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Projektliste Forschungs- und Entwicklungsvorhaben

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Tier - Tierernährung

Projekt:

Ackerbohnen als Futterkomponente des ökologischen Landbaus für Masthühner-Elterntiere und verschiedene Mastbroilerherkünfte

FKZ:

Laufzeit:

 
02OE622 01-09-2002 bis 29-02-2004 Dieses Projekt ist abgeschlossen.

Ausführende Stelle:

Georg-August-Universität Göttingen, Forschungs- und Studienzentrum für Landwirtschaft und Umwelt, Grisebachstr. 6, 37077 Göttingen Ansprechpartner: Prof. Dr. Hansjörg Abel Telefon: 0551/393359 Email: habel@gwdg.de

Kooperationspartner:

Georg-August-Universität Göttingen, Institut für Tierzucht und Haustiergenetik Justus-Liebig-Universität Giessen, Institut für Veterinärpathologie

Kurzportrait:

Ziel der Untersuchungen ist die Eignung der Ackerbohnen mit reduziertem Pyrimidinglycosidgehalten als Futterkomponente für Broilerelterntiere und Mastbroiler. Geprüft werden soll der Einfluss der Ackerbohnen auf die Legeleistung, die Eiqualität, die Befruchtungsrate, die Schlupfrate sowie die Mast- und Schlachtleistungen von Broilern. Untersucht wird, ob sich die Elterntierfütterung mit unterschiedlich vicinhaltigen Ackerbohnen auf die Mast- und Schlachtleistung der Nachkommen auswirkt und ob es einen Einfluss der ackerbohnenreichen Fütterung auf histologische Organ- und Gewebeparameter gibt. Gehalten werden die Tiere in Bodenhaltung mit Auslauf bis zur 42. Lebenswoche. Die Einteilung der 6 Versuchsgruppen erfolgt zu je 40 Hennen und 5 Hähnen und die Tiere werden mit 3 Fütterungsvarianten (3x2 Gruppen): Soja-Getreide-Mischung (Kontrolle), Ackerbohnenmischung Vicin (15 % Scirocco), Ackerbohnenmischung Vicinarm (15 % Divine) versorgt. Als Parameter werden die Legeleistung, die Körpergewichtsentwicklung, die Futteraufnahme, die Gefiederbeschaffenheit und die Eiqualität erfasst. Außerdem werden Untersuchungen zur Eignung verschiedener langsam wachsender Broilerherkünfte für die Mast mit ackerbohnenreichen Futtermischungen durchgeführt. Die Mastdauer der langsam wachsenden Broilerherkünfte beträgt 12 Wochen. Es erfolgen 2 Durchgänge und pro Durchgang werden 30 Tiere eingestallt. Als Parameter werden ebenfalls Mastleistung, Körperkondition, Schlachtleistung sowie histologischen Organ- und Gewebeuntersuchungen erfasst.

Kurzfassung der Ergebnisse:

Es wurden die Wirkungen ackerbohnenreicher Fütterung bei Hubbard ISA 57 Mastelterntieren und ihren Nachkommen sowie bei Mastbroilern der Herkünfte ISA 657, ISA 957 und ISA Red JA auf die Legeleistung, Bruteiqualität, Mast- und Schlachtleistung, die Futterverwertung sowie auf morphophysiologische und histomorphometrische Kenngrößen der Dünndarmmucosa, der Leber und des Pankreas unter den Bedingungen des ökologischen Landbaus untersucht. Bei Mastelterntieren führten Vicin-/convicinreiche Ackerbohnen (15% im Futter) gegenüber vicin-/convicinarmen Ackerbohnen oder ackerbohnenfreier Kontrollfütterung zu verminderten Eigewichten, Bruteiqualitäten und Schlupfgewichten. Niedrigere Schlupfgewichte hatten zum Mastbeginn niedrigere Zunahmen der Küken zur Folge, die jedoch bis zum Ende einer 12wöchigen Mastperiode ausgeglichen wurden und ohne Einfluss auf die Schlachtleistungen blieben. Bei langsam wachsenden Mastbroilern verschiedener genetischer Herkunft wirkten sich Ackerbohnen (bis 30% im Futter) mit hohen oder niedrigen Gehalten an Vicin und/oder Tanninen nicht unterschiedlich auf die Futterakzeptanz sowie die Mast- und Schlachtleistungen aus. Histomorphometrische Messungen an der Dünndarmmucosa und histomorphologische Untersuchungen der Lebern zeigten keine pathologischen Veränderungen bei den Tieren, deuten jedoch darauf hin, dass die tannin- und vicin-/convicinreiche Ackerbohnensorte gegenüber vicin-/convicin- bzw. tanninarmen Ackerbohnen eine geringere intermediäre Energie- und Nährstoffverfügbarkeit für die Retention im Tierkörper zur Folge hatte. Aufgrund der Ergebnisse können Mastelterntiere ohne Leistungseinbußen mit deutlich höheren als bislang empfohlenen Mengen an Ackerbohnen gefüttert werden, sofern vicin-/convicinarme Sorten Verwendung finden. Bei langsam wachsenden Mastbroilern sind im ökologischen Landbau bis zu 30% Ackerbohnen im Futter problemlos einsetzbar.

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