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Pflanze - Pflanzenschutz
Projekt:
Entwicklung und Darstellung von Strategieoptionen zur Behandlung von Saatgut im ökologischen Landbau
FKZ: |
Laufzeit: |
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|---|---|---|
| 03OE127/2 | 15-03-2004 bis 30-06-2007 |
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Ausführende Stelle:
Forschungsinstitut für biologischen Landbau Deutschland e.V. (FIBL)
Galvanistraße 28
60486 Frankfurt am Main
Ansprechpartner: Dr. Klaus-Peter Wilbois
Telefon: 069/71376976
Email: Klaus.Wilbois@fibl.de
Kurzportrait:
Die Verwendung gesunden Saatguts spielt eine große Rolle im ökologischen Landbau. Zum einen, da schlechte Saatgutqualität einen lückigen Aufgang des Saatguts und somit Ertrags- und Qualitätseinbußen bedeutet und zum anderen, weil in den nächsten Jahren ein möglichst vollständiges Zurückgreifen auf Öko-Saatgut angestrebt wird. Trotzdem liegt bislang für Landwirte keine praxisorientierte Übersicht für jeweils geeignete Saatgutbehandlungsverfahren vor. Ziel des Vorhabens ist daher, bisher vorliegende Angaben zu Verfahren und Präparaten zur Saatgutgesunderhaltung zusammenzutragen, sie auf ihre Tauglichkeit zu prüfen und – wenn möglich und notwendig – für die Praxisanwendung weiter zu entwickeln. Darauf aufbauend sollen Leitfäden zur Saatgutgesundheit im Öko-Landbau sowohl für den Bereich Ackerbau, als auch für den Bereich Gemüsebau erstellt werden.
Kurzfassung der Ergebnisse:
Zur Erzeugung gesunden Saatgutes steht im Öko-Landbau neben präventiven Maßnahmen eine Reihe verschiedener Saatgutbehandlungsverfahren zur Verfügung (physikalische Methoden, Pflanzenextrakte, Naturstoffe und Mikroorganismenpräparate), die jedoch für die zahlreichen, wichtigen Wirt/Pathogen-Kombinationen nicht hinreichend untersucht waren. Inhalt und Ziel dieses Verbundvorhabens war es, Erfolg versprechende, aber hinsichtlich Handhabbarkeit und Wirksamkeit bislang nicht ausreichend untersuchte Varianten zu überprüfen sowie Schwellenwerte zu ermitteln, die eine Saatgutbehandlung indizieren. Um eine schnelle Übertragbarkeit wirksamer Verfahren in die Praxis zu ermöglichen, wurden neben den physikalischen Verfahren überwiegend gelistete Pflanzenstärkungsmittel untersucht. Im vorliegenden Projekt wurden Klimakammer- und Gewächshausversuche angelegt (Projekt 03OE127/3) und Mittel und Verfahren, die sich unter diesen Modellbedingungen für die Praxistestung als geeignet erwiesen, wurden in Feldversuchen überprüft. Für wichtige Wirt/Pathogen-Kombinationen konnten Behandlungsvarianten mit guten Wirkungen gefunden werden, die keine bis geringe negative Auswirkungen auf die Keimfähigkeit hatten. Bei Sommergerste mit Netzflecken oder Streifenkrankheit sowie bei Haferflugbrand konnten nach Behandlung mit Heißwasser, LEBERMOOSER, Ethanol, Milsana flüssig, Serenade und/oder Cedomon gute bis sehr gute Wirkungen erreicht werden. An Winterweizen mit Fusarium spp., Stagonospora nodorum bzw. Schneeschimmel sowie Winterroggen mit Schneeschimmel wurde eine Wirkung vor allem durch FZB 53, Warm- oder Heißwasserbehandlung und LEBERMOOSER erreicht. Von den besonders schwer zu bekämpfenden Krankheiten wurden Anthraknose an Lupine und Ascochyta pisi an Erbse mit Feuchtheißluft reduziert, jedoch war die Wirkung nicht ausreichend.
Links zu Projektergebnissen:
Ergebnisse bei Organic eprints...
Ergebnisse bei Oekolandbau.de...
Symbolerläuterung:
Diese Projekte sind noch in Bearbeitung.
Diese Projekte sind abgeschlossen.



