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Projektliste Forschungs- und Entwicklungsvorhaben
Pflanze - Pflanzenschutz
Projekt:
Optimierung der Saatgutgesundheit im ökologischen Arznei- und Gewürzpflanzenanbau
FKZ: |
Laufzeit: |
|
|---|---|---|
| 03OE127/1 | 25-03-2004 bis 31-01-2008 |
|
Ausführende Stelle:
Dienstleistungszentrum Ländlicher Raum - Rheinpfalz
Kompetenzzentrum Gartenbau
Meckenheimer Str. 40
53359 Rheinbach
Ansprechpartner: Hanna Blum
Telefon: 02641/9786-50
Email: hannablum@dlr.rlp.de
Kooperationspartner:
Biologische Bundesanstalt für Land- und Forstwirtschaft, Kleinmachnow Forschungsinstitut für biologischen Landbau Deutschland e.V. (FIBL)
Kurzportrait:
Ein großes Problem im ökologischen Arznei- und Gewürzpflanzenanbau besteht darin, dass die Saatgutverfügbarkeit bis heute nur unzureichend ist und auch die Züchtungsarbeit bisher noch in den Anfängen steckt. So stehen kaum krankheitstolerante und -resistente Sorten aus ökologischer Vermehrung zur Verfügung. Einen Ausgleich für dieses Defizit soll die Verbesserung der Saatgutqualität bedeuten, denn geringe Keimfähigkeiten, schwache Triebkraft des Saatgutes und pilzliche Schaderreger führen zu verzögertem, lückigem Feldaufgang und späterem Erkranken der Bestände. Ziel des Projektes ist daher, die Saatgutqualität durch praxisrelevante Strategien wie Saatgutbehandlungsmethoden und pflanzenbauliche Maßnahmen (Saatgutaufbereitung) zu verbessern und gesundes, leistungsstarkes Saatgut bereitzustellen.
Kurzfassung der Ergebnisse:
In dem BÖL Vorhaben „Optimierung der Saatgutqualität im ökologischen Arznei- und Gewürzpflanzenanbau“ Projekt 03OE127/1 (Laufzeit: 01.04.2004 – 31.12.2006) wurden schwerpunktmäßig Versuche zur Saatgutbehandlung durchgeführt. Für die Modellkulturen Anis, Dill, Fenchel, Koriander und Kümmel aus der Familie der Umbelliferae wurden Kenngrößen zum Einsatz von Pflanzenstärkungsmitteln zur Saatgutbehandlung erarbeitet und verschiedene physikalische Behandlungsmaßnahmen geprüft. Im Ergebnis dreier Jahre konnte kein durchgehend positiver Einfluss eines Pflanzenstärkungsmittels auf die Keimfähigkeit und den Feldaufgang ermittelt werden. Die physikalischen Behandlungsmaßnahmen (Heißwasserbehandlung, Elektronenbehandlung) zeigten in einzelne Pathosystemen sehr gute Wirksamkeiten. Ein kritischer Punkt dieser Behandlungen ist allerdings das Risiko eines Keimfähigkeitsverlustes. Die Versuchsarbeiten verdeutlichten, dass die Parameter der physikalischen Saatgutbehandlungen sehr genau auf die jeweils einzelne Saatgutpartie abgestimmt werden muß, um neben hohen Wirkungsgraden die Keimfähigkeit zu erhalten. Die Vakuum-Sattdampfbehandlung wurde als neueres Verfahren im Modell geprüft und erbrachte an Petersiliensaatgut eine Reduktion von Alternaria radicina. Ein weiterer Teilbereich des Projektes beschäftigte sich mit dem Einfluss pflanzenbaulichen Maßnahmen auf die Saatgutqualität. Im Besonderen wurde durch eine Variation des Erntezeitpunktes bei einigen Arten eine erhöhte Keimfähigkeit sowie unterschiedliche Befallsgrade von samenbürtigen Pathogen ermittelt. Neben den umfangreichen Arbeiten zur Saatgutqualität wurden die Saatgutpillierung von Petersilie und Kümmel untersucht. Die Schwierigkeit des Vorhabens lag im fehlenden Grundlagenwissen zu vielen Wirt-Pathogenbeziehungen. Resultierend aus den Versuchsarbeiten können der Praxis umfangreiche Erfahrungen zur Saatgutbehandlung vorgestellt werden. Die Arbeiten verdeutlichten, dass dem Produktionsfaktor Saatgut mehr Aufmerksamkeit geschenkt werden sollte und vor dem Anbau wichtige Qualitätsparameter (Keimfähigkeit, Befall mit samenbürtigen Pathogenen) beim Saatguthandel erfragt werden sollte.
Links zu Projektergebnissen:
Ergebnisse bei Organic eprints...
Ergebnisse bei Oekolandbau.de...
Symbolerläuterung:
Diese Projekte sind noch in Bearbeitung.
Diese Projekte sind abgeschlossen.



