Zum Download
Projektreader - aktuelle Forschungsprojekte im Bereich Pflanze (PDF-Dokument, 3.5 MB)
Bitte beachten Sie unsere Hinweise zum Download und die Infos zur Barrierefreiheit.
Linktipps
Das Informationsportal zum Ökologischen Landbau
oekolandbau.de
Die gemeinsame Website der Bundesregierung zum Jubiläum Freiheit und Einheit.
freiheit-und-einheit.de
Forschung und Entwicklung
Sie suchen Forschungs- und Entwicklungsprojekte im Rahmen des Bundesprogramms Ökologischer Landbau (BÖL)?
Newsletter
Projektliste Forschungs- und Entwicklungsvorhaben
Pflanze - Pflanzenschutz
Projekt:
Strategien zur Regulation der Schwarzfäule (Guignardia bidwellii) im ökologischen Weinbau
FKZ: |
Laufzeit: |
|
|---|---|---|
| 04OE032 | 01-10-2005 bis 31-12-2009 |
|
Ausführende Stelle:
Julius Kühn-Institut, Institut für Pflanzenschutz in Obst- und Weinbau, Schwabenheimer Str. 101, 69221 Dossenheim Ansprechpartner: Dr. Michael Maixner Telefon: 06531/9718-21 Email: michael.maixner@jki.bund.de
Kurzportrait:
Ziel des Vorhabens ist es, ein Managementkonzept für die Schwarzfäule im ökologischen Weinbau zu entwickeln. Dazu sollen Basisdaten zur Epidemiologie der Schwarzfäule in den neuen Befallsgebieten erarbeitet und Möglichkeiten zur Minderung des Infektionsrisikos untersucht werden. Für den ökologischen Weinbau geeignete Pflanzenschutz- und Pflanzenstärkungsmittel sowie Pflanzenextrakte und mikrobielle Antagonisten sollen identifiziert werden. Sporenentwicklung in Überwinterungssubstraten des Pilzes, Sporulationsereignisse und der Sporenflugs werden untersucht und in Bezug zu Witterungsdaten gesetzt. Durch Kulturmaßnahmen wird versucht, Primär- und Sekundärinokulum des Pilzes zu vermindern. Potentiell wirksame Agentien werden in Labor- und Gewächshausversuchen selektiert und ihre Wirkung unter Freilandbedingungen in Rebschutzversuchen getestet. Es ist damit zu rechnen, dass die notwendigen Informationen über den Sporenflug der Schwarzfäule erarbeitet werden, um Aussagen über den zeitlichen Verlauf des Infektionsrisikos und seinen Bezug zur Witterung zu treffen. Die Eignung von Präventionsmaßnahmen kann beurteilt werden, vorausgesetzt, es findet keine Überlagerung der lokalen Infektionsereignisse durch überregionalen Sporenflug statt. Informationen über die Wirksamkeit von Pflanzenschutz- und Pflanzenstärkungsmitteln werden als Ergebnis kombinierter Gewächshaus- und Freilanduntersuchungen vorliegen. Inwieweit wirksame Pflanzenextrakte und Antagonisten identifiziert werden, ist erst im Verlauf der Untersuchung zu beurteilen.
Kurzfassung der Ergebnisse:
Die Schwarzfäule tritt in einigen deutschen Weinbaugebieten flächendeckend auf und kann gravierende Ertragsausfälle verursachen. Um die Produktionssicherheit im ökologischen Weinbau zu gewährleisten, wurde ein Kooperationsprojekt mit der Zielsetzung initiiert, Informationen über die Biologie des Schadpilzes zu erarbeiten und Strategien zur Prävention und Bekämpfung der Krankheit unter den spezifischen Bedingungen des ökologischen Weinbaus zu entwickeln. Die Biologie des Schaderregers und seiner Interaktionen mit der Rebe wurde in Hinblick auf die Fruchtkörperentwicklung, die Sporenbildung und den Infektionsprozess eingehend untersucht und in Beziehung zu Witterungsbedingungen und Bewirtschaftungsparametern gesetzt. Die Ergebnisse bilden eine Grundlage für die Einschätzung des Infektionsrisikos und die Entwicklung von Entscheidungshilfen für den Rebschutz. Traditionelle und „pilzwiderstandsfähige“ Rebsorten wurden hinsichtlich ihrer Anfälligkeit für die Schwarzfäule charakterisiert, wodurch den Winzern Informationen für die Auswahl weniger Anfälliger Sorten zum Anbau in Befallsgebieten zur Verfügung stehen. Befallenes Rebholz und befallene Ranken wurden als bedeutende Quellen des Primärinokulums der Schwarzfäule identifiziert. Das Entfernen befallener Blätter bei Laubarbeiten erwies sich als Möglichkeit, das Infektionsrisiko für die Trauben zu reduzieren. Aus einer Vielzahl von Mikroorganismen, Pflanzenextrakten, Pflanzenschutz- und –stärkungsmitteln wurden wirksame Agenzien selektiert und im Freiland unter Praxisbedingungen geprüft. Die Kombination von Pflanzenschutzmitteln auf der Basis von Schwefel und Kupfer war besonders wirksam. Wurde, abhängig vom Entwicklungsstadium und dem Infektionsrisiko, das Kupfer mit Gesteinsmehl ersetzt, ließ sich der Kupferaufwand erheblich reduzieren. Im Gegensatz zu Gewächshausversuchen war die Wirkung saponinhaltiger Pflanzenextrakte im Freiland unzureichend. Bei entsprechender Formulierung zur Verbesserung der Regenfestigkeit könnte das große Potential dieser Pflanzenextrakte jedoch genutzt werden. Aufgrund der Ergebnisse des Forschungsprojekts stehen dem ökologischen Weinbau Informationen als Grundlage eines umfassenden Managementkonzepts für die Schwarzfäule zur Verfügung.
Links zu Projektergebnissen:
Ergebnisse bei Organic eprints...
Ergebnisse bei Oekolandbau.de...
Symbolerläuterung:
Diese Projekte sind noch in Bearbeitung.
Diese Projekte sind abgeschlossen.



