Zum Download

PDF-Symbol Projektreader - aktuelle Forschungsprojekte im Bereich Pflanze (PDF-Dokument, 3.5 MB)

Bitte beachten Sie unsere Hinweise zum Download und die Infos zur Barrierefreiheit.

Linktipps

Das Informationsportal zum Ökologischen Landbau
WWW-Symbol oekolandbau.de

Logo oekolandbau.de, zum Informationsportal im neuen Fenster

Forschung und Entwicklung

Sie suchen Forschungs- und Entwicklungsprojekte im Rahmen des Bundesprogramms Ökologischer Landbau und andere Formen nachhaltiger Landwirtschaft (BÖLN)?
Zur Projektsuche


Logo BLE, zum Internetauftritt der BLE im neuen Fenster

© 2014 BLE

Projektliste Forschungs- und Entwicklungsvorhaben

Pflanze - Pflanzenschutz

Projekt:

Entwicklung von Pflanzenschutzstrategien im ökologischen Hopfenbau als Alternativen zur Anwendung kupfer- und schwefelhaltiger Pflanzenschutzmittel

FKZ:

Laufzeit:

 
03OE483 01-04-2004 bis 30-11-2006 Dieses Projekt ist abgeschlossen.

Ausführende Stelle:

Bayerische Landesanstalt für Landwirtschaft, Arbeitsbereich Hopfen Wolznach, Hüll 5 1/3, 85283 Wolznach Ansprechpartner: LD Bernhard Engelhard Telefon: 08442/9257-13 Email: bernhard.engelhard@lfl.bayern.de

Kooperationspartner:

Biohof Georg Prantl Biohof Norbert Eckert Biohof Franz Friedrich

Kurzportrait:

Hopfen ist eine Dauerkultur, die in jeder Vegetationsperiode von Krankheiten und Schädlingen befallen wird. Vor allem führen die Pilzkrankheiten Falscher Mehltau und Echter Mehltau sowie die Hopfenblattlaus regelmäßig zu hohen Ertragsausfällen und Qualitätsminderungen. Im ökologischen Hopfenbau nehmen bisher kupfer- und schwefelhaltige Mittel eine zentrale Stellung in der Anwendung gegen Krankheiten ein. Dies ist unter umweltrelevanten Gesichtspunkten als problematisch anzusehen. Ziel ist es daher, Bekämpfungsstrategien im ökologischen Hopfenbau als Alternative zur Anwendung kupfer- und schwefelhaltiger Pflanzenschutzmittel zu entwickeln. Auf ökologischen Hopfenbaubetrieben sollen folgende Versuchsvarianten geprüft werden: 1. Bekämpfung des Falschen Mehltaus (Pseudoperonospora humuli): Vergleichsmittel Kupfer "Funguran", Frutogard, Molke, Kanne-Brottrunk, Cuprozin. 2. Bekämpfung des Echten Mehltaus (Sphaerotheca humuli): Vergleichsmittel Schwefel, Kanne-Brottrunk, reacre, Molke, Kalium-Bicarbonat. 3. Bekämpfung der Blattlaus (Phorodon humuli): Vergleichsmittel Spruzid Neu, NeemAzal - "gespritzt", "gestrichen" an Hopfenreben und als Granulat -, Quassiaauszüge. In den Jahren 2005 und 2006 werden aufbauend auf den Ergebnissen des vorherigen Jahres weitere Freilandversuche durchgeführt. Vorab wird mit den Beratern und Betriebsleitern, den Experten des Forschungsinstituts für biologischen Landbau e.V., Frick, sowie unter Berücksichtigung der Erfahrungen im Weinbau entschieden, welche Prüfungen durchgeführt werden sollen. Da sich die Bekämpfung der Schaderreger nicht nur auf die Auswahl eines bestimmten Produkts beschränken soll, werden bei der Versuchsdurchführung die gesamte Produktionstechnik, die Sorteneigenschaften und die Bekämpfungsschwellen berücksichtigt. In den Versuchen zur Bekämpfung des Echten Mehltaus soll zudem erstmals im ökologischen Hopfenbau der Einsatz der Mittel nach einem Prognosemodell erfolgen.

Kurzfassung der Ergebnisse:

Hopfen als Dauerkultur wird von vielen Schadorganismen befallen, die auch in Öko Betrieben regelmäßig bekämpft werden müssen. Brauereien, die Öko-Hopfen verwenden, stellen nämlich grundsätzlich die gleichen Qualitätsanforderungen an die Hopfendolden wie die Käufer konventionell erzeugter Ware. Bei den verfügbaren Hopfensorten gibt es große Unterschiede in der Anfälligkeit gegenüber Krankheiten. Grundsätzlich wird der Öko-Hopfenpflanzer widerstandsfähige oder tolerante Sorten auswählen. Es gibt aber auch den Fall, dass ein Brauer für seinen Biertyp eine spezielle Sorte benötigt, die anfällig gegenüber Krankheiten ist. Die wichtigsten Krankheiten, der Falsche Mehltau und der Echte Mehltau, werden in Öko Betrieben überwiegend mit kupfer- und schwefelhaltigen Produkten in Kombination mit Gesteinsmehl und effektiven Mikroorganismen bekämpft. Um Alternativen testen zu können, hat das Bundesamt für Landwirtschaft und Ernährung dazu Forschungen finanziell unterstützt. Es wurden rein biologische Mittel und Produkte mit geringerem Kupfergehalt geprüft. Nach dreijähriger Prüfung muss festgestellt werden, dass die rein biologischen Mittel keine Alternative zu den in der Praxis verwendeten kupferhaltigen Produkten sind; auch nicht im Umfeld der Produktionsbedingungen eines Biobetriebes. Ein wichtiger und alljährlich vorkommender Schädling ist die Hopfen-Blattlaus. Zur Bekämpfung wurden die rein pflanzlichen Produkte Spruzit Neu, NeemAzal T/S und Quassia in Versuchsreihen geprüft. Um umweltschonend arbeiten zu können, wurden die Mittel nicht nur gespritzt, sondern auch alternativ an die Reben gestrichen. Es wurde erstmals nachgewiesen, dass der Wirkstoff von Quassia in den Leitungsbahnen der Pflanze nach oben transportiert wird und diese Methode somit zur Blattlausbekämpfung im Hopfen gut geeignet ist.

Links zu Projektergebnissen:

Ergebnisse dieses Projektes bei Organic eprints...Ergebnisse bei Organic eprints...

Ergebnisse dieses Projektes bei Oekolandbau.de ...Ergebnisse bei Oekolandbau.de...



Symbolerläuterung:

Bild: Symbol Projekt ist noch in Bearbeitung Diese Projekte sind noch in Bearbeitung.

Bild: Symbol Projekt ist abgeschlossen Diese Projekte sind abgeschlossen.