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Projektliste Forschungs- und Entwicklungsvorhaben

Pflanze - Pflanzenschutz

Projekt:

Schädlingsregulierung im ökologischen Winterrapsanbau

FKZ:

Laufzeit:

 
06OE350 01-09-2008 bis 31-03-2012 Dieses Projekt ist abgeschlossen.

Ausführende Stelle:

Johann Heinrich von Thünen Institut, Institut für Ökologischen Landbau, Trenthorst 32, 23847 Westerau Ansprechpartner: Dr. Herwart Böhm Telefon: 04539/8880-313 Email: herwart.boehm@vti.bund.de

Kooperationspartner:

Julius Kühn-Institut, Institut für Strategien und Folgenabschätzung im Pflanzenschutz Georg-August-Universität Göttingen, Abteilung Agrarentomologie Universität Kassel, Fachgebiet Ökologischer Pflanzenschutz

Kurzportrait:

Der Bedarf an ökologisch erzeugtem Raps (z. B. Speiseöl, Futtermittel) steigt kontinuierlich und kann derzeit aus heimischer Produktion kaum gedeckt werden. Gründe für eine mangelnde Ausweitung des Anbaus sind Probleme im Pflanzenschutz. Insbesondere tierische Schaderreger führen bislang zu erheblichen Ertragsausfällen. Je nach Region sind dies der Rapserdfloh (Psylliodes chrysocephala), Große Rapsstängelrüssler (Ceutorhynchus napi), Gefleckte Kohltriebrüssler (C. pallidactylus), Rapsglanzkäfer (Meligethes spp.), Kohlschotenrüssler (Ceutorhynchus assimilis) oder die Kohlschotenmücke (Dasineura brassicae). Diese Schädlinge können erhebliche Ernteausfälle bis zum Totalausfall verursachen. Ziel des Projektes ist es, für den ökologischen Winterrapsanbau umweltverträgliche Methoden zur Regulierung des Schädlingsbefalls durch Anlage von Fangpflanzenstreifen oder Mischanbau mit Fangpflanzen (Rübsen) und örtlich begrenzte Anwendung von direkten Kontrollmaßnahmen in Praxisbetrieben zu entwickeln. Diese Methoden könnten gezielt zur Ablenkung bzw. Reduzierung der Schädlingsdichten eingesetzt werden, insbesondere bei starkem Befallsdruck. Dieses Projekt ist Teil des Vorhabens 06OE050, 06OE350, 06OE351 und 06OE352.

Kurzfassung der Ergebnisse:

Die Versuche unter norddeutschen Praxisbedingungen sowie die Ergebnisse der Feldversuche belegen eine durchgehend höhere Attraktivität des Rübsens gegenüber Raps für den Rapsglanzkäfer. Damit werden die Beobachtungen aus der Praxis zunächst bestätigt. Durch den direkten Vergleich von Rapsfeldern mit und ohne Rübsen-Randstreifen sowie von Raps/Rübsen-Mischsaaten mit Rapsreinsaat in Praxis- sowie Feldversuchen war es möglich, den Erfolg dieser Maßnahme in seiner gesamten Wirkungsvielfalt zu untersuchen. Es hat sich gezeigt, dass entgegen den Erwartungen weder der Schädlingsbesatz noch der Schaden im Rapskernbestand durch den Rübsen-Fangstreifen wesentlich reduziert werden konnte. Ebenso erbrachte die flächige Mischsaat von Raps mit Rübsen keine deutliche Entlastung für die Schadensausprägung in der Hauptkomponente Raps. Die Wirkungsgrade der Fangpflanzen blieben damit deutlich hinter den Erwartungen der Praxis zurück und die Mehraufwendungen überstiegen den erwarteten Nutzen. Zusammenfassend muss festgestellt werden, dass der alleinige Fangpflanzenanbau als Randstreifen um den Rapsbestand herum oder als Mischsaat der Praxis als alleiniges Konzept für die Schädlingsregulierung nicht empfohlen werden kann und sogar das ökonomische Verlustrisiko erhöht. Diese Erkenntnis ist für die Praxis sehr wertvoll, da die Anwendung der Fangpflanzen zum Teil empfohlen wird und der Landwirt durch die stärkere Bindung der Rapsglanzkäfer an den Rübsen vermeintlich glaubt, erfolgreich den Schädlingsbefall zu regulieren und damit die Erträge zu erhöhen. Die praxisnahen Versuche haben noch einmal die Schwierigkeiten des ökologischen Rapsanbaus in seiner gesamten Breite aufgezeigt. Ausgehend von dem hohen Nährstoffbedarf reichen die Probleme bei der Unkraut- und Schädlingsregulierung bis zur Ernte, bei der zusätzlich durch ungleichmäßige Abreife und geringe Schotenfestigkeit, hohe Ernteverluste entstehen können. Die Untersuchungen zur Wirkung naturstofflicher Pflanzenschutzmittel konnten einen Hinweis darauf geben, welche Wirkstoffe eine wirksame Kontrolle der Rapsglanzkäfer ermöglichen. Dazu zählen Spinosad, ein Fermentationsprodukt aus einem Bodenmikroorganismus sowie Gesteinsmehle, die allerdings mehrfach angewendet werden müssen und deshalb nur für die Teilflächenbehandlung in Frage kommen. Während in der Schweiz Spinosad in einem Pflanzenschutzmittel im Raps zugelassen ist, fehlt eine derartige Zulassung bisher in Deutschland und darf nicht angewendet werden.

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