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Projektliste Forschungs- und Entwicklungsvorhaben
Tier - Tierernährung
Projekt:
Einsatz von Getreidekeimen in der Geflügelfütterung
FKZ: |
Laufzeit: |
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|---|---|---|
| 02OE663 | 01-10-2002 bis 29-02-2004 |
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Ausführende Stelle:
Universität Kassel
Fachgebiet Nutztierethologie und Tierhaltung
Nordbahnhofstraße 1a
37213 Witzenhausen
Ansprechpartner: Prof. Dr. Ute Knierim
Telefon: 05542/9816-47
Email: Knierim@wiz.uni-kassel.de
Kooperationspartner:
Bundesanstalt für Züchtungsforschung an Kulturpflanzen, Institut für Stressphysiologie und Rohstoffqualität OWISAN, Biotechnische Entwicklungen und Vertrieb OHG, Innovationszentrum Georg-August-Universität Göttingen, Tierärztliches Institut
Kurzportrait:
Im Rahmen eines Fütterungsversuches mit Küken, Jung- und Legehennen wird überprüft, inwieweit der Einsatz von gekeimtem Getreide (im Versuch: Weizen) es ermöglicht, Bio-Futtermischungen für die genannten Altersabschnitte zu erstellen und einzusetzen, die zu 100 % aus ökologisch produzierten Komponenten bestehen. In zwei zeitlich versetzten Durchgängen werden in vier Abteilen jeweils 55 Küken eingestallt und bis zur 31. Lebenswoche gehalten. Ein Abteil erhält Kontrollrationen ohne, die drei anderen Rationen mit gekeimten Samen. Die technische Einrichtung und Programmierung des für den Versuch notwendigen Keimautomaten erfolgt in Kooperation mit der Firma OWISAN. Die Analytik der regelmäßig entnommenen Futterproben erfolgt durch den Kooperationspartner, dem Institut für Stressphysiologie und Rohstoffqualität, Prof. Dr. Flamme, BAZ.
Kurzfassung der Ergebnisse:
Für eine Geflügelfütterung mit 100 % ökologisch erzeugten Komponenten muss Ersatz für bisher eingesetzte hochwertige konventionelle Eiweißträger gefunden werden. Es wurde geprüft, inwieweit gekeimter Weizen zur Proteinversorgung von Küken, Jung- und Legehennen beitragen kann, und ob solche Bio-Rationen bedarfsgerecht sind. In zehn Bodenhaltungsstallabteilen ohne Außenauslauf wurden jeweils 19 Hennen und ein Hahn zweier Herkünfte (Lohmann Tradition = LT, ISA Brown) vom Schlupf bis zur 40. Lebenswoche (LW) bei einer Besatzdichte von 5 Tieren/qm (ab der 5. LW) gehalten. Acht Versuchsgruppen wurden kombiniert mit 100 % Bio-Ergänzer und Weizenkeimen (4 Gruppen) oder -körnern (4 Gruppen) gefüttert, zwei mit Alleinfutter mit bis zu 15 % konventionellen Kom-ponenten. Die 48-stündige Keimung des Weizens führte zu keinen Änderungen in den Gehalten der Rohnährstoffe, außer Stärke und Zucker, und damit auch zu keiner Verbesserung der Proteinversorgung der Tiere. Einige Vitamingehalte (B1, B2, K, C) und der Gehalt der essentiellen Linolensäure stiegen an. Es gab keine signifikanten Unterschiede zwischen den Versuchsgruppen und Herkünften in der Legeleistung, verschiedenen Eiqualitätsparametern und im Gefiederzustand, außer einer Tendenz zu höheren Eigewichten in der Keimfütterungsgruppe und höheren Lebendgewichten der LT-Hennen in der 14. und 21. LW. Auch bei 100 % Bio-Fütterung war der Gesundheits- und Gefiederzustand der Tiere sehr gut und die Leistungen befriedigend. Biophotonenmessungen ergaben signifikant höhere Dotter-Lumineszenz-Werte als bei zugekauften Eiern aus konventioneller Boden- und Käfighaltung. Nochmals höhere Werte bei den Eiern der Alleinfuttergruppe deuteten möglicherweise darauf hin, dass die 100 % Bio-Fütterung weniger bedarfsgerecht war. Zudem bestand beim 100 % Bio-Ergänzer ein hoher Futterverbrauch, teilweise verursacht durch eine höhere Futtervergeudung. Der Nährstoffbedarf von ökologisch gehaltenen Jung- und Legehennen bedarf weiterer Untersuchungen.
Links zu Projektergebnissen:
Ergebnisse bei Organic eprints...
Ergebnisse bei Oekolandbau.de...
Symbolerläuterung:
Diese Projekte sind noch in Bearbeitung.
Diese Projekte sind abgeschlossen.



