Zum Download
Projektreader - aktuelle Forschungsprojekte im Bereich Tier (PDF-Dokument, 2.3 MB)
Bitte beachten Sie unsere Hinweise zum Download und die Infos zur Barrierefreiheit.
Linktipps
Das Informationsportal zum Ökologischen Landbau
oekolandbau.de
Die gemeinsame Website der Bundesregierung zum Jubiläum Freiheit und Einheit.
freiheit-und-einheit.de
Forschung und Entwicklung
Sie suchen Forschungs- und Entwicklungsprojekte im Rahmen des Bundesprogramms Ökologischer Landbau (BÖL)?
Newsletter
Projektliste Forschungs- und Entwicklungsvorhaben
Vorheriges Nächstes
Tier - Aquakultur
Projekt:
Erschließung alternativer Proteinquellen zum Fischmehl für Forellenfuttermittel
FKZ: |
Laufzeit: |
|
|---|---|---|
| 04OE020 | 15-08-2004 bis 31-10-2005 |
|
Ausführende Stelle:
Naturland e.V.
Aquaculture Section
Kleinhaderner Weg 1
82166 Gräfelfing
Ansprechpartner: Dr. Andreas Stamer
Telefon: 089/898082-42
Email: a.stamer@Naturland.de
Kurzportrait:
Die derzeitige Praxis der Forellenzucht in Deutschland wirft vor dem Hintergrund einer anerkannt ökologischen Produktionsweise, wie sie von den Richtlinien der Anbauverbände vorgezeichnet wird, eine Reihe von Problemfragen auf. Insbesondere die Frage nach der Herkunft und der Qualität des zur Zeit verwendeten Fischmehls, das von allen Forellenteichwirtschaften eingesetzt wird – auch von kleineren und mittleren Unternehmen (KMU’s) – bedarf dringend einer Lösung. Das derzeit eingesetzte Futter stand und steht in der Kritik von Umweltwissenschaft und Aquakultur, da es auf Grund der Fischmehlherkünfte höhere Werte an Rohphosphat und einen geringeren Energiegehalt aufweist und dadurch die Gewässer stärker mit Phosphaten und Nitraten belasten kann als herkömmliches Forellenfutter. In der Salmonidenproduktion kann auf tierisches Protein auf Grund der Ernährungsansprüche der Fische nicht verzichtet werden. Naturnahrung in Form von Anflug, Plankton und Benthosorganismen reicht für semi-intensive Produktionsformen wie sie in der anerkannt ökologischen Forellenzucht praktiziert werden, nicht aus. Aus diesem Grund sind auch ökologisch wirtschaftende Forellenzuchten auf den Zukauf und Einsatz externer Fertigfuttermittel angewiesen. Übergeordnetes Projektziel ist daher die Erstellung eines Forellenfutters ohne (oder mit geringen) Fischmehlanteilen und ohne künstliche Fett- und Aminosäuren. Das Ziel der geplanten Untersuchungen ist es, eine konkrete Aussage zur technischen und finanziellen Machbarkeit der Zucht von Fliegenmaden der Art Hermetia illuscens und der Futterpelletherstellung aus diesem Material zu treffen. Die Maden werden professionell bei einer Firma, die sonst in der Nützlingszucht tätig ist, gezüchtet. Die Erkenntnisse des geplanten Verfahrens werden zur Extrapolation (technisch und wirtschaftlich) für eine spätere Zucht im Großmaßstab herangezogen. Gewonnene Maden werden zu Mehl und dann zu Futterpellets verarbeitet. Die daran anschließenden analytischen Methoden beinhalten die Proteinanalytik, die Fettsäuremusterbestimmung, die Aminosäurenbestimmung und die Rückstandsanalytik. Die Ergebnisse sollen als Datengrundlage für eine Produktion im Tonnenbereich dienen. Die Daten werden in wissenschaftlichen Veröffentlichungen publiziert.
Kurzfassung der Ergebnisse:
Futtermittel für die Aquakultur karnivorer Arten, wie Lachse und Forellen, enthalten bis zu 70% Fischmehl, das bei konventionellen Fischfutter aus der zielgerichteten Fangfischerei (Gammelfischerei) für Fischmehl stammt. Futtermittel für die ökologische Aquakultur beinhalten nachhaltig erzeugte Fischmehle aus der Speisefischverarbeitung. Angesichts des Wachstums der ökologischen Aquakultur ist mit einer Verknappung dieses nachhaltig produzierten Fischmehls zu rechnen. Ziel des Projektes war daher die Überprüfung der technischen und wirtschaftlichen Machbarkeit der Herstellung von Insektenmehlen aus Larvenstadien der Fliege Hermetia illucens, als Fischmehlersatz. H. illucens kommt in allen warmen Regionen der Erde, einschließlich des Mittelmeerraums und der Südschweiz vor. Die Versuche wurden in einer Gewächshausanlage der Firma Katz Biotech AG in Baruth, Brandenburg, durchgeführt. Diese Firma produziert Nützlinge für die biologische Schädlingsbekämpfung. Der Import der ersten Fliegeneier erfolgte aus USA. Aus Adulttieren wurde eine Brutkolonie etabliert und mit deren Nachkommen ein Substratscreening sowie die Massenzucht durchgeführt. Die erzeugten Präpuppen wurden zu einem Mehl weiterverarbeitet, das in einem nächsten Schritt in Fütterungsversuchen an Forellen auf seine Eignung als Fischmehlersatz getestet werden soll. Es wurden Eignungstests verschiedener Abfallstoffe aus der Tierhaltung, sowie Kompoststoffe als mögliche Substrate für die Larvenproduktion untersucht. Grünkompost und Hühnermist erwiesen sich als die am meisten geeigneten Substrate. Analysen des Mehls bestätigten vorliegende Angaben aus der Literatur bezüglich Protein- und Fettgehalten weitgehend. Eine theoretische ökonomische Analyse einer zukünftigen Massenproduktion des Futtermehls ergab ein positives Ergebnis bei der Annahme einer Produktion im 1000t-Maßstab und der Einbeziehung der Vermarktung weiterer Produkte der Fliegenzucht beispielsweise für den Bereich der Terrarientierhaltung.
Links zu Projektergebnissen:
Ergebnisse bei Organic eprints...
Ergebnisse bei Oekolandbau.de...
Symbolerläuterung:
Diese Projekte sind noch in Bearbeitung.
Diese Projekte sind abgeschlossen.



