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Projektliste Forschungs- und Entwicklungsvorhaben
Pflanze - Pflanzenschutz
Projekt:
Untersuchungen zur Regulierung der Apfelsägewespe im ökologischen Obstbau
FKZ: |
Laufzeit: |
|
|---|---|---|
| 03OE524/2 | 15-03-2004 bis 31-12-2005 |
|
Ausführende Stelle:
Universität Hohenheim
Institut für Phytomedizin
Otto-Sander-Straße 5
70599 Stuttgart
Ansprechpartner: Prof. Dr. Claus P. W. Zebitz
Telefon: 0711/459-2400
Email: zebitz@uni-hohenheim.de
Kooperationspartner:
Dienstleistungszentrum Ländlicher Raum - Rheinpfalz Sächsische Landesanstalt für Landwirtschaft, Fachbereich Gartenbau Öko-Obstbau Norddeutschland Versuchs- und Beratungsring e.V.
Kurzportrait:
Ziel dieses Projektes ist es, der ökologischen Obstbaupraxis ein kostenreduziertes und sicheres Verfahren zur Regulierung der Apfelsägewespe zur Verfügung zu stellen. Hierbei sollen die noch offenen Fragen zur Terminierung und Aufwandmenge der Spritzungen mit Quassia-Auszügen geklärt werden. Zur Klärung dieser Fragen sind Feldversuche über zwei Jahre hinweg notwendig. Es werden vier verschiedene Regionen (1 Standort Ahrweiler, 2 Standorte Süddeutschland, 1 Standort Sachsen, 1 Standort Jork) in die Versuche miteinbezogen. Die Obstbäume sollen jeweils zur geschlossenen Blüte, zur Vollblüte und zur abgehenden Blüte mit zwei unterschiedlichen Aufwandmengen an Quassiaex-trakt behandelt werden. Gegebenenfalls werden je nach Standort und verfügbaren Anlagenkapazitäten noch Varianten zum Einsatz von NeemAzal-T/S, verschiedenen Wasseraufwandmengen usw. eingeplant. Es soll weiterhin geklärt werden, ob Quassiaextrakt bis auf den Blütenboden gelangt und in welchem Umfang dies von der Applikationstechnik und vom Blühzustand der Bäume abhängig ist. Am DLR Rheinpfalz soll zusätzlich ein Versuch zur Applikationstechnik durchgeführt werden. Aus den Ergebnissen des Versuchsjahres 2004 werden die Versuchsfragen für die Freilandversuche 2005 abgeleitet. Diese werden an 6 Standorten in vier Regionen durchgeführt.
Kurzfassung der Ergebnisse:
Die Versuche zum Vergleich der Benetzung des Blütenbodens mit Spritzbrühe bei einer Wasseraufwandmenge von 125, 250 und 500 l/ha/m Kronenhöhe zeigten eine deutlich bessere Benetzung bei höherer Wasseraufwandmenge. Hinsichtlich der Blühstadien konnte bei der Blüte direkt nach Abfallen der Blütenblätter die beste Benetzung erreicht werden. Die Freilandversuche ergaben ein ähnliches Bild: Die Wirkung war bei abgehender Blüte tendenziell etwas besser als bei Behandlung in der Vollblüte. Wurde der Spritzbrühe zusätzlich T/S forte, ein Netzmittel auf der Basis von Pflanzenölen und Tensiden, zugesetzt, konnte die Wirkung ebenfalls verbessert werden. Hat man also optimale Bedingungen (abgehende Blüte, hohe Wasseraufwandmenge, Zusatz eines Netzmittels, mittlerer Befallsdruck) kann die Aufwandmenge an Quassiaextrakt durchaus bis auf 3 g/ha und m Kh reduziert werden.Bei der Regulierung der Apfelsägewespe kann allerdings nicht immer davon ausgegangen werden, dass diese optimalen Bedingungen vorliegen. Witterungsbedingt muss oft bereits vor der abgehenden Blüte behandelt werden. Der Praxis wird daher empfohlen, bei starkem Befallsdruck die 6 g/ha und mKh Quassin im Regelfall nicht oder nicht wesentlich zu unterschreiten. Bei mittlerem Befallsdruck und guten Bedingungen kann die Aufwandmenge dagegen durchaus noch reduziert werden.Da es sich bei dem in den Versuchen verwendeten Netzmittel im Prinzip um die Formulierungs von NeemAzal-T/S handelt, ist auch die Kombination mit diesem Präparat wieder interessant geworden. Eine gesplittete Behandlung mit NeemAzal-T/S gegen die Mehlige Apfellaus, wobei die zweite Behandlung auf den Termin zur Sägewespenbekämpfung fällt und in Tankmischung mit dem Quassia-Extrakt ausgebracht wird – und so als Netzmittel dient – wird der Praxis ebenfalls empfohlen und ist sowohl von der Kostenrechnung her als auch als zusätzliche Sicherheit interessant.
Links zu Projektergebnissen:
Ergebnisse bei Organic eprints...
Ergebnisse bei Oekolandbau.de...
Symbolerläuterung:
Diese Projekte sind noch in Bearbeitung.
Diese Projekte sind abgeschlossen.



