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Projektliste Forschungs- und Entwicklungsvorhaben

Tier - Tierernährung

Projekt:

Steigerung des Gehaltes an nutzbarem Protein bei Körnerleguminosen mittels ökologisch konformer technischer Bearbeitungsverfahren zur Förderung von Gesundheit und Leistungsfähigkeit von Hochleistungskühen im ökologischen Landbau

FKZ:

Laufzeit:

 
02OE005 01-10-2002 bis 31-12-2003 Dieses Projekt ist abgeschlossen.

Ausführende Stelle:

Universität Hohenheim, Institut für Tierernährung, Emil-Wolff-Str. 8/10, 70599 Stuttgart Ansprechpartner: Prof. Dr. Dr. Winfried Drochner Telefon: 0711/ 459-24200 Email: drochner@uni-hohenheim.de

Kurzportrait:

Ziel ist die Steigerung des Gehaltes an nutzbarem Protein bei Ackerbohnen, Erbsen und Lupinen mittels ökologisch konformer technischer Bearbeitungsverfahren zur Förderung von Gesundheit und Leistung von Hochleistungskühen im ökologischen Landbau. Es sind drei Fütterungs- und Stoffwechselversuche geplant. Im ersten Versuch soll geprüft werden, welche Wirkung das druckthermische Behandeln (expandieren) von Erbsen im Vergleich zu unbehandelten Erbsen aufweist. Eine Ration, bestehend aus geschroteten Erbsen (roh/expandiert) als Eiweißträger, Heu, Öhmd, Gras- und Maissilage, wird an jeweils 30 Milchkühe und 4 fistulierte Kühe verfüttert. Parameter wie die Milchleistung und Milchzusammensetzung, die Futteraufnahme, das Gewicht und der Ernährungszustand werden kontinuierlich erfasst. Bei den fistulierten Kühen werden die Konzentrationen von Ammoniak, Hydrogencarbonat, Wasserstoffionen und flüchtigen Fettsäuren ermittelt. Zusätzlich wird die N- und Kohlenstoffausscheidung in Kot, Milch und Harn bestimmt und in einer Respirationsanlage die CH4 und CO2 Mengen gemessen (N/C-Bilanz). Der Einsatz tanninhaltiger Ackerbohnen als Proteinquelle, im Vergleich zu einer weißblühenden tanninfreien Ackerbohnensorte in der Ration ist der Inhalt des zweiten Fütterungsversuches. Ein grobes Anquetschen im Vergleich zu einer feinen Vermahlung der Lupine ist das Thema des dritten Fütterungsversuches. Überprüft werden soll im Hinblick auf die Art der Zerkleinerung der Einsatz einer blaublühenden Lupinensorte, die sich für den ökologischen Anbau eignet, da sie spätsaatverträglich und fusariumresistent ist.

Kurzfassung der Ergebnisse:

Ziel dieses Projekts war durch ökologisch konforme Behandlungsmethoden den Anteil an pansenstabilem Protein bei Körnerleguminosen zu erhöhen, um so einem Defizit an nutzbarem Rohprotein am Dünndarm vorzubeugen. Dafür wurde die thermische Behandlung von Erbsen, der Zerkleinerungsgrad von Lupinen und die Wirkung zweier Ackerbohnensorten mit unterschiedlichem Tanningehalt untersucht. Es konnten z.T. positive Effekte bei den in vitro und in situ Untersuchungen nachgewiesen werden, die sich jedoch wenig auf die tierische Leistung auswirkten. Durch die Hitzebehandlung von Erbsen konnte eine Steigerung der Milchleistung um 1,36 kg erreicht werden, ohne Rückgang der Milchinhaltsstoffe. Es zeigte sich jedoch, dass dieser Leistungsanstieg eher auf eine bessere Energieverfügbarkeit zurückzuführen war. So ergab sich beim in situ Rohproteinabbau nur eine geringe Reduzierung der Abbaubarkeit durch die Behandlung. In vitro erhöhte sich der Anteil an pansenstabilem Protein, der Gehalt blieb jedoch insgesamt niedrig. Bei unterschiedlichem Zerkleinerungsgrad von Lupinen wurden Milchleistung und Milchinhaltsstoffe kaum beeinflusst und auch in den Stoffwechselversuchen zeigten sich nur geringe Unterschiede. Die Verdaulichkeit der Rohfaser war bei der Ration mit den gequetschten Lupinen höher, was u.a. an besseren Bedingungen für die zellulolytischen Bakterien gelegen haben mag durch den im Vergleich höheren und stabileren pH-Wert. Bei dem Vergleich zweier Ackerbohnensorten zeigte sich ein starker Einfluss der Sortenwahl auf das Pansenmilieu der Kühe, welches bei der Ration mit der tanninhaltigen Sorte Samba stabiler war. Dennoch waren Milchleistung und Fettgehalt für beide Rationen gleich. Es kam dagegen zum Anstieg des Eiweißgehalts bei der tanninfreien Sorte Valeria und der insgesamt hohe Harnstoffgehalt der Milch war bei der Sorte Valeria signifikant erhöht.

Links zu Projektergebnissen:

Ergebnisse dieses Projektes bei Organic eprints...Ergebnisse bei Organic eprints...

Ergebnisse dieses Projektes bei Oekolandbau.de ...Ergebnisse bei Oekolandbau.de...



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