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Projektliste Forschungs- und Entwicklungsvorhaben

Pflanze - Pflanzenschutz

Projekt:

Entwicklung von Strategien zur Feuerbrandbekämpfung im ökologischen Obstbau

FKZ:

Laufzeit:

 
03OE524/4F 01-04-2005 bis 31-12-2006 Dieses Projekt ist abgeschlossen.

Ausführende Stelle:

Universität Konstanz, Fachbereich Biologie, Universitätsstraße 10, 78464 Konstanz Ansprechpartner: Prof. Dr. Kurt W. Mendgen Telefon: 07531/88-2997 Email: Kurt.W.Mendgen@uni-konstanz.de

Kooperationspartner:

Fördergemeinschaft Ökologischer Obstbau e.V. Biologische Bundesanstalt für Land- und Forstwirtschaft, Institut für Biologischen Pflanzenschutz

Kurzportrait:

Bisher stehen im ökologischen Obstbau keine verlässlichen Bekämpfungsstrategien gegen den Feuerbrand zur Verfügung. Bei einem Fachgespräch zum Thema „Bekämpfung des Feuerbranderregers im ökologischen Obstbau“ am 06.03.2003 in Weinsberg wurden von den anwesenden Experten Kenntnislücken zur Wirkungsweise und Wirksamkeit von im ökologischen Obstbau zur Feuerbrandbekämpfung eingesetzten Präparaten festgestellt. Ziel des Vorgängerprojektes 03OE524/4 (s.o.) war es daher, entsprechend dem beim Fachgespräch ermittelten Handlungsbedarf die Präparate (Myco-Sin, Blossom-Protect fb, BPASc, Kaolin Tec, Löschkalk, Schwefelkalk, Fungend, Biplantol erwinia, Funguran, Protex-Cu, Serenade WPO, Biopro, Cutisan, Elot-Vis) sowohl auf ihre Wirksamkeit als auch auf ihre Wirkungsweise systematisch zu prüfen. Vier Präparate (Cutisan, Kaolin Tec, Biplantol erwinia und Biopro) zeigten im Vorgängerprojekt in keinem der Testsysteme eine Wirkung gegen Feuerbrand und werden daher nicht weiter verfolgt. Vier weitere Präparate (Fungend, Funguran, Schwefelkalk und Elot-Vis) waren entweder in vitro oder auf der Blüte wirksam, nicht jedoch im Freiland. Diese Präparate sollen in diesem Folgeprojekt zur Klärung des Wirkmechanismus weiterverfolgt werden. Weitere Präparate (Myco-sin, Serenade WPO, Protex-Cu, Löschkalk) zeigten im Freiland eine signifikante Wirkung, die alleine aber noch nicht ausreichend ist. Hier soll im Folgeprojekt zum einen der Wirkmechanismus aufgeklärt werden, zum anderen sollen diese Präparate weiter in Kombinationen geprüft werden. Zwei weitere Präparate (Blossom-Protect fb und BPASc) waren im Freiland gut wirksam. Hier soll im Folgeprojekt der Wirkmechanismus geklärt und eine Verbesserung der Wirksamkeit durch sinnvolle Ergänzung mit anderen Präparaten (z.B. Protex-Cu) untersucht werden. Für die Präparate mit nachgewiesener Wirkung sollen praxistaugliche Anwendungsstrategien erarbeitet werden.

Kurzfassung der Ergebnisse:

Der Feuerbranderreger Erwinia amylovora kann an Apfel und Birne große wirtschaftliche Schäden verursachen. Um Feuerbrandepidemien abzuwenden, benötigt der ökologische Obstbau Strategien, die Blüteninfektionen verhindern. Seit 2004 wurden in diesem Projekt 44 Präparate in vitro und auf abgeschnittenen Blüten untersucht. Dabei zeigte sich, dass im Blütensystem nur Präparate die Symptombildung verhindern, die auch eine bakteriostatische Wirkung in vitro haben. In den insgesamt 11 Freilandversuchen nach EPPO-Richtlinie PP1/166 (3) bestätigten sich die im Labor an Blüten gefundenen Ergebnisse. BlossomProtect war in allen unseren Freilandversuchen mit durchschnittlich 78% Befallsreduktion das wirksamste Präparat, gefolgt vom Gesteinsmehlpräparat Myco-Sin mit durchschnittlich 65% Befallsreduktion. Kupferpräparate sind bekannt bakterizid. Allerdings birgt die Applikation von Kupfer in die Blüte die Gefahr der Fruchtberostung. In Freilandversuchen wurden zwischen 90 und 200 g Reinkupfer/ha eingesetzt. Für eine ausreichende Wirkung wurden 200 g Reinkupfer/ha benötigt. Nachdem im Jahr 2004 auch über Mehrberostung der Früchte durch den Einsatz von BlossomProtect berichtet wurde, haben wir ab 2005 auch Freilandversuche zur Berostung durchgeführt. Es zeigte sich, dass die Mehrberostung durch BlossomProtect von der Sorte und von der Anzahl der Behandlungen abhängt. Auf berostungsempfindlichen Sorten sollte die Anzahl der Behandlungen auf zwei reduziert werden. Die Wirksamkeit von BlossomProtect ist von der Vermehrungsfähigkeit der darin enthaltenen Hefen abhängig. Im ökologischen Obstbau werden während der Blüte zur Schorfbekämpfung Netzschwefel und Schwefelkalk eingesetzt. Diese hemmen in vitro auch die in BlossomProtect enthaltenen Hefen. In Freilandversuchen zeigte sich, dass der Einsatz von Schwefel oder Schwefelkalk am Tag vor oder nach der BlossomProtect Applikation keinen Einfluss auf die Wirksamkeit von BlossomProtect hat. Wenn aufgrund der Witterung mehr als zwei Behandlungen zur Feuerbrandbekämpfung notwendig sind, sollte BlossomProtect alternierend mit Myco-Sin eingesetzt werden. Dieses hat in Kombination mit Netzschwefel auch eine Schorfwirkung, so dass mit dieser Strategie auch die Gesamtzahl der Applikationen reduziert werden kann.

Links zu Projektergebnissen:

Ergebnisse dieses Projektes bei Organic eprints...Ergebnisse bei Organic eprints...

Ergebnisse dieses Projektes bei Oekolandbau.de ...Ergebnisse bei Oekolandbau.de...



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