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URL: http://www.bundesprogramm-oekolandbau.de//index.php?id=181
Autor: Geschäftsstelle Bundesprogramm Ökologischer Landbau in der Bundesanstalt für Landwirtschaft und Ernährung (BLE)
Stand: 10.09.2010
Strategien zur Regulierung von Wurzelunkräutern im ökologischen Landbau - Erarbeitung von Ansätzen für erfolgversprechende Strategien: Erarbeitung von Regulierungsansätzen am Beispiel der Acker-Kratzdistel
FKZ: |
Laufzeit: |
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| 02OE055/2 | 01-05-2002 bis 29-02-2004 |
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Biologische Bundesanstalt für Land- und Forstwirtschaft, Institut für Unkrautforschung, Messeweg 11/12, 38104 Braunschweig Ansprechpartner: Dr. Arnd Verschwele Telefon: 0531/299-3909 Email: a.verschwele@bba.de
Das Projekt gliedert sich in zwei Teilprojekte. Ziel des ersten Teilprojektes ist es, anhand von Literaturangaben sowie der im Institut bereits erarbeiteten Versuchsergebnisse Handlungsempfehlungen zu Regulierungsstrategien der Acker-Kratzdistel zu entwickeln. Ergänzend hierzu sollen Gefäßversuche durchgeführt und die o.g. Handlungsanweisungen auch auf praktische Anbaubedingungen überprüft werden. Der Schwerpunkt des zweiten Teilprojektes liegt auf der Evaluierung und Bewertung vorhandener Regulierungs- maßnahmen für die Acker-Kratzdistel. Um diese Regulierungsstrategien teilweise zu überprüfen, werden Feldversuche auf ökologisch wirtschaftenden Betrieben durchgeführt. Mit Hilfe einer Befragung von Landwirten sollen die Verbreitung sowie die Verbreitungsursachen der Acker-Kratzdistel im ökologischen Landbau ermittelt werden. Darauf aufbauend soll eine Versuchskonzeption für Langzeitversuche unter Praxisbedingungen erarbeitet werden.
Die Acker-Kratzdistel (Cirsium arvense) ist im ökologischen Landbau mit den derzeit zur Verfügung stehenden Maßnahmen nur schwer zu regulieren. Aufgrund der geringen Konkurrenzkraft der Mehrzahl der Kulturen und eingeschränkten Möglichkeiten zur direkten Bekämpfung zählt die Distel zu den Hauptproblemen im ökologischen Landbau. Im Rahmen eines Verbundvorhabens im Bundesprogramm Ökologischer Landbau (BÖL) wurde in einem Teilprojekt die Bedeutung unterschiedlicher Bodenbearbeitungsintensität und Fruchtfolgemaßnahmen für die Distelregulierung auf einer langjährig ökologisch bewirtschafteten Fläche der BBA untersucht. Es wurde die Häufigkeit der wendenden Bodenbearbeitung (Herbst-/Frühjahrsfurche) sowie Zeitpunkt und Häufigkeit der Stoppelbearbeitung variiert. Als Standardgerät für die Stoppelbearbeitung wurde ein Flügelschargrubber eingesetzt. Die Fruchtfolge besteht aus 7 Kulturen, die zeitgleich nebeneinander in Teilflächen angebaut und durch Zwischenfrüchte ergänzt wurden. Für sämtliche Teilflächen war ein starkes und großflächiges Distel-Auftreten typisch. Sprossdichten (Anzahl pro qm) und andere Merkmale der Distel wurden an vorgegebenen Zählstellen dreimal pro Vegetationsperiode ermittelt. Es konnte belegt werden, dass durch den Anbau von konkurrenzstarken Kulturen (Kleegras, Winter-Roggen) zum Teil in Kombination mit einer höheren Einsatzhäufigkeit des Flügelschargrubbers eine wirksame Reduktion der Sprossdichten erzielt werden kann. Dabei wurde nach einjährigem, dreimal gemulchtem Kleegras die insgesamt stärkste Abnahme der Distel festgestellt: An 73 % der Zählstellen wurde eine Sprossdichtenabnahme um über 50 % gegenüber dem Vorjahr ermittelt. Durch Kombination von Herbst- und Frühjahrsfurche wurden vergleichbare Regulierungseffekte erzielt. Die Erhöhung der Stoppelbearbeitungsintensität (bis zu 3 Bearbeitungsgänge) in Kombination mit weniger konkurrenzfähigen Feldfrüchten war demgegenüber nicht erfolgreich. Mit Nmin-Untersuchungen des Bodens konnte weiterhin die Bedeutung einer ausreichenden Stickstoffversorgung insbesondere für die Kulturpflanzenkonkurrenz herausgearbeitet werden. Die Ergebnisse wurden den Resultaten einer im Verbund durchgeführten bundesweiten Umfrage bei Bio-Landwirten gegenübergestellt. Sowohl Versuchs- als auch Umfrageergebnisse bestätigen Fruchtfolgemaßnahmen als effektives Instrument zur Regulierung der Distel im ökologischen Landbau. Ökonomische Zwänge könnten zukünftig zu engeren Fruchtfolgen und zu stärker reduzierter Bodenbearbeitung führen und somit die Probleme mit der Distel u. a. Wurzelunkräutern noch verschärfen. Umso wichtiger ist daher für Betriebe mit getreidebetonter Fruchtfolge die Ausnutzung aller Maßnahmen, die die Konkurrenzkraft der Kulturen erhöhen (z. B. Sortenwahl, Saattechnik und Düngung).
Ergebnisse bei Organic eprints...
Ergebnisse bei Oekolandbau.de...
Symbolerläuterung:
Diese Projekte sind noch in Bearbeitung.
Diese Projekte sind abgeschlossen.