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Projektliste Forschungs- und Entwicklungsvorhaben
Pflanze - Pflanzenzüchtung
Projekt:
Erreichen ausreichender Homogenität durch Selektion samenfester Sorten am Beispiel Chinakohl
FKZ: |
Laufzeit: |
|
|---|---|---|
| 03OE608 | 15-03-2004 bis 30-11-2007 |
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Ausführende Stelle:
KULTURSAAT e.V.
Echzell
Schloßstrasse 22
61209 Echzell
Ansprechpartner: Dipl.-Ing. agr. Michael Fleck
Telefon: 06035/208097
Email: michael.fleck@kultursaat.org
Kooperationspartner:
Gartenbaubetrieb Christine Nagel-Heinze
Kurzportrait:
Ziel ist es, samenfeste Chinakohlsorten mit guter Homogenität und marktfähigen Eigenschaften aus alten, zum Teil aus Genbanken entnommenen Sorten für den Erwerbsgartenbau zu züchten. Das Vorhaben soll klären, ob die Methode der Auslesezüchtung geeignet ist, dieses Ziel zu erreichen. In der Frühjahrsaussaat 2004 sollen 5 Sorten und Linien (drei Sorten bzw. Linien aus der Genbank Gatersleben und zwei Linien der aus der ehemaligen DDR stammenden Sorte Asko) mittels der Auslesezüchtung überprüft werden. Zur Herbstaussaat werden die erfolgversprechenden Sorten/Linien einer weiteren Überprüfung unterzogen. Hierbei erfolgen Bonituren im Bestand nach folgenden Kriterien: Gesundheit, Stadium der Kopfbildung, Kopffestigkeit, Einheitlichkeit der Blattstellung, der Blattoberfläche, der Farbe und der Größe. Die Varianten werden geerntet und nach den Kriterien Kopffestigkeit, Kopfform, Farbe, Krankheitsbefall, Einheitlichkeit und Geschmack bewertet. Anhand der Ergebnisse wird der weitere Züchtungsverlauf entschieden. Gemäß den Erfahrungen werden 70 - 80 % der Linien verworfen, weitere 10 - 15 % werden zurückgestellt, so dass in etwa das Ausmaß von fünf bis sechs Linien für die Folgejahre gewahrt bleibt. Im 2. Jahr wird der Anbau von voraussichtlich vier Linien aus Herbst 2004 zusätzlich auf einem weiteren Standort in Norddeutschland stattfinden. Im 3. Jahr werden die aus 2005 gewonnenen Linien auf beiden Standorten (Süd- und Norddeutschland) überprüft. Zudem wird der Anbau im 2. und 3. Jahr im Vergleich mit zwei Hybridsorten durchgeführt. Dadurch vergrößert sich der Versuch voraussichtlich auf 27 Sorten/Linien.
Kurzfassung der Ergebnisse:
Das Angebot an samenfesten Sorten des Chinakohl für den Erwerbsgartenbau ist praktisch gleich null. Um für den ökologischen Landbau Alternativen zur zunehmend kritischer betrachteten Hybridzüchtung zu erhalten, wurde während einer dreijährigen Projektlaufzeit versucht, fünf samenfeste Chinakohlsorten mittels Restsaatmethode und Prüfung von Einzelpflanzennachkommenschaften in Homogenität und Wertigkeit weiterzuentwickeln. Die Restsaatmethode, also das Zurückgreifen auf Saatgut, dessen Nachkommen bewertet wurden, erscheint bei Chinakohl als praktikabler Weg für die Züchtung, da eine Überwinterung von Elitepflanzen äußerst verlustreich ist. Es zeigte sich bei den fünf Sorten eine sehr unterschiedliche Entwicklung in der Wertigkeit, doch konnte aufgezeigt werden, dass bereits nach einem Züchtungsschritt eine ausreichende Homogenität erreicht ist, orientiert man sich an den im Versuch integrierten Hybridsorten. Die entscheidenden Kriterien für eine Vermarktbarkeit sind in erster Linie Gesundheit und Kopffestigkeit. Eine Sorte aus diesem Projekt zeigt ein gutes Potenzial, um in absehbarer Zeit für den ökologischen Landbau zur Verfügung stehen zu können. Es wurden in den drei Jahren wichtige Erfahrungen über diese Zuchtmethode gesammelt. Sie stehen für weitere Züchtungsarbeiten an Chinakohl zur Verfügung.
Links zu Projektergebnissen:
Ergebnisse bei Organic eprints...
Ergebnisse bei Oekolandbau.de...
Symbolerläuterung:
Diese Projekte sind noch in Bearbeitung.
Diese Projekte sind abgeschlossen.



