenden verminderten Schlachtkörperqualitäten mit merklichen Mali zu bestrafen, ließe sich ein 75 %-iger Duroc-Genanteil im Mastschwein und der damit verbundene geringere Fleisch- und höhere Fettanteil im Schlachtkörper rechtfertigen.
Links zu Projektergebnissen:
Ergebnisse bei Organic eprints...
Ergebnisse bei Oekolandbau.de...
Symbolerläuterung:
Diese Projekte sind noch in Bearbeitung.
Diese Projekte sind abgeschlossen.



