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Projektliste Forschungs- und Entwicklungsvorhaben
Pflanze - Pflanzenschutz
Projekt:
Bestimmung der optimalen Aussaat- und Umbruchtermine einer überwinternden Leguminosen-Gründüngung für die nachhaltige Bekämpfung pflanzenparasitärer Nematoden im ökologischen Gemüsebau
FKZ: |
Laufzeit: |
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|---|---|---|
| 06OE052 | 15-09-2008 bis 31-08-2011 |
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Ausführende Stelle:
Julius Kühn-Institut
Institut für Epidemiologie und Pathogendiagnostik Münster
Toppheideweg 88
48161 Münster
Ansprechpartner: Dr. Johannes Hallmann
Telefon: 0251/8710625
Email: johannes.hallmann@jki.bund.de
Kooperationspartner:
ÖKORING - Versuchs- & Beratungsring für Ökologischen Landbau Niedersachsen e.V., Visselhövede Landwirtschaftskammer Niedersachsen, Pflanzenschutzamt Hannover
Kurzportrait:
Pflanzenparasitäre Nematoden verursachen zunehmend hohe Ertragsausfälle im ökologischen Landbau. Betroffen sind vor allem Betriebe mit einem hohen Anteil an Feldgemüse und Kartoffeln in der Fruchtfolge. Faktoren wie eine weite Fruchtfolge, ein hoher Anteil an Wirtspflanzen (Leguminosen, Gemüse, Hackfrüchte) bzw. ein geringer Anteil an Nicht-Wirtspflanzen in der Fruchtfolge (Getreide, Mais), unbefriedigende Unkrautkontrolle und kurze Brachezeiten bedeuten ein kontinuierliches Vorhandensein an Wirtspflanzen für pflanzenparasitäre Nematoden. Besonders problematisch sind Arten mit breitem Wirtspflanzenspektrum wie Wurzelgallennematoden (Meloidogyne spp.). Da mit Ausnahme der ökologischer Sicht bedenklichen Schwarzbrache kein wirksames Verfahren zur gezielten Reduzierung pflanzenparasitärer Nematoden im ökologischen Landbau praktisch anwendbar waren, wurde 2003 das BÖL-Projekt 03OE542 „Entwicklung von Bekämpfungsstrategien für Meloidogyne hapla und Pratylenchus spp. im ökologischen Anbau von Möhren und Zwiebeln“ initiiert, in dem mögliche Ansätze zur Regulierung von Nematoden identifiziert werden konnten, die zu einer Reduzierung des Befalls beitragen können. Mit dem vorliegenden Projektantrag soll ein solcher Ansatz aufgegriffen und in Form einer nachhaltigen Fruchtfolgestrategie in die Praxis umgesetzt werden. Kernpunkt des Ansatzes ist der gezielte Einsatz einer überwinternden Leguminosen-Gründüngung (Zottelwicke, Inkarnatklee, Roggen), mit dessen Hilfe durch gezielte Auswahl des Aussaat- und Umbruchtermins auf Basis der Temperatursumme die Wurzelgallnematode M. hapla in ihrer Entwicklung empfindlich gestört und damit reduziert werden soll. Gleichzeitig wird durch den Leguminosenanteil eine N-Fixierung erreicht. Zur Stickstoffkonservierung soll nach dem Umbruch der Gründüngung Einjähriges Weidelgras eingesät werden, um so der Folgekultur (hier: Möhren) ausreichend Stickstoff zur Verfügung stellen zu können.
Symbolerläuterung:
Diese Projekte sind noch in Bearbeitung.
Diese Projekte sind abgeschlossen.



