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Projektliste Forschungs- und Entwicklungsvorhaben
Tier - Tiergesundheit
Projekt:
Entwicklung präventiver Tiergesundheitskonzepte bei kleinen Wiederkäuern im ökologischen Landbau
FKZ: |
Laufzeit: |
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|---|---|---|
| 03OE458 | 01-05-2004 bis 30-04-2005 |
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Ausführende Stelle:
Stiftung Tierärztliche Hochschule Hannover
Klinik für kleine Klauentiere und forensische Medizin und Ambulatorische Klinik
Bischofsholer Damm 15, Haus-Nr. 121
30173 Hannover
Ansprechpartner: Univ. Prof. Dr. Martin Ganter
Telefon: 0511/ 856 7585
Kurzportrait:
Ziel des Vorhabens ist, die präventive Tiergesundheit bei kleinen Wiederkäuern im Ökolandbau nachhaltig zu stärken. Praxistaugliche Verfahren zur Vorbeugung gegen Infektionen, ernährungsbedingte Mangelerkrankungen sowie Endo- und Ektoparasiten werden erarbeitet; bereits bekannte Fakten werden zu Konzepten zusammengefügt. Mit Hilfe einer Schwachstellenanalyse wird der akute Verbesserungsbedarf im Bereich der Tiergesundheit bei kleinen Wiederkäuern abgeleitet. Vorhabenbegleitend wird eine Projektsteuerungsgruppe mit acht ständigen Mitgliedern aus verschiedenen Fachrichtungen eingerichtet. Die Steuerungsgruppe wird die wissenschaftlichen, gesetzgeberischen und verbraucherschutzrelevanten Anforderungen formulieren und maßgeblich bei der Erarbeitung eines Workshopkonzeptes beteiligt sein. Insgesamt werden drei Workshops durchgeführt. Die Erarbeitung von Konzepten zur Infektionsprophylaxe (Workshop I) wird einen Beitrag zur Verbesserung der Tiergesundheit der Schafherden in bezug auf Infektionskrankheiten leisten. Der Workshop II dient der Entwicklung von Fütterungskonzepten und der Bedarfsformulierung für Spurenelemente und Mineralstoffe. Der Workshop III wird sich mit Endo- und Ektoparasiten bei Schafen in der ökologischen Haltung beschäftigen.
Kurzfassung der Ergebnisse:
Die Ergebnisse gelten für ökologische und konventionelle Betriebe. Sehr problematisch ist die regional mangelhafte Verfügbarkeit spezialisierter Tierärzte/Berater. Endoparasiten: Durch Prophylaxe, gezielte Diagnostik und restriktiven Arzneimitteleinsatz kann ein tolerabler Parasitendruck hergestellt und der Entwicklung von Anthelmintikaresistenz entgegengesteuert werden. Einzeltier- oder Teilherdenbehandlung sollte die Routinebehandlung der Gesamtherde ersetzen. Die überwiegende Stallhaltung mit befestigtem Auslauf ist in Problembetrieben sinnvoll. Ein Herdengesundheitsplan und die Züchtung auf Resistenz ist wünschenswert. Alternative Behandlungsverfahren können derzeit nicht empfohlen werden. Infektionskrankheiten: Basale Präventionsmaßname ist die routinemäßige Bestandsdokumentation sowie die Untersuchung von verendeten Tieren/Kümmerern (ab 5%). Freiwillige, modulare Hygieneprogramme werden von Tierhaltern gegenüber bindenden Leitlinien bevorzugt. Notwendig ist eine erleichterte Impfstoffeinfuhr und -anwendung aus dem EU-Ausland. Homöopathie ist zur Entwurmung ungeeignet, indikationsbedingt zur Stärkung der Immunabwehr evtl. sinnvoll. Positiver Nebeneffekt der Homöopathikagabe sind verbesserte Tierbeobachtung und spezielleres Management. Neu wird zukünftig vor allem die Übertragung der Verantwortung für die Sicherstellung der Lebensmittelqualität auf den Erzeuger sein. Spurenelemente: Mineralfuttereinsatz ist auch im Ökolandbau notwendig. Kompensationsmöglichkeiten über selektive Pflanzen- oder Laubfütterung/ -düngung sind gering. Für Ziegen sind die Gehalte fast aller Futterpflanzen zu gering. Futtermittel- sowie Blut- und Organanalysen sollten zur Objektivierung der Bestandssituation vermehrt erhoben werden. Zunehmender Verlust an Biodiversität trägt maßgeblich zur Verarmung der Futtermittel bei. In der Diagnostik, auf dem Gebiet der Referenzwerte sowie bezüglich der örtlich zu erwartenden Spurenelemente in Futterpflanzen besteht dringender Forschungsbedarf.
Links zu Projektergebnissen:
Ergebnisse bei Organic eprints...
Ergebnisse bei Oekolandbau.de...
Symbolerläuterung:
Diese Projekte sind noch in Bearbeitung.
Diese Projekte sind abgeschlossen.



