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Projektliste Forschungs- und Entwicklungsvorhaben

Tier - Tierernährung

Projekt:

Nährstoffverfügbarkeit und Nährstoffnutzung von klee- und kräuterreichen Aufwüchsen ökologisch bewirtschafteten Graslandes entlang der Produktionskette Erzeugung - Konservierung - Verdauung

FKZ:

Laufzeit:

 
02OE621 01-09-2002 bis 31-12-2003 Dieses Projekt ist abgeschlossen.

Ausführende Stelle:

Georg-August-Universität Göttingen
Forschungs- und Studienzentrum für Landwirtschaft und Umwelt
Grisebachstr. 6
37077 Göttingen
Ansprechpartner: Prof. Dr. Johannes Isselstein
Telefon: 0551/3922253
Email: jissels@gwdg.de

Kooperationspartner:

Georg-August-Universität Göttingen

Kurzportrait:

Ziel ist es, die in der Praxis unbefriedigenden Grünlandleistungen ökologisch wirtschaftender Futterbaubetriebe zu verbessern. Effektive Verwertung des Grünlandes ist für diese Betriebe besonders wichtig, da Zukauffuttermittel teuer sind und der Ackerfutterbau hohe Opportunitätskosten verursacht. Entlang der Produktionskette “Futterbau - Futterkonservierung als Silage - Futterqualität - Stoffumsetzungen im Pansen” sollen auf der Basis von definierten Graslandaufwüchsen (Exakt-Parzellenversuche) die Ertragsfähigkeit, die Konservierungseigenschaften und Futterwerte für Wiederkäuer untersucht werden. Im Ökologischen Landbau verstärkt anzutreffende Pflanzenbestände mit Weißklee und Grünlandkräutern stehen dabei im Mittelpunkt. Die Qualität des frischen Futters und von Laborsilagen wird mit einer relevanten Auswahl chemisch-analytischer Verfahren geschätzt; zusätzlich wird die Pansensimulationstechnik Rusitec eingesetzt. Die Ergebnisse werden eine verbesserte Bewertung des ernährungsphysiologischen Potentials des Grünlands im Ökologischen Landbau ermöglichen.

Kurzfassung der Ergebnisse:

Ziel des Vorhabens war es, kräuterreiche Grünlandaufwüchse, die im Ökologischen Landbau eine große Bedeutung haben, im Hinblick auf die Futterqualität und die Tierernährung zu bewerten. Für Frühjahrs- und Sommeraufwüchse wurden die Futterqualitäts- und Konservierungseigenschaften eines ungedüngten kräuterreichen Grünlandes und eines ungedüngten Weißklee-Weidelgrasbestandes mit dem eines mit mineralischem Stickstoff gedüngten reinen Weidelgrasbestandes (konventionelle Vergleichsvariante) verglichen. Beim kräuterreichen Grünland bestand der Kräuteranteil aus den feinblättrigen Arten Löwenzahn und Spitzwegerich. Futter wurde im Labormaßstab einsiliert und die Gärfähigkeit sowie die Silagequalität ermittelt. Die Verdauungsphysiologie wurde anhand der Pansensimulationstechnik ‚Rusitec’ studiert. Die kräuterreichen Aufwüchse wiesen eine im Vergleich zum reinen Grasbestand gute Siliereignung und Silagequalität auf mit geringen Ammoniakgehalten und niedrigem Proteinabbau. Kräuterreiches Futter enthielt weniger Rohprotein und Gerüstsubstanzen. Bei der Enzymlöslichkeit der organischen Substanz (ELOS) und der energetischen Bewertung (HFT) traten keine signifikanten Unterschiede zwischen den Varianten auf. Dagegen erwiesen sich die Silagen aus kräuterreichen Aufwüchsen in der Pansensimulation als geringer abbaubar, die mikrobielle Zell- bzw. Proteinsynthese war im Vergleich zur Gras-Klee-Variante und insbesondere gegenüber der Grasvariante vermindert. Die Ergebnisse weisen auf ein hohes, N-effizientes Verwertungspotential kräuterreicher Grünlandaufwüchse in der Wiederkäuerfütterung hin. Es bleibt zu klären, ob die nicht mikrobiell im Pansen abbaubaren Futterbestandteile postruminal zur Energie- und Nährstoffversorgung des Wiederkäuers beizutragen vermögen.

Links zu Projektergebnissen:

Ergebnisse dieses Projektes bei Organic eprints...Ergebnisse bei Organic eprints...

Ergebnisse dieses Projektes bei Oekolandbau.de ...Ergebnisse bei Oekolandbau.de...



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