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Projektliste Forschungs- und Entwicklungsvorhaben
Tier - Tiergesundheit
Projekt:
Präventive Tiergesundheitskonzepte in der ökologischen Milchviehhaltung
FKZ: |
Laufzeit: |
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|---|---|---|
| 02OE612 | 01-10-2002 bis 31-03-2004 |
|
Ausführende Stelle:
Georg-August-Universität Göttingen
Forschungs- und Studienzentrum für Veredelungswirtschaft Weser-Ems
Driverstraße 22
49377 Vechta
Ansprechpartner: Prof. Dr. Christoph Winckler
Telefon: 04441/15-215
Email: christoph.winckler@boku.ac.at
Kurzportrait:
Ziel ist es, präventive Maßnahmen bezüglich der wichtigen Erkrankungsgruppen Mastitis, Lahmheiten und Stoffwechselstörungen in der ökologischen Milchviehhaltung zu erfassen, die tatsächliche Tiergesundheitssituation zu erheben sowie präventive Tiergesundheitskonzepte weiterzuentwickeln und der Beratungspraxis zur Verfügung zu stellen. Die Vorgehensweise basiert auf einer eingehenden Literaturrecherche, einer Fragebogenbefragung von 750 Betrieben zu präventiven Maßnahmen, Datenerhebungen in 50 Fokusbetrieben und einer bundesweiten Befragung von BeraterInnen und TierärztInnen. Aus dem Datenmaterial sollen Handlungsempfehlungen für die landwirtschaftliche Praxis in Form von Maßnahmenkatalogen und Checklisten abgeleitet und die Ergebnisse in einem Workshop diskutiert werden.
Kurzfassung der Ergebnisse:
Ziel war es, mittels einer Fragebogenerhebung (n=1000), Untersuchungen in Praxisbetrieben (n=50) sowie einer Expertenbefragung den Status quo der Tiergesundheitssituation in der ökologischen Milchviehhaltung zu erfassen, mögliche Beziehungen zu Haltungsbedingungen und vorbeugenden Maßnahmen zu untersuchen sowie Entwicklungsperspektiven für Tiergesundheitskonzepte aufzuzeigen. In den repräsentativ ausgewählten Untersuchungsbetrieben betrug die durchschnittliche Behandlungsinzidenz für Mastitis 33 % (0-101 %). Bei der Einzelbetrachtung von vorbeugenden Maßnahmen (Zitzendesinfektion etc.) konnte in der überwiegenden Zahl der Fälle kein positiver Effekt auf die Mastitisinzidenz festgestellt werden; das Vorhandensein einer Anrüstautomatik zeigte dabei die deutlichsten Effekte. Diese Ergebnisse sind jedoch mit Vorbehalt zu betrachten, da aufgrund der geringen Stichprobengröße keine multivariate Analyse erfolgen konnte. Die mittlere Lahmheitsprävalenz betrug 18% (2–53 %). In Boxenlaufställen gehaltene Herden wiesen signifikant höhere Prävalenzen (20 %, 4-53 %) auf als Herden in Laufställen mit freier eingestreuter Liegefläche (10 %, 2-19 %; p<0.01, Mann-Whitney-U). Zudem bestanden Zusammenhänge mit Mängeln in der Haltungsumwelt wie unzureichende Verformbarkeit des Liegeuntergrunds. Die Häufigkeit von Stoffwechselstörungen zeigte ein hohes Maß an Variabilität zwischen Betrieben. Die Gebärpareseinzidenz bewegte sich zwischen 0 und 25 % (MW 5,9 %), während klinische Ketosen (0–12 %), Azidosen (0–11 %) und Labmagenverlagerungen (0–2 %) deutlich seltener auftraten. Die Ergebnisse der vorliegenden Untersuchung bestätigen, dass Produktionskrankheiten wie Mastitis, Lahmheiten und Stoffwechselstörungen in der ökologischen Milchviehhaltung eine zentrale Rolle spielen. In der Expertenbefragung wurde besonders der Bedarf nach verstärktem Wissenstransfer in die Praxis herausgestellt.
Links zu Projektergebnissen:
Ergebnisse bei Organic eprints...
Ergebnisse bei Oekolandbau.de...
Symbolerläuterung:
Diese Projekte sind noch in Bearbeitung.
Diese Projekte sind abgeschlossen.



