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Projektliste Forschungs- und Entwicklungsvorhaben

Pflanze - Pflanzenschutz

Projekt:

Erarbeitung von Schwellenwerten zur wirksamen Bekämpfung von Zwergsteinbrand (Tilletia controversa) und Steinbrand (Tilletia caries) sowie deren praktische Umsetzung im Öko-Landbau

FKZ:

Laufzeit:

 
06OE081 01-07-2007 bis 31-12-2011 Dieses Projekt ist abgeschlossen.

Ausführende Stelle:

Bayerische Landesanstalt für Landwirtschaft, Institut für Pflanzenbau und Pflanzenzüchtung, Am Gereuth 8, 85354 Freising Ansprechpartner: Dr. Berta Killermann Telefon: 08161/71-4449 Email: Berta.Killermann@lfl.bayern.de

Kurzportrait:

Steinbrand und neuerdings auch Zwergsteinbrand entwickelt sich zunehmend zu einem Problem im ökologischen Weizen- und Dinkelanbau. Mit Brandbutten / Brandsporen belastetes Getreide kann weder zu Saat-, zu Back- oder zu Futterzwecken verwendet werden. Eine Verbreitung kann sowohl über das Saatgut als auch über den Boden erfolgen. Neuste Untersuchungen zeigen, dass insbesondere der Zwergsteinbrand, der ursprünglich in höheren Lagen über 1000 m zu finden war, sich zunehmend bis auf 400 m Meereshöhe ausbreitet. Verbindliche Grenzwerte, die eine Einschätzung des Risikos zulassen, existieren noch nicht. Bei der Suche nach Möglichkeiten zur Eindämmung wurden in der Vergangenheit bereits Projekte zur Züchtung toleranter bzw. resistenter Sorten initiiert. Aktueller Stand des Wissens ist, dass die Resistenz von Winterweizensorten gegenüber Steinbrand charakterisiert werden konnte. Dabei stellte sich zusätzlich heraus, dass für Zweig- und Steinbrand unterschiedliche Resistenzgene verantwortlich sind. Weitergehende Ansätze zur direkten Bekämpfung (bspw. im Rahmen einer Saatgutbehandlung) mit dem Schwerpunkt physikalischer Verfahren und für den Ökolandbau zugelassene Präparate stellten sich als technisch schwierig umsetzbar und wenig wirksam heraus. Problematisch an den vorliegenden Untersuchungen ist, dass eine Berücksichtigung des Infektionspotentials, das vom Boden aus geht, in den meisten Fällen unberücksichtigt blieb. Daher hat sich dieses Projekt zur Aufgabe gemacht, die Rolle des Bodeninfektionspotentials zu beleuchten und auf Basis vorliegender Erfahrungen verbindliche Schwellenwerte für die Praxis festzulegen. Grundlage dafür ist die Entwicklung eines standardisierten Nachweissystems zur Ermittlung des Brandsporeninfektionspotentials. In der Summe soll eine Aussage möglich werden, inwieweit der Saatgutbefall als alleiniger Grenzwert für eine Aussage zur erwartenden Ernte ausreichend ist oder ob ein mögliches Bodeninfektionspotential mit berücksichtigt werden muss bzw. wie dieses bestimmt werden kann.

Kurzfassung der Ergebnisse:

Zwergsteinbrand und Steinbrand sind die gefährlichsten und häufigsten Krankheiten im ökologischen Weizenanbau. In diesem Projekt wurde untersucht, inwieweit Schwellenwerte für das Saatgut und den Boden zur Befallsminderung beitragen. Die randomisierten, mehrfaktoriellen Feldversuche wurden als Spaltanlage mit vier Wiederholungen über ganz Deutschland verteilt durchgeführt. Saatgut mit unterschiedlichen Infektionsstufen von anfälligen und weniger anfälligen Weizen- und Dinkelsorten kamen zum Anbau. Befallsfreie Jahre gibt es bei Brandkrankheiten nicht. Leichter Befall konnte in jedem Jahr und auf jedem Standort festgestellt werden. Hoher Befall konnte nur unter bestimmten Witterungsverhältnissen beobachtet werden. Bei den zusätzlich durchgeführten Sortenanfälligkeitsversuchen zeigten sich bei beiden Brandkrankheiten deutliche Sortenunterschiede. Während sich für Zwergsteinbrand ein Schwellenwert von 50 Sporen in 10 g Boden herauskristallisierte, ist bei Steinbrand kein Schwellenwert für den Boden notwendig. Am Saatgut konnte für beide Brandkrankheiten der Schwellenwert von 20 Sporen pro Korn bestätigt werden. Bei Steinbrand zeigte sich bei der Spätsaat ein signifikant geringerer Befall gegenüber der Frühsaat.

Links zu Projektergebnissen:

Ergebnisse dieses Projektes bei Organic eprints...Ergebnisse bei Organic eprints...

Ergebnisse dieses Projektes bei Oekolandbau.de ...Ergebnisse bei Oekolandbau.de...



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