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Projektliste Forschungs- und Entwicklungsvorhaben

Pflanze - Pflanzenschutz

Projekt:

Integration neuester Forschungsergebnisse zu einem Gesamtkonzept für die Regulierung von Falschem Mehltau an Zwiebeln im ökologischen Landbau: Sortenwahl und Anbauverfahren

FKZ:

Laufzeit:

 
06OE034 01-04-2007 bis 31-03-2010 Dieses Projekt ist abgeschlossen.

Ausführende Stelle:

Kompetenzzentrum Ökolandbau Niedersachsen GmbH, Geschäftstelle im Ökolandbauzentrum, Bahnhofstrasse 15, 27374 Visselhövede Ansprechpartner: Florian Rau Telefon: 04262/9593-14 Email: f.rau@oeko-komp.de

Kurzportrait:

Der Falsche Mehltau Peronospora destructor ist die wichtigste Laubkrankheit im Zwiebelanbau. Sie führt, in Abhängigkeit von der Witterung, regelmäßig zu gravierenden Ertrags- und Qualitätseinbußen. Um der steigenden Nachfrage insbesondere des Lebensmitteleinzelhandels gerecht zu werden, ist es dringend erforderlich, wirksame Regulierungsstrategien zu entwickeln. In den letzten Jahren wurde daher verstärkt bereichsübergreifend nach alternativen Regulierungsmöglichkeiten gesucht. Erfolge konnten hier im konventionellen Anbau über Maßnahmenkomplexe erreicht werden, die Sortenresistenz, Anbauverfahren und Prognose beim Einsatz von Pflanzenschutzmitteln betreffen. Um diese Erfolge auch für den ökologischen Sommerzwiebelanbau nutzbar zu machen, sollen diese Einzelaspekte aufgegriffen werden. Diese umfassen die Überprüfung des Anbauwertes neuer Falscher Mehltau-resistenter Zwiebelsorten im Vergleich zu den ansonsten üblichen Standardsorten des Bioanbaus, die Beurteilung des Pflanzzwiebelanbaus im Vergleich zum Säzwiebelanbau, die Überprüfung des Nutzungspotentials des Prognosemodells ZWIPERO bspw. durch Kopplung mit Beregnungsmaßnahmen und die Möglichkeiten neuer biologischer Präparate im Gewächshaus und im Freiland. In letzter Konsequenz sollen die Erkenntnisse in Beratungsempfehlungen umgesetzt werden. Die Bearbeitung dieser Fragestellung soll im Verbund mit dem Projektantrag 06OE073 „Integration neuester Forschungsergebnisse zu einem Gesamtkonzept für die Regulierung von Falschem Mehltau an Zwiebeln im ökologischen Landbau: Sortenwahl, Anbauverfahren und Prognose gestützter Einsatz biologischer Pflanzenschutzmittel“ vom Dienstleistungszentrum Ländlicher Raum - Rheinpfalz, Lehr- und Versuchsbetrieb Queckbrunnerhof, Schifferstadt erfolgen. Dadurch wird eine breite Anwendbarkeit durch die Einbeziehung von zwei Standorten (Kompetenzzentrum Ökolandbau, DLR Rheinpfalz) erwartet. Dieses Projekt ist Teil des Vorhabens 06OE034 und 06OE073.

Kurzfassung der Ergebnisse:

Im Rahmen des BLE-Forschungsprojektes „Erstellen eines Gesamtkonzeptes zur Regulierung des Falschen Mehltaus (Peronospora destructor) an Zwiebeln im ökologischen Landbau“ (06OE034) wurden vom KÖN/Ökoring in den Jahren 2007-2010 Feld- und Lagerversuche zur Optimierung des ökologischen Zwiebelanbaus unter norddeutschen Bedingungen durchgeführt. In drei Jahren wurden die am Markt verfügbaren mehltauresistenten Zwiebelneuzüchtungen mit norddeutschen Standardsorten in Feldversuchen verglichen. Ziel des Projektes war es, die Tauglichkeit der neuen resistenten Sorten im Vergleich mit bekannten Standardsorten sowohl im Sä- als auch im Pflanzverfahren festzustellen und ihre Eignung für ein Gesamtkonzept zur Regulierung des Falschen Mehltaus zu überprüfen. Die Mehltauresistenz der neuen Sorten kann eindrücklich bestätigt werden. Zudem erfüllen die geprüften mehltauresistenten Sorten ‚Santero F1’, ‚Hystand F1’ und ‚Hylander F1’ die geforderten Vorgaben der Zwiebelerzeuger und des Handels hinsichtlich des Ertragsniveaus, der Zwiebelform, der Schalenfarbe und -qualität sowie der Lagereigenschaften. Im ökologischen Zwiebelanbau besteht somit die Möglichkeit, das Anbaurisiko durch das Auftreten von Falschem Mehltau durch die Verwendung mehltauresistenter Sorten deutlich zu reduzieren. Die Integration dieser neuen Sorten in ein einzelbetriebliches Anbausystem als Sä- und / oder Pflanzzwiebel bietet ökologisch wirtschaftenden Zwiebelerzeugern die Möglichkeit einer sicheren Zwiebelproduktion, welche sich positiv auf die Rentabilität dieses Produktionszweiges und auf die Wirtschaftlichkeit des Gesamtbetriebes auswirkt. Beim Pflanzverfahren muss ein deutlich höherer Aufwand für Jungpflanzenkosten, Kistenhandling, Pflanzung, Beregnung und Düngung berücksichtigt werden. Der Einsatz dieses Verfahrens ist besonders sinnvoll für die frühe Ernte und bei Flächen mit hohem Unkrautdruck. Aufgrund der früheren Ernte endet bei Pflanzzwiebeln auch die Lagerruhe früher, Pflanzzwiebeln sind daher grundsätzlich nicht für eine lange Lagerung geeignet. Die Sorten ‚Santero F1’, ‚Hystand F1’ und ’Hylander F1’ können für eine Lagerung empfohlen werden. Bei diesen Sorten konnten zum jeweiligen Auslagerungstermin gute Qualitäten festgestellt werden, die mit den Lagerergebnissen der geprüften nicht mehltauresistenten norddeutschen Standardsorten vergleichbar sind.

Links zu Projektergebnissen:

Ergebnisse dieses Projektes bei Organic eprints...Ergebnisse bei Organic eprints...

Ergebnisse dieses Projektes bei Oekolandbau.de ...Ergebnisse bei Oekolandbau.de...



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