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Projektliste Forschungs- und Entwicklungsvorhaben

Tier - Tiergesundheit

Projekt:

Untersuchungen zur Herstellung eines Impfstoffes bzw. Erprobung alternativer Möglichkeiten zur Bekämpfung der Histomoniasis, Etablierung eines Impfprogramms zur Bekämpfung von Salmonellen bei Legehennen in ökologischer Haltungsform

FKZ:

Laufzeit:

 
02OE407 01-07-2002 bis 31-10-2003 Dieses Projekt ist abgeschlossen.

Ausführende Stelle:

Freie Universität Berlin, Institut für Geflügelkrankheiten, Königsweg 63, 14163 Berlin Ansprechpartner: Prof. Dr. M. Hafez Telefon: 030/83853862 Email: hafez@zedat.fu-berlin.de

Kurzportrait:

Zu den Versuchen zur Herstellung eines Impfstoffes gegen Histomonas meleagridis gehören die Etablierung eines Isolierungs- verfahrens, die Etablierung eines serologischen Nachweisverfahrens, die Inaktivierungsversuche in vitro, Überprüfung der Wirksamkeit in vivo, Etablierung eines Attenuierungsverfahrens in vitro, Überprüfung der Restpathogenität der attenuierten Isolate und die Überprüfung der Schutzwirkung inaktivierter Erreger in vivo. Im Falle einer erfolgreichen Etablierung der Methode zu den serologischen Nachweisverfahren werden wöchentlich Blutproben entnommen und serologische Antikörper gegen H. meleagridis untersucht. Ferner werden Verlaufsuntersuchungen über das Vorkommen von Histomoniasis in Öko-Geflügelbetrieben durchgeführt. Zur Etablierung eines Impfprogramms zur Bekämpfung von Salmonellen bei Legehennen in ökologischer Haltungsform gehören ebenfalls Verlaufsuntersuchungen über das Vorkommen von Salmonellen in Öko-Geflügelbetrieben. Zusätzlich sollen unterschiedliche Impfprogramme mit zugelassenen Impfstoffen in Aufzuchtbetrieben erprobt werden.

Kurzfassung der Ergebnisse:

In den Vorversuchen stellte sich die Diagnose der Histomoniasis wesentlich komplizierter als angenommen dar. Der direkte Nachweis von Histomonas meleagridis aus Blinddarminhalt wird durch das Vorkommen von nicht pathogenen Histomonas wenrichi sowie verschiedenen anderen Flagellaten, die Blinddärme besiedeln, erschwert. Dies führt zu einer unsicheren Diagnose, insbesondere bei Legehennen, bei denen hauptsächlich nicht charakteristische Leberveränderungen ohne Blinddarmbefund vorlagen. Zunächst wurden Versuche zur Isolierung und zur Erhaltung von Histomonaden in Reinkultur zur Etablierung eines indirekten Nachweisverfahrens bzw. zur Herstellung eines Impfstoffes erprobt. Die Versuche brachten viele unerwartete Probleme. Unter anderem führten Versuche zur Unterbindung der Kontamination mit begleitenden Bakterien durch Supplementierung des Mediums mit Antibiotika zur Abtötung auch der Histomonaden, die sich angeblich von Bakterien ernähren. Es wurden Versuche zur Etablierung einer spezifischen nested PCR durchgeführt, um ein sicheres diagnostisches Verfahren zu erhalten, das in Zukunft für die weitere Arbeit von großer Bedeutung sein wird. Die Überprüfung der Spezifität mittels Restriktionsenzymanalyse, Sequenzierung der PCR Produkte und Dot-Blot Hybridisierung wurde uns durch die Verwendung von bekannten Histomonaden- Isolaten ermöglicht. Die etablierte PCR stellt jetzt ein sicheres und schnell durchführbares Verfahren zum routinemäßigen Nachweis von Histomonaden sowie zur Bestätigung konventioneller Nachweismethoden dar. Außerdem wurden Tiere aus von Histomonaden befallenen Herden seziert. Proben wurden mittels Direktnachweis, Isolierung in der Kultur, Histologie und PCR untersucht und die Ergebnisse verglichen. Des weiteren wurden Übertragungsversuche durchgeführt. Sie dienten der Erhaltung von Histomonaden-Isolaten und sowie der Feststellung möglicher Infektionswege. Die erzielten Ergebnisse zeigten, dass die Infektion nicht durch orale Aufnahme erfolgt, sondern eher durch aufsteigende Infektionen über die Kloake. Die Erhaltung der Isolate im Übertragungsversuch ist jedoch eine ungeeignete Methode der Erregervermehrung zur Impfstoffherstellung. Geplant sind weitere Versuche zur Herstellung von eventuell auf DNA-Basis hergestellten Impfstoffen.

Links zu Projektergebnissen:

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