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Projektliste Forschungs- und Entwicklungsvorhaben

Tier - Tierhaltung

Projekt:

Optimierte Kälbergruppenhaltung in der ökologischen Milchviehhaltung

FKZ:

Laufzeit:

 
02OE057 03-06-2002 bis 31-12-2004 Dieses Projekt ist abgeschlossen.

Ausführende Stelle:

Bundesforschungsanstalt für Landwirtschaft, Institut für Betriebstechnik und Bauforschung, Bundesallee 50, 38116 Braunschweig Ansprechpartner: Dr. Heiko Georg Telefon: 0531-5964329 Email: heiko.georg@fal.de

Kurzportrait:

Ziel des Vorhabens ist die Verbesserung der Gruppenhaltung von Kälbern in der ökologischen Milchviehhaltung. Kälber dürfen gemäß der EU-Verordnung 1804/1999 ab der 2. Woche nicht mehr in Einzelboxen gehalten werden und es muss ein Auslauf bzw. Weidegang angeboten werden. Tatsache ist, dass die Haltung von Kälbern auch in Betrieben des ökologischen Landbaus noch häufig in Einzelboxen oder unstrukturierten Buchten in umgenutzten Altgebäuden erfolgt und sich damit bislang kaum von der konventionellen Haltung unterscheidet. Innerhalb des Projekts soll dieser Ist-Zustand erfasst und dargestellt werden. Darüber hinaus soll in einer optimierten Form der Kälbergruppenhaltung untersucht werden, wie Kälber ihren natürlichen Bedürfnissen entsprechend in einer angereicherten Haltungsumgebung mit anregend gestaltetem Auslaufbereich gehalten werden können. Die Ziele dieses Versuchsansatzes gehen über die reine Bedarfsabdeckung der Kälber hinaus. Die Tiere sollen animiert werden herumzutoben, spielerische Aktivitäten entwickeln und zur Erkundung ihrer Umgebung angeregt werden. Ein weiteres Ziel ist die Reduzierung des gegenseitigen Besaugens als nachteilige Wirkung von Tränkeautomaten. In einem dritten, wiederum praktischen Versuchsansatz soll eine vollständig aus ökologischen Sandwichelementen hergestellte Großraumhütte mit Grasdach zum Thema untersucht werden. Im Vergleich zum konventionellen Haltungssystem aus glasfaserverstärkten Kunststoffen für Kälber werden die Wirkung auf das Raumklima, der Effekt auf die Tiere (Hitzestress) und die Materialeigenschaften näher betrachtet. Die Ergebnisse werden in engem Kontakt zur Praxis ermittelt, interessierte Landwirte und Berater sind projektbegleitend über Workshops zu einzelnen Projektabschnitten integriert.

Kurzfassung der Ergebnisse:

Ökologische Milchviehbetriebe sind verpflichtet, Kälber nach der ersten Lebenswoche in Gruppen zu halten, oftmals verbunden mit dem Nachteil gegenseitigen Besaugens. Mit der Zielsetzung, das gegenseitige Besaugen nach der Milchaufnahme zu reduzieren, wurde in einem Projekt Untersuchung zur ökologischen Kälbergruppenhaltung mit 168 weiblichen Kälbern untersucht, wie sich eine veränderte Tränkestandgestaltung mit ausgestaltetem Nachtränkebereich auf das gegenseitige Besaugen auswirkt. Die Kälber wurden mit Vollmilch bis zur 12. Woche getränkt. Anhand der Versuchsergebnisse aus sechs Wiederholungen konnte nachgewiesen werden, dass durch die optimierte Tränkestandgestaltung mit Nachtränkebereich 12 % der Kälber gegenseitiges Besaugen zeigten im Vergleich zu 60 % in der Kontrollgruppe. Die Intensität des Besaugens, gemessen als Anzahl der Saugaktionen bezogen auf 100 Kälber je Milchmahlzeit wuchs in der Kontrollgruppe von 80 auf 200 an, während die optimierte Gruppe konstante Werte von 9 – 22 Besaugaktionen aufwies. Für die Gruppenhaltung von Kälbern nach dem Absetzen bis zu einem Alter von 6 Monaten bieten sich Großraumhütten an. In einer weiteren Untersuchung wurden Großraumhütten aus glasfaserverstärktem Kunststoff (GFK) und nachwachsenden Rohstoffen (Leicht-Natursandwich = LNS) im Hinblick auf Mikroklima sowie Haltbarkeit und Funktionalität miteinander verglichen. Unter sonst gleichen Bedingungen wurden zwei GFK- und zwei LNS-Großraumhütten verwendet, die mit 16 Gruppen zu je 6 Kälbern belegt wurden. Zur Bewertung der Hütten wurden Schadgase in Hütten gemessen, Klimaparameter (Temperatur und Luftfeuchte) bestimmt und Funktionalität und Haltbarkeit im praktischen Betrieb erprobt. Durch die natürlichen Dämmeigenschaften wurde das Klima in den LNS-Kälberhütten verbessert, indem eine schnelle Aufheizung vermieden wurde und kein Kondensat an den Innenwänden entstand. Für das verwendete Gründach konnte ein zusätzlicher Klimaeffekt in der Sommerphase nachgewiesen werden.

Links zu Projektergebnissen:

Ergebnisse dieses Projektes bei Organic eprints...Ergebnisse bei Organic eprints...

Ergebnisse dieses Projektes bei Oekolandbau.de ...Ergebnisse bei Oekolandbau.de...



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