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Projektliste Forschungs- und Entwicklungsvorhaben
Pflanze - Pflanzenbau
Projekt:
Neue Anbaustrategien zur Erhöhung der N-Effizenz und zur Reduzierung des Unkrautdruckes im ökologischen Landbau
FKZ: |
Laufzeit: |
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|---|---|---|
| 03OE180 | 01-04-2004 bis 31-10-2007 |
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Ausführende Stelle:
Leibniz-Zentrum für Agrarlandschafts- und Landnutzungsforschung e.V.
Institut für Landnutzungssysteme und Landschaftsökologie
Eberswalder Straße 84
15374 Müncheberg
Ansprechpartner: Dr. Arnim Werner
Telefon: 033432/82310
Email: awerner@zalf.de
Kurzportrait:
Ein großes Problem des ökologischen Landbaus stellt sich in der meist nicht bedarfsgerechten Stickstoffversorgung der Betriebe dar. Dies schlägt sich sowohl auf den Ertrag als auch auf die Qualität der angebauten Produkte nieder. Um dieses Hemmnis zu überwinden, soll zum einen für den Bereich der Winterungen das N-Angebot des Bodens erhöht werden, indem eine zusätzliche Stickstoffzufuhr über die Ansaat von abfrierenden Körnerleguminosen als Beisaat in vorzeitig ausgesätem Wintergetreide erfolgt. Zum anderen soll für den Bereich der Sommerungen eine Reduktion der Nitratverluste durch den Anbau von Grasuntersaaten sowie spätere Aussaattermine von Wintergetreide erzielt werden. Ziel des Projektes ist es insofern, die Anbauverfahren für Wintergetreide, Winterraps und Körnerleguminosen durch den Einsatz von Bei- bzw. Untersaaten so weiterzuentwickeln, dass eine verbesserte Stickstoffversorgung und -ausnutzung erreicht wird.
Kurzfassung der Ergebnisse:
Im Rahmen des Projektes ‚Neue Anbaustrategien zur Erhöhung der N-Effizienz und zur Reduzierung des Unkrautdrucks im Ökologischen Landbau’ wurden von 2004 bis 2006 drei Anbauverfahren (AB) mit Unter- bzw. Beisaaten in Brandenburg und Bayern im Rahmen von Exakt- und Praxisversuchen in Hinblick auf N-Haushalt, Ertragseffekte, Verunkrautung sowie ihre Praxisrelevanz untersucht: AB 1: Wintergetreidefrühsaat mit abfrierenden Körnerleguminosen als Saatpartner AB 2: Winterraps mit abfrierenden als Saatpartner AB 3: Körnerleguminosen mit Gras- und Kleegrasuntersaaten AB 1: Der positive Ertragseffekt der Frühsaat bei Winterroggen und Triticale konnte für Brandenburg bestätigt werden. Demgegenüber können Frühsaaten bei Winterweizen sortenabhängig bei hoher Stickstoffversorgung zu parasitären Lager mir Ertragsreduktion führen. Nur in Bayern erbrachten die Varianten mit legumen Untersaaten, witterungsbedingt, bei Winterweizen bis zu 5dt ha-1 und bei Winterroggen bis zu 10 dt ha -1 höhere Erträge, wobei bei Winterweizen die Beisaaten bei Frühsaat nur eine Kompensation der saatzeitbedingten Mindererträge der Frühsaat bewirkten. AB 2: Bei Winterraps bildeten legume Beisaaten im ersten Jahr Biomassen mit N-Gehalten bis zu 80 kg N ha-1 bei eine N2-Fixierung von 50 kg N ha-1 vor Winter, welche sich dennoch, bedingt durch eine ausgeprägte Frühjahrstrockenheit, nicht ertragssteigernd auswirkten. Bedingt durch Konkurrenz im Herbst und Bedeckung der Rapspflanzen mit abgefrorener Biomasse während des Winters, verursachte eine stark entwickelte Erbsenuntersaat eine Ertragsreduktion. In AB 1 und AB 2 eigneten sich schnellwüchsige Saatpartner, wie Lupine oder Ackerbohne, besser, da diese nach dem Abfrieren entweder weitgehend stehen blieben oder, wie die feinblättrige Sommerwicke, sich nicht mattenartig auf den Hauptfruchtbestand legten. Die blaue Lupine wird durch Wildverbiss oftmals stark geschädigt AB 3: Die vorliegenden Ergebnisse zeigen, dass Grasuntersaaten in Körnerleguminosen auch unter den Bedingungen Nordostdeutschlands eine effektive und sichere Maßnahme zum Schutz vor N-Austrägen und Erosion nach Körnerleguminosen sind. Es zeigte sich auch eine deutlich unkrautunterdrückende Wirkung in der Nachernteperiode. Weißklee als Mischungspartner konnte nicht etabliert werden. Im Vergleich zur Winterrübsen-Stoppelsaat, die eine deutlich geringere Etablierungswahrscheinlichkeit aufweist, verursachten Grasuntersaaten verstärkt durch Frühjahrtrockenheit in der Nachfrucht Hafer zum Teil deutliche Ertragseinbußen was durch Kombination beider Verfahren deutlich zu reduzieren wäre.
Links zu Projektergebnissen:
Ergebnisse bei Organic eprints...
Ergebnisse bei Oekolandbau.de...
Symbolerläuterung:
Diese Projekte sind noch in Bearbeitung.
Diese Projekte sind abgeschlossen.



