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Projektliste Forschungs- und Entwicklungsvorhaben

Pflanze - Pflanzenschutz

Projekt:

Regulierung des Pflaumenwicklers und der Monilia-Krankheit im ökologischen Steinobstanbau

FKZ:

Laufzeit:

 
06OE348 12-04-2007 bis 31-12-2011 Dieses Projekt ist noch in Bearbeitung.

Ausführende Stelle:

Forschungsanstalt Geisenheim
Fachgebiet Phytomedizin
Von-Lade-Straße 1
65366 Geisenheim
Ansprechpartner: Prof. Dr. Annette Reineke
Telefon: 06722/502413
Email: reineke@fa-gm.de

Kurzportrait:

Der Pflaumenwickler (Cydia funebrana) und die Monilia-Krankheit stellen zwei der wichtigsten Schaderreger im ökologischen Steinobstanbau dar. Fehlende Regulierungsstrategien führen zu erheblichen Ausfällen. Aus diesem Grund soll ein Verbundprojekt mit drei Projektpartnern (Biologische Bundesanstalt für Land- und Forstwirtschaft, Staatliche Lehr- und Versuchsanstalt für Wein- und Obstbau, Weinsberg und Forschungsanstalt Geisenheim) initiiert werden. Der Pflaumenwickler durchlebt in Deutschland zwei Generationen. Eine Eiablage der Falter an der Frucht ermöglicht den Larven, sich innerhalb kurzer Zeit in die Früchte zu bohren. Die Fraßschäden führen zum vorzeitigen Abwurf der Früchte vom Baum oder zum Vermaden der Früchte, so dass die Früchte nicht mehr vermarktungsfähig sind. Bekämpfungsalternativen sind zwar in Form von Einzelansätzen vorhanden (z.B. Pheromoneinsatz, Schlupfwespen, Neem-Präparate), die jedoch eine zuverlässige Regulierung nicht zulassen. Daher sollen vorhandene Methoden evaluiert, optimiert und in ein praxistaugliches Gesamtkonzept integriert werden. Ziel ist es dabei, gezielt verschiedene Entwicklungsstadien des Schädlings zu erfassen. Die Pilzgattung Monilia verursacht insbesondere bei Sauerkirschen und Pflaumen enorme Schäden. Der Erreger wandert durch Wunden oder Risse in die Pflanze ein und infiziert Holz, Blüten und Früchte der Bäume, was zum Absterben ganzer Blüten- / Blattbüschel bzw. verbräunen von Früchten führt. Im Lager können aus befallenen Früchten Infektionsherde entstehen, verbunden mit entsprechenden Lagerungsverlusten. Verfahren zur Eindämmung dieses Erregers fehlen. Einzige Alternative scheinen momentan Kupfer-dominierte Spritzfolgen zu sein. Im Rahmen von Praxis - Tastversuchen konnten in 2005 und 2006 erste erfolgversprechende Präparate identifiziert werden, die vor einer Praxisempfehlung noch einer weitergehenden Überprüfung bedürfen. Zusätzlich sollen kulturtechnische und anlagenhygienische Maßnahmen zur Regulierung des Erregers miteinander kombiniert werden.



Symbolerläuterung:

Bild: Symbol Projekt ist noch in Bearbeitung Diese Projekte sind noch in Bearbeitung.

Bild: Symbol Projekt ist abgeschlossen Diese Projekte sind abgeschlossen.