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Projektliste Forschungs- und Entwicklungsvorhaben

Tier - Tierernährung

Projekt:

Ernährungsphysiologische Bewertung von Öko-Futtermitteln für Schweine

FKZ:

Laufzeit:

 
02OE209 01-06-2002 bis 31-05-2004 Dieses Projekt ist abgeschlossen.

Ausführende Stelle:

Georg-August-Universität Göttingen, Forschungs- und Studienzentrum für Landwirtschaft und Umwelt, Grisebachstr. 6, 37077 Göttingen Ansprechpartner: Prof. Dr. Hansjörg Abel Telefon: 0551/393359 Email: habel@gwdg.de

Kooperationspartner:

Georg-August-Universität Göttingen, Institut für Agrikulturchemie Stiftung Tierärztliche Hochschule Hannover, Physiologisches Institut Georg-August-Universität Göttingen, Institut für Tierphysiologie und Tierernährung

Kurzportrait:

Ziel ist die Erstellung von Fakten und Argumenten für ernährungsphysiologische Wirkungen von Ökofuttermitteln. Durch Einbeziehung von Tieren verschiedener genetischer Herkünfte sollen Grundlagen für Ökofuttermittel-tierbezogene Produktionssysteme geschaffen werden. Das Getreide und die Körnerleguminosen werden auf universitären, umgestellten Versuchsflächen nach ökologischen und konventionellen Richtlinien erzeugt. In den Produkten werden neben den üblichen Nährstoffanalysen die Gehalte und Zusammensetzungen der Gerüstsubstanzen differenziert bestimmt. Die Futterdurchgangszeiten werden mittels Markermethoden bestimmt. Am Ende der mit den jeweiligen Futtermischungen fortgesetzten Mast werden beim Schlachten Einzelsegmente der Intestinaltrakte herausgetrennt und abgeschnürt. Die Inhalte der Segmente werden auf Fermentationsprodukte (Lactat, flüchtige Fettsäuren) und mikrobielle Aktivität (Adenylate-Energy-Charge AEC) sowie mittels batch-Kulturen in vitro untersucht. Der Caecuminhalt wird sofort nach der Schlachtung der Tiere in Thermobehälter verbracht und auf schnellstem Wege zum Physiologischen Institut der Tierärztlichen Hochschule Hannover transportiert. Dort erfolgen Untersuchungen mittels der Colon-Simulationstechnik (Cositec) mit Darminhalt der Schlachttiere als Inokulum. Cositec arbeitet im Gegensatz zu diskontinuierlichen batch-Kulturen kontinuierlich, wobei die entstehenden Bakterienmassen und Fermentationsprodukte (flüchtige Fettsäuren, Fermentationsgase) ständig entfernt und für weitere Analysen aufgefangen werden können.

Kurzfassung der Ergebnisse:

Es wurden Nährstoffanalysen an ökologisch und konventionell angebauten Weizen-, Gerste- und Ackerbohnensorten durchgeführt. Im Vergleich zum konventionellen Anbau führte der ökologische Anbau bei Weizen und Gerste zu niedrigeren Rohprotein- sowie höheren Stärke- und Fasergehalten. Bei Ackerbohnen ergaben sich tendenziell ähnliche Veränderungen, die Stärkegehalte wurden jedoch bei ökologischer Anbauweise gesenkt. In Stoffwechselversuchen wurden „Schwäbisch Hällische“ (SH), „Bunte Bentheimer“ (BB) und moderne Gebrauchskreuzungsschweine (CB) mit jeweils einer Grundration und einer Zulageration (+Zuckerrübentrockenschnitzel) versorgt. Mit der Grundration erhielten die Schweine 80% des Energie- und 100% des Aminosäurenbedarfs für tägliche Zunahmen von 700g. Das Energiedefizit sollte durch die Schnitzelzulage gedeckt werden. Am Ende der Stoffwechselperioden wurden die Schweine geschlachtet, Fermentationsintensitäten im Caecum bestimmt und für transportphysiologische Messungen (Ussing-Kammer-Verfahren) Mucosaproben vom mittleren Jejunum und Colon entnommen. Die Nicht-Stärke-Polysaccharide der Faserzulage waren hoch verdaulich und bewirkten niedrigere Verdaulichkeiten aller übrigen Nährstoffe. Die N-Ausscheidungen über den Harn wurden gesenkt und die über den Kot gesteigert. CB retinierten höhere N-Mengen als SH und BB. Die Fermentationsintensität im Caecum stieg bei faserreich ernährten Schweine an. Die Schweineherkünfte unterschieden sich im Faserverwertungsvermögen. SH verdauten die geringsten Fasermengen. Die verdauungs- und transportphysiologischen Messungen deuten auf Unterschiede zwischen den Schweineherkünften im praecaecalen Verdauungstrakt hin. Aufgrund der erzielten Ergebnisse ist nicht – wie häufig unterstellt - davon auszugehen, dass Schweine alter Landrassen besser als moderne Gebrauchskreuzungsschweine für die Verwertung faserreicherer Futterrationen im Ökologischen Landbau geeignet sind.

Links zu Projektergebnissen:

Ergebnisse dieses Projektes bei Organic eprints...Ergebnisse bei Organic eprints...

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