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Projektliste Forschungs- und Entwicklungsvorhaben
Tier - Tierernährung
Projekt:
Auswirkungen differenzierter ökologischer Bewirtschaftung von Ansaat- und Dauergrünland auf Futterangebot, Fressverhalten sowie Weideleistung und Schlachtreife von Ochsen und Färsen
FKZ: |
Laufzeit: |
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|---|---|---|
| 03OE428 | 01-05-2004 bis 30-11-2006 |
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Ausführende Stelle:
Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg
Institut für Tierzucht und Tierhaltung mit Tierklinik
Adam-Kuckhoff-Straße 35
06108 Halle (Saale)
Ansprechpartner: PD Dr. H. Swalve
Telefon: 03808/68900
Email: hermann.swalve@landw.uni-halle.de
Kurzportrait:
Ein Großteil des ökologisch bewirtschafteten Grünlandes unterliegt einer extensiven Nutzungsform. Damit einhergehende Bewirtschaftungsrestriktionen (Zeitpunkt des Weideauftriebes und der ersten botanischen Beschaffenheit der Weiden) sind hinsichtlich der tierischen Leistung zu untersuchen. In Weideversuchen mit Rindern (Mastochsen und Milchkuhfärsen) werden die Wechselwirkungen zwischen Pflanzenbestandsentwicklung, Futterangebot und selektivem Weidefutterverzehr analysiert. Die Lebendmasseentwicklung der Tiere und ausgewählte Schlachtleistungsparameter werden Auskunft über die tierischen Leistungen geben. In einem Komplementärprojekt (03OE388), das vom Institut für Ernährungswissenschaften der Universität Halle-Wittenberg übernommen wird, erfolgt die ernährungsphysiologische Bewertung der Grünlandaufwüchse aus Extensivbewirtschaftung. Insgesamt werden die Ergebnisse aus den beiden verbundenen Projekten der Universität Halle zusammengefügt und Managementempfehlungen für die Bewirtschaftung von ökologisch genutzten Grünlandflächen mit Mastrindern bzw. Milchkuhfärsen abgeleitet.
Kurzfassung der Ergebnisse:
Von 2004 bis 2006 wurde durch die Universität Halle-Wittenberg am ZTT Iden der LLFG Sachsen-Anhalt ein Versuch zur Weidemast von Rindern auf 26 ha extensiv ökologisch bewirtschaftetem Dauergrünland in zwei Düngungsstufen (0 und 70 kg N/ha) durchgeführt. Die jährlich zwei Versuchsherden bestanden aus je circa 30 Absetzern (Ochsen und Färsen) üblicher Gebrauchskreuzungen (2004; tragende HF-Färsen). Der Tierbesatz lag bei max. 1 - 1,4 GV/ha. Die Versuchsflächen (vier Koppeln/Herde) lagen auf drei, bezüglich Bodenart, Feuchtigkeit und Pflanzenbestand, unterschiedlichen Standorten. Die Artenzahl war vom vorhandenen Pflanzenbestand zu Versuchsbeginn abhängig. Ein Flächentyp (Ansaatgrünland, leichter Boden) zeigte sich äußerst problematisch hinsichtlich Pflanzenbestand und Ertrag. Im überständigen Aufwuchs wurden vorwiegend Blattmasse enthaltende Bestandesschichten bevorzugt und Stängel und Blüten verschmäht. Die Energiekonzentrationen und Verdaulichkeiten des aufgenommenen Futters lagen deutlich über denen im Mittel des Futterangebotes, wobei der Unterschied besonders gegen Ende einer Teilflächenbeweidung deutlich wurde. Die Tiere waren in der Lage, durch die Futterselektion sehr lange ein hohes Qualitätsniveau zu halten und somit rückläufige Qualitätsentwicklungen zu einem guten Teil auszugleichen. Die Alkanmethode erwies sich mit der Unterscheidung nach Artengruppen und für Untersuchungen von teils überständigen Pflanzenaufwüchsen zur Ermittlung einer artengruppenspezifischen Futterselektion als ungeeignet. Bezüglich des Tierverhaltens konnten zwischen beiden Herden signifikante, geringfügige Unterschiede festgestellt werden. Die mittleren Lebendmassezunahmen lagen bei über 800 g pro Tag und waren hinsichtlich der Düngungsvarianten nicht signifikant unterschiedlich. Die Schlachtkörper sowohl der Ochsen wurden mit U und R (Fleischigkeit) eingestuft. Bei über 80 % der Tiere wurde die angestrebte Fettklasse 3 erzielt.
Links zu Projektergebnissen:
Ergebnisse bei Organic eprints...
Ergebnisse bei Oekolandbau.de...
Symbolerläuterung:
Diese Projekte sind noch in Bearbeitung.
Diese Projekte sind abgeschlossen.



