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Projektliste Forschungs- und Entwicklungsvorhaben

Pflanze - Pflanzenzüchtung

Projekt:

Erstellung, Erweiterung und qualitative Verbesserung des Pastinakensortiments für den ökologischen Anbau unter besonderer Berücksichtigung des Geschmacks; Weiterentwicklung der entsprechenden Zuchtmethoden

FKZ:

Laufzeit:

 
03OE481 01-05-2004 bis 31-12-2006 Dieses Projekt ist abgeschlossen.

Ausführende Stelle:

KULTURSAAT e.V.
Echzell
Schloßstrasse 22
61209 Echzell
Ansprechpartner: Dipl.-Ing. agr. Michael Fleck
Telefon: 06035/208097
Email: michael.fleck@kultursaat.org

Kooperationspartner:

Landbauschule Dottenfelderhof

Kurzportrait:

Die Pastinake hat seit geraumer Zeit an Bedeutung verloren, obwohl sie als sehr ertragreiche und widerstandsfähige Wurzelgemüseart gilt. Dies liegt wohl am strengen Geschmack und/oder am unangenehmen Geruch, den die Pastinake beim Kochen verströmt. Auch die geringe Dauer der Keimfähigkeit des Saatgutes ist einem umfangreichen Anbau dieser Gemüseart nicht zuträglich. Heute finden sich in vielen Sortenherkünften aus Handel und Genbank die unterschiedlichsten Formen, d.h. die Sorten sind häufig sehr heterogen geworden. In Deutschland ist im herkömmlichen Saatguthandel fast nur noch die „Halblange Weiße“ erhältlich, in sehr unterschiedlichen Herkunftsqualitäten. Lediglich in Vereinen zur Erhaltung der Kulturpflanzenvielfalt gibt es einige gut durchgezüchtete Sorten. Bisher hat sich die Züchtungsarbeit jedoch hauptsächlich auf die Form, nicht aber auf den Geschmack konzentriert, was die breite Vielfalt an Geschmacksrichtungen erklärt. Ziele dieses Projektes sind nun die Erstellung, Erweiterung und Verbesserung des Pastinakensortiments für den ökologischen Anbau unter besonderer Berücksichtigung des Geschmacks sowie die Weiterentwicklung der entsprechenden Zuchtmethoden.

Kurzfassung der Ergebnisse:

Es wurden 71 verschiedene Herkünfte und Zuchtstämme von 21 Pastinakensorten qualitativ geprüft. Der Anbau wurde teilweise an 5 Standorten in Deutschland über drei Jahre durchgeführt. Dabei konnten deutliche Einflüsse des Standortes und der Kulturführung festgestellt werden in Bezug auf Parameter wie Form, Geschmack und Ertrag und Inhaltsstoffe. An den Züchtungsstandorten des Vereins Kultursaat e.V. wurde die Methode der Geschmacksselektion entwickelt und für Pastinaken angewandt. Diese Methode hat sich bewährt und hat an einigen Sorten in einer Generation Geschmacksverbesserungen bewirkt. Dabei wurde mit Einzelpflanzennachkommenschaften von geschmacksselektierten Pastinaken gearbeitet. Die Methode der Geschmacksselektion ist relativ einfach und leicht durchführbar und wird im Bericht ausführlich beschrieben. Neben den sensorischen Untersuchungen und den Inhaltsstoffanalysen wurden Untersuchungen mit Bildschaffenden Methoden (Kupferchloridkristallisation nach E. Pfeiffer und Wala Steigbildmethode) durchgeführt, die eine weitere Vertiefung des Urteils über die Qualität der Pastinaken erlauben. Zusätzlich wurde die neu entwickelte Methode der rationalen, direkten Beobachtung der Bildekräfte, die der Konstitution und Gestalt der Pflanze zugrunde liegen, zur Untersuchung eingesetzt. Die Methode erlaubt einen entscheidenden Blick auf die Eignung der pflanzlichen Produkte für die Ernährung. Durch die Verbesserung des Genusswertes der Pastinake ist die Möglichkeit einer breiteren Verwendung in Küche und Verarbeitungsindustrie gegeben.

Links zu Projektergebnissen:

Ergebnisse dieses Projektes bei Organic eprints...Ergebnisse bei Organic eprints...

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