Name der Seite: Pflanze
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Autor: Geschäftsstelle Bundesprogramm Ökologischer Landbau in der Bundesanstalt für Landwirtschaft und Ernährung (BLE)
Stand: 10.09.2010
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Ertrag und Qualitätseigenschaften von Sommerweizen und Kartoffeln bei organischer Düngung tierischer Herkunft (Rottemist) und pflanzlicher Herkunft (Leguminosen)
FKZ: |
Laufzeit: |
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| 03OE179 | 01-03-2004 bis 15-03-2006 |
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Forschungsring für Biologisch-Dynamische Wirtschaftsweise e.V., Darmstadt, Brandschneise 5, 64295 Darmstadt Ansprechpartner: Dr. Joachim Raupp Telefon: 06155/8421-19 Email: raupp@ibdf.de
Auf Standorten mit sandigen Böden und trockenem Klima ist der Futterbau oftmals standortbedingt stark eingeschränkt, da die Ertragsleistung häufig zu gering ausfällt. Daher verfügen solche Betriebe oft über einen sehr geringen Viehbesatz oder wirtschaften generell viehlos, wodurch die Nutzung von Stallmist als Dünger mitsamt seinen positiven Auswirkungen auf Boden und Pflanzen (Nährstoff-versorgung, Humusersatz) meist gänzlich entfällt. Eine Alternative dazu könnten pflanzliche organische Dünger sein wie z.B. Leguminosen-Biomasse. Deren Effekte auf Boden und Pflanze im Vergleich zu Stallmist wurden bisher jedoch noch nicht rapräsentativ getestet. Dies stellt die Notwendigkeit dieses Projektes dar, durch welches überprüft werden soll, in wieweit es sich bei dem vegetabilen Dünger (hier Ackerbohnenschrot) um ein – zum Stallmist - gleichwertiges Düngemittel handelt. Somit ist Ziel dieses Projektes, mit einem pflanzlichen, organischen Dünger eine Düngungsalternative zu Stallmist zu untersuchen und zu bewerten sowie Düngungsempfehlungen für vieharme/viehlose landwirtschaftliche Betriebe zu geben.
In ökologischen Betrieben auf ertragsschwachen Standorten (z.B. sandige Böden,trockenes Klima) ist der Umfang des Tierbestandes häufig dadurch begrenzt, dassunter diesen Standortbedingungen nur eine limitierte Menge Futter erzeugt werden kann. Oft wirtschaften solche Betriebe vollständig viehlos. Die positiven Wirkungen von Stallmist sind somit nur bedingt oder überhaupt nicht nutzbar. Pflanzliche organische Dünger, wie z.B. Leguminosen-Blattmasse oder Körnerleguminosen-Schrote, könnten hier eine Alternative sein, wobei deren Effekte auf Ertrag und Qualität der Pflanzen sowie auf die Humusentwicklung der Böden im Vergleich zu Stallmist genau geprüft werden sollten.Dies war die Zielsetzung unseres Projektes. Am Beispiel von Ackerbohnenschrot wurde in einem Langzeitversuch, der seit 1996 betrieben wird, die Wirkung beider Düngerarten, jeweils mit einem Gesamtstickstoffgehalt von 100 kg ha-1, auf Sommerweizen (in 2004) und Kartoffeln (in 2005) verglichen. Zusätzlich waren Stallmistvarianten mit einer höheren Aufwandmenge (170 kg ha-1 N) und eine Mineraldüngervariante (100 kg ha-1 N) angelegt. Die organischen Dünger wurden jeweils mit und ohne Anwendung der biologisch-dynamischen Präparate eingesetzt. Im Vergleich zur Rottemistvariante war mit Ackerbohnenschrot • der Corg-Gehalt des Bodens signifikant niedriger, sein Magnesiumgehalt tendenziell geringer; die Nitratgehalte im Boden zeigten keinen Unterschied;• die Kartoffel-Erträge waren gleich; Weizen ergab mit Ackerbohnenschrot (ohne Präparate) 4 dt ha-1 Mehrertrag bei niedrigerem Rohprotein- und Klebergehalt;• dieAsche- und Kaliumgehalte der vegetativen Pflanzenmasse (Stroh, Kartoffelknollen) waren geringer;• die Zerfallsneigung der Kartoffeln (Extinktion des Extraktes) war höher. Aufgrund der genannten Nachteile kann vorläufig keine allgemeine Empfehlung für Ackerbohnenschrot ausgesprochen werden. Ansatzpunkte zur weiteren Erforschung der Problematik werden aufgezeigt.Projekt Nr. 2 03OE179: Vergleich von Stallmist und Ackerbohnenschrot.
Ergebnisse bei Organic eprints...
Ergebnisse bei Oekolandbau.de...
Symbolerläuterung:
Diese Projekte sind noch in Bearbeitung.
Diese Projekte sind abgeschlossen.