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Projektliste Forschungs- und Entwicklungsvorhaben

Pflanze - Pflanzenbau

Projekt:

Quantifizierung der Ertragswirksamkeit betriebsüblicher Verunkrautung beim ökologischen Anbau von Gemüseerbsen für die industrielle Verarbeitung

FKZ:

Laufzeit:

 
06OE126 01-04-2007 bis 31-10-2008 Dieses Projekt ist noch in Bearbeitung.

Ausführende Stelle:

Sächsisches Landesamt für Umwelt, Landwirtschaft und Geologie
Abteilung Gartenbau
Söbrigener Straße 3a
01326 Dresden
Ansprechpartner: Dr. Hermann Laber
Telefon: 0351/2612-768
Email: hermann.laber@pillnitz.lfl.smul.sachsen.de

Kurzportrait:

Öko-Gemüseerbsen werden zur Zeit in Deutschland auf einer Fläche von ca. 1.000 ha angebaut und nehmen damit rund 10% der gesamten Öko-Gemüseflache ein. Nichtsdestotrotz ist der Anbau seit Jahren von einem niedrigen Ertragsniveau geprägt. So werden mit einem Ertragsdurchschnitt von 30 dt/ha nur ca. 50 % des konventionellen Ertragsniveaus erzielt. Die Gründe dafür sind unterschiedlich. So waren es laut Antrag zu Beginn der Produktion häufig pflanzenbauliche Fehler wie z.B. mangelnde Saattechnik, auf die das geringe Ertragsniveau zurückzuführen war. Heutzutage haben sich auch vielfach phytopathologische Aspekte herauskristallisiert. So wurden Fußkrankheiten in Beständen gefunden, die als Ursache für Auflaufprobleme und (Total-) Ausfälle erkannt wurden. Der starke Befall wird vor allem auf Faktoren wie eine enge, leguminosenreiche Fruchtfolge und Saatgutbelastungen zurückgeführt. Auch ein zu hoher Unkrautbesatz spielt dabei eine Rolle, indem eine ausreichende Durchlüftung die Ausprägung der Schäden durch die Fußkrankheiten fördert. Die Verluste, die auf den starken Unkrautbesatz zurückzuführen sind, werden auf 30 % geschätzt. Die Empfehlungen des stärkeren Einsatzes von Hack- und Häufeltechniken neben dem praxisüblichen Striegeln der Bestände werden bisher nur geringfügig aufgenommen, da es sich hierbei um arbeitsintensivere Maßnahmen handelt, deren Zugewinn nicht gesehen wird. Dementsprechend ist es das Ziel des Projekts, die unkrautbedingten Ertragsverluste in den Betrieben zu quantifizieren, um so ggf. den Betrieben die Rentabilität zeit- und damit kostenintensiverer, aber effektiverer Unkrautregulationsmaßnahmen nahe zu bringen. Des weiteren sollen auf einigen Schlägen parallel erste Regulationsvarianten auf ihre Auswirkungen auf Unkrautbesatz und Ertragswirksamkeit hin untersucht werden.



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