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Projektliste Forschungs- und Entwicklungsvorhaben
Tier - Tiergesundheit
Projekt:
Qualitätssicherung und Verbraucherschutz bei ökologisch erzeugtem Schweinefleisch
FKZ: |
Laufzeit: |
|
|---|---|---|
| 02OE453 | 01-10-2002 bis 31-01-2004 |
|
Ausführende Stelle:
Universität Kassel
Fachgebiet Tierernährung/Tiergesundheit
Nordbahnhofstraße 1a
37213 Witzenhausen
Ansprechpartner: Prof. Dr. Albert Sundrum
Telefon: 05542/98 1710
Email: sundrum@wiz.uni-kassel.de
Kooperationspartner:
Staatliches Medizinal-, Lebensmittel- und Veterinäruntersuchungsamt, Nordhessen
Kurzportrait:
Ziel ist es, die derzeit am Schlachthof Fulda für das Unternehmen tegut angelieferten Schweine von circa 20 ökologisch wirtschaftenden Betrieben hinsichtlich der Schlachtkörperqualitäten und der Organbefunde systematisch zu erfassen. Parallel sollen auf den zuliefernden Erzeugerbetrieben Erhebungen zum jeweils praktizierten Tiergesundheitsmanagement durchgeführt werden. Anhand der Erhebungen sollen die spezifischen, für die ökologische Schweinehaltung bestehenden Risikofaktoren hinsichtlich der Tiergesundheit identifiziert werden. Die Umsetzung eines tierhygienischen Minimal-Programms soll im Hinblick auf Wirksamkeit und Aufwand-Nutzen-Relation untersucht werden. Die Ergebnisse sollen in einen Leitfaden für die landwirtschaftliche Praxis zur Kontrolle und Reduzierung von Gesundheitsproblemen auf ökologisch wirtschaftenden Schweinebetrieben eingearbeitet werden.
Kurzfassung der Ergebnisse:
Im Rahmen eines Forschungsvorhabens wurde der Tiergesundheitsstatus und das Gesundheitsmanagement auf 21 ökologisch wirtschaftenden Betrieben sowie die Schlachtkörpermerkmale und Organbefunde von 3.989 Mastschweinen untersucht. Lediglich 10,5 % der Lungen wiesen mittel- bis hochgradige Veränderungen auf. Für die konventionelle Vergleichsgruppe (n = 46.535) wurde ein Anteil von 11,5 % ermittelt. Parasitär bedingte pathologische Veränderungen an den Lebern wurden bei 65,2 % der Öko-Schweine gefunden. Demgegenüber wiesen die konventionell gehaltenen Tiere mit 41,1 % eine signifikant niedrigere Befundrate auf. Stichprobenuntersuchungen zu den Antikörpergehalten gegen Mykoplasmen und Salmonellen wiesen auf einen Kontakt der Tiere mit den Erregern auf den Betrieben hin. Bei der Klassifizierung der Schlachtkörper wurden 46 % der Schlachtkörper in „E“, 30 % in „U“, 19 % in „R“, 4 % in „O“ und 1 % in „P“ eingruppiert. Der durchschnittliche intramuskuläre Fettgehalt lag bei 1,53 % und wies eine große Variation zwischen den Betrieben auf. Fast alle Schlachtkörper (95,4 %) erreichten im Muskelfleisch einen pH1-Wert von ³ 6,0. Defizite im Management wurden vor allem hinsichtlich der Fütterung festgestellt. Betriebe, welche die empfohlenen Maßnahmen zur Verringerung der Parasitenbelastung konsequent umsetzten, konnten eine signifikante Abnahme der Leberbefunde erreichen. Die Ergebnisse der Erhebungen zeigen, dass die untersuchten Betriebe den hohen Anforderungen der ökologischen Tierhaltung an das Management und an die Qualitätssicherung nicht in allen Punkten gerecht wurden. Unzureichende Honorierung der Erzeugung über den Marktpreis und fehlende Gesundheits- und Qualitätskontrollen dürften für bestehende Defizite mitverantwortlich sein. Sie bieten gleichzeitig Ansätze für eine kurzfristige Verbesserung der aktuellen Situation.
Links zu Projektergebnissen:
Ergebnisse bei Organic eprints...
Ergebnisse bei Oekolandbau.de...
Symbolerläuterung:
Diese Projekte sind noch in Bearbeitung.
Diese Projekte sind abgeschlossen.



