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Projektliste Forschungs- und Entwicklungsvorhaben

Pflanze - Pflanzenbau

Projekt:

Pflanzenschonende mechanische Bearbeitung des Pflanzstreifens bei Kernobst und Alternativen: Optimierung der bestehenden Verfahren unter arbeitswirtschaftlichen Gesichtspunkten auf verschiedenen Standorten und Bodentypen

FKZ:

Laufzeit:

 
03OE101 01-06-2004 bis 31-12-2006 Dieses Projekt ist abgeschlossen.

Ausführende Stelle:

Öko-Obstbau Norddeutschland Versuchs- und Beratungsring e.V., Moorende 53, 21635 Jork Ansprechpartner: Bastian Benduhn Telefon: 04162-6016152 Email: benduhn.bastian@lawikhan.de

Kooperationspartner:

Sächsische Landesanstalt für Landwirtschaft, Verwaltung Dienstleistungszentrum Ländlicher Raum - Rheinpfalz, Kompetenzzentrum Gartenbau

Kurzportrait:

Die Bearbeitung des Baumstreifens zur Regulierung des Krautbewuchses ist ein Kernproblem des ökologischen Erwerbsobstbaus von extrem hoher Relevanz. Da die Anwendung von Herbiziden im Rahmen des ökologischen Anbaus nicht gewollt und zudem durch die EU-Verordnung 2092/91 untersagt ist, müssen geeignete Maßnahmen getroffen werden, um die Nährstoff- und Wasser- konkurrenz für Kulturpflanzen durch einen unkontrollierten Krautbewuchs zu unterbinden. Die mechanische Bodenbearbeitung hat einen wesentlichen Anteil am Minderertrag im ökologischen Kernobstanbau. Bis zum heutigen Tag haben sich mechanisch arbeitende Geräte in der Praxis durchgesetzt, die zwar den vorhandenen Krautbewuchs weitestgehend beseitigen können; allerdings verursacht die mechanische Bodenbearbeitung erhebliche direkte Kosten, und je nach Arbeitsqualität der Geräte ist weiterhin ein hoher Bedarf an Handarbeit erforderlich. Darüber hinaus wirkt sich die mechanische Bearbeitung auch nach Berichten aus der Praxis negativ auf das Wachstum der Bäume und auf das Ertragsverhalten aus. Ziel ist die Entwicklung eines Bearbeitungsverfahrens, das dem Baum an seinem jeweiligen Standort ein optimales Wachstum ermöglicht, um so einen optimalen Fruchtertrag in Menge und Qualität zu erreichen. Weitere Arbeitsziele des Projektes bestehen in der Erarbeitung effizienterer, an die lokalen Standortverhältnisse angepasster Unkrautregulierungsverfahren in Verbindung mit unmittelbar ertragssteigernden Effekten im Kernobstanbau sowie der Identifizierung von Rationalisierungspotentialen bzgl. arbeitswirtschaftl. Parameter und Maschinenkosten.

Kurzfassung der Ergebnisse:

An vier Standorten in Deutschland, Schlachters in Bayern, Ahrweiler in Rheinland-Pfalz, Dresden-Pillnitz in Sachsen und Jork in Niedersachsen sind im Zeitraum Mitte 2004 bis Ende 2006 verschiedene Verfahren und Geräte zur Bodenbearbeitung im Rahmen eines Verbundprojektes untersucht worden. Gegenstand der Untersuchungen waren, neben der Eignung der Geräte und Verfahren für den ökologischen Obstbau, die Auswirkungen der Verfahren auf das Ertrags- und Qualitätsverhalten der Obstkulturen, mögliche Schäden an den Obstbäumen, die aus den Verfahren resultieren, sowie die Auswirkungen auf die Zusammensetzung der Unkrautsflora. Dabei wurden sowohl mechanische Bodenbearbeitungsgeräte, Mulchverfahren als auch thermische Geräte eingesetzt. Ergänzend wurde am Standort Dresden-Pillnitz das Sandwich-Verfahren in mehreren verschiedenen Variationen getestet. Die beiden mechanischen Geräte Pellenc-Tournesol und Ladurner –Krümler sind als gut geeignet für die Baumstreifenpflege im ökologischen Kernobstanbau eingestuft worden. Die getesteten Mulchvarianten sind nach den Erkenntnissen des vorliegenden Versuches bedingt für den Einsatz im Kernobst geeignet. Als vergleichsweise schlecht hat sich die Abdeckung des Bodens mit Kompost oder auch Miscanthus-Stroh erwiesen. Diese Verfahren führten zu keiner nennenswerten Unkrautunterdrückung. Gute pflanzenbauliche Ergebnisse hingegen erzielten die Mulchvarianten mit Mypex-Bändchengewebe, allerdings mit der Einschränkung, dass dieses Verfahren in jedem Fall mit erhöhtem Arbeitsaufwand verbunden ist. Ein weiters Problem aller Mulchvarianten waren Schäden durch Mäuse, sei es unter den Mypex-Folien oder in organischen Mulchauflagen. Die getesteten thermischen Varianten konnten bisher nicht überzeugen. Neben den steigenden Kosten für den Brennstoff Propangas verursachte die deutlich zu geringe Flächenleistung, vor allem beim Infra-Plus-Gerät, insgesamt einen zu hohen Aufwand. Gute Erfahrungen konnten am Standort Dresden-Pillnitz mit dem Sandwichverfahren gemacht werden.

Links zu Projektergebnissen:

Ergebnisse dieses Projektes bei Organic eprints...Ergebnisse bei Organic eprints...

Ergebnisse dieses Projektes bei Oekolandbau.de ...Ergebnisse bei Oekolandbau.de...



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