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Projektliste Forschungs- und Entwicklungsvorhaben
Tier - Tierzucht
Projekt:
Konzept und Versuchsplanung für eine zukünftige koordinierte Feldprüfung von Legehennenherkünften auf ihre Eignung für den ökologischen Landbau
FKZ: |
Laufzeit: |
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|---|---|---|
| 04OE005 | 01-06-2005 bis 15-09-2008 |
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Ausführende Stelle:
Leibnitz-Institut für Nutztierbiologie, Forschungsbereich Genetik und Biometrie, Wilhelm-Stahl-Allee 02, 18196 Dummerstorf Ansprechpartner: Dr. Norbert Reinsch Telefon: 038208/68900 Email: reinsch@fnb-dummerstorf.de
Kurzportrait:
Die Einstufung der Eignung kommerzieller Legehennenherkünfte für die ökologische Legehennenhaltung erfordert eine solide Datengrundlage, um den ökologisch wirtschaftenden Legehennenbetrieben die Möglichkeit zu bieten, gezielt Herkünfte zu wählen, die ruhig und robust sind und gleichzeitig ein ausreichendes Leistungsvermögen aufweisen. Ziel des Vorhabens ist es, ein Konzept einschließlich einer Versuchsplanung für eine koordinierte Feldprüfung von Legehennen auf ihre Eignung für den ökologischen Landbau zu entwickeln. Um dem speziellen Informationsbedarf der ökologischen Legehennenhalter gerecht zu werden, soll neben einer Feldprüfung von Hybridherkünften auf Praxisbetrieben (n = 30 Betriebe) vergleichend eine Stationsprüfung (Haus Düsse, Prüfstation Kitzingen) durchgeführt werden. Aus dem Vergleich der Daten aus der Feld- und Stationsprüfung soll geklärt werden, ob sich die Eignung einzelner Herkünfte unter Praxisbedingungen anders darstellt als unter den Bedingungen der Stationsprüfung. Neben den Leistungsmerkmalen werden Verhaltensmerkmale wie Brütigkeit, Nichtannahme von Legenestern, Federpicken und Kannibalismus geprüft. Die Daten werden einer epidemiologisch-statistischen Auswertung unterzogen. Abschließend ist ein Anwenderseminar für Berater, Landwirte und Mitarbeiter von Prüfstationen geplant.
Kurzfassung der Ergebnisse:
Um Richtlinien für eine Feldprüfung von Herkünften unter den Bedingungen des ökologischen Landbaus zu entwickeln, wurden Hühner aus vier verschiedenen Herkünften auf 17 Ökobetrieben und auf zwei Prüfstationen verglichen. Auf den Prüfstationen entsprachen die Belegungsdichte und die Fütterung den Öko-Richtlininen, Auslauf war jedoch nicht möglich. Wegen praktischer Einschränkungen (wenige Gruppen je Betrieb) wurde je Betrieb jeweils ein paarweiser Vergleich durchgeführt (Beobachtungen von je einer Gruppe je Herkunft, ausnahmsweise von mehreren). Der Versuchsplan war demgemäß eine Mischung aus einem randomisierten Versuch (Station) und einem unvollständigen Blockversuch (Feld). Die Felddaten wurden von den Landwirten erhoben und waren gelegentlich unvollständig (z.B. für einige Tage fehlende Eizahlen). Um dieser Besonderheit gerecht zu werden, wurde ein random-regression-Modell an Tagesdaten angepasst. Es ergaben sich signifikante Interaktionen zwischen Prüfumgebung und Herkünften für Legeleistungsmerkmale, nicht aber für Verluste und Gefiederzustand. Güteberechnungen für verschiedene Versuchspläne (reine Feldprüfung, reine Stationsprüfung und Kombinationen) zeigten, dass die Anzahl der geprüften Herkünfte auf drei, höchstens vier, begrenzt werden sollte. Die Güte bei Feldprüfung wird hauptsächlich durch die Gesamtanzahl der Gruppen bestimmt, kaum durch die Verteilung der Gruppen auf Betriebe, jedenfalls solange nur zwei Herkünfte je Betrieb geprüft werden. Für Merkmale ohne Interaktionen bietet eine kombinierte Prüfung im Feld und auf Station die günstigste Effizienz, gemessen an der Güte bei gegebener Gesamtgruppenzahl. Je Herkunft sollte die Gruppenanzahl mindestens gleichwertig sein mit 15 Gruppen in einem vollständig randomisierten Versuch (15 „effektive“ Gruppen). Da die Legeleistung auf Station höher war, vermag eine kombinierte Prüfung sowohl Hinweise auf ungenutzte Leistungsreserven zu liefern als auch auf die Reaktionsnorm der verglichenen Linien.
Links zu Projektergebnissen:
Ergebnisse bei Organic eprints...
Ergebnisse bei Oekolandbau.de...
Symbolerläuterung:
Diese Projekte sind noch in Bearbeitung.
Diese Projekte sind abgeschlossen.



