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Projektliste Forschungs- und Entwicklungsvorhaben

Pflanze - Pflanzenschutz

Projekt:

Entwicklung eines biologischen Pflanzenschutzmittels aus Süßholz mit sicherer Wirkung im Freiland unter Nutzung effizienter Anwendungstechnik; Arbeitsschwerpunkt 2: Anwendung im Freiland

FKZ:

Laufzeit:

 
09OE102 01-02-2011 bis 31-03-2014 Dieses Projekt ist abgeschlossen.

Ausführende Stelle:

Julius Kühn-Institut, Institut für Pflanzenschutz im Gartenbau und Forst Kleinmachnow, Stahnsdorfer Damm 81, 14532 Kleinmachnow Ansprechpartner: Dr. Ute Gärber Telefon: 033203/48-240 Email: Ute.Gaerber@jki.bund.de

Kurzportrait:

Die Nachfrage nach biologisch erzeugtem Gemüse hat in den letzten Jahren deutlich zugenommen. Der Anbau ist jedoch im Ökolandbau mit einem erhöhten Risiko verbunden. Insbesondere Falscher Mehltau und Phytophtora spp. führen in vielen Freilandgemüsekulturen zu erheblichen Ausfällen. Aus diesem Grund wurden im Bundesprogramm Ökologischer Landbau verschiedene Projekte gefördert, die zwar im Detail zu einer Verbesserung der Situation führen konnten, das generelle Problem ist in der Praxis weiterhin akut. Mit der Verwendung eines Extraktes aus Süßholz (Glyzyrrhiza glabra) konnten unter kontrollierten Bedingungen reproduzierbare Wirkungsgrade von über 90 % bei verschiedenen Gemüsearten erreicht werden. Auf Basis dieser Erkenntnisse wird ein Verbund zum Thema „Süßholz“ initiiert. Im Rahmen dieses Projektes steht die Übertragung der Ergebnisse aus dem anderen Arbeitsschwerpunkt 1 (Entwicklung von wirksamen Süßholzpräparaten) auf Freilandflächen und damit auf Praxisebene im Vordergrund. Konkret sollen Strategieoptionen in den Kulturen Gurke, Tomate und Kartoffel erarbeitet, so die erfolgreiche Anwendung eines formulierten Süßholzextraktes im Freiland ermöglicht und eine höhere Ertrags- und Anbausicherheit im ökologischen Anbau erreicht werden. Dabei sollen folgende Arbeitsschwerpunkte bearbeitet werden: a. Prüfung der UV- und Regenstabilität eines oder mehrerer formulierter Süßholzpräparate mittels Biotests auf freiland-ähnlichen Gurken- und Tomatenpflanzen bei künstlicher Infektion mit Pseudoperonospora cubensis bzw. P. infestans, b. Prüfung und Beschreibung des Einflusses weiterer möglicher Klimafaktoren wie Temperatur, relative Luftfeuchte und Blattnässe auf die Wirksamkeit des / der Süßholzpräparate, c. Bestimmung von Aufwandmenge, Applikationsbeginn und –Applikationshäufigkeit in Feldversuchen in Gurken und Kartoffel, d. Wirkungsverbesserung durch optimierte Applikationstechnik (z. B. Ober- und Unterblattapplikation) in Feldversuchen in Kartoffel, e. Demonstration der erarbeiteten Regulierungsstrategie(n) in Praxisbetrieben in zwei unterschiedlichen Anbauregionen (Gurke – Spreewald, Kartoffel – Pfalz), f. Bewertung verschiedener Strategieoptionen unter betriebswirtschaftlichen Gesichtspunkten, g. Erstellen von Beratungsempfehlungen auf Basis der gewonnenen Erkenntnisse des Vorhabens. Beim JKI stehen Container-, Semifeld- und Freilandversuche an Gurken, die Festlegung optimierter Anwendungsparameter, die Bewertung der UV- und Regenstabilität und die Gesamtbewertung des Präparates an Freilandgurken im Vordergrund. Dieses Projekt ist Teil des Verbundprojekts 09OE038 und 09OE102.

Kurzfassung der Ergebnisse:

Im ökologischen Anbau stehen zur direkten Kontrolle von Falschem Mehltau und Phytophthora infestans in Gemüsekulturen und Kartoffel ausschließlich Kupfer-Präparate zur Verfügung. Bei Untersuchungen unter kontrollierten Bedingungen (Gewächshaus) zeigte der ethanolische Rohextrakt aus dem Laub von Glycyrrhiza glabra (Süßholz) eine gute Wirkung gegen Oomyceten, während der Pflanzenextrakt bei ersten Prüfungen im Freiland unterschiedlich wirksam war. Deshalb wurde ein durch die Bundesanstalt für Landwirtschaft und Ernährung (BLE) gefördertes Verbundprojekt mit dem Ziel initiiert, ein biologisches Pflanzenschutzpräparat auf Basis von Süßholz zu entwickeln, dass eine gute Wirkung gegen P. infestans und Pseudoperonospora cubensis im Feld aufweist. In dem Arbeitsschwerpunkt 2 wurden Semifreiland-Testsysteme in den Kulturen Tomate und Gurke etabliert, in denen formulierte Süßholzpräparate auf Stabilität bei Niederschlag und Sonneneinstrahlung sowie verschiedene Anwendungsparameter (Applikationsverfahren, Präparat- und Wasseraufwandmengen) geprüft werden konnten. Die Ergebnisse mit ausgewählten Formulierungen zeigten eine deutliche Dosis-Wirkungsbeziehung zwischen Präparataufwandmenge und biologischer Wirksamkeit gegen P. infestans und P. cubensis. Jedoch konnte nur mit hohen Präparat- und Wasseraufwandmengen (10-16 kg/ha in 800 l Wasser/ha) ein hoher Wirkungsgrad erzielt werden. Diese gute Wirkung konnte aber bei keinem der geprüften Süßholzpräparate nach ein bis zwei Tagen mit Sonneneinstrahlung oder 7 mm simuliertem Niederschlag mehr nachgewiesen werden. In Feldversuchen wurde der Einfluss der Applikationstechnik und der Behandlungsintervalle auf die biologische Wirksamkeit ausgewählter Süßholzpräparate untersucht. In den Kartoffelversuchen konnte kein Süßholzpräparat die Entwicklung oder die Stärke des Krautfäuleauftretens vermindern. Unterschiede durch die verschiedenen Applikationsverfahren (Feldspritze mit Spritzbalken oder die Kombination mit Droplegs) konnten gleichfalls nicht nachgewiesen werden. In den Gurkenfeldversuchen erfolgte eine verzögerte Befallsentwicklung von ca. einer Woche bei 7tägigem Behandlungsintervall mit Süßholzpräparat. Zusätzlich wurde in den Süßholzvarianten ein höherer marktfähiger Ertrag nachgewiesen.

Links zu Projektergebnissen:

Ergebnisse dieses Projektes bei Organic eprints...Ergebnisse bei Organic eprints...

Ergebnisse dieses Projektes bei Oekolandbau.de ...Ergebnisse bei Oekolandbau.de...



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