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Projektliste Forschungs- und Entwicklungsvorhaben

Pflanze - Pflanzenbau

Projekt:

Anbausysteme und Kulturführung im ökologischen Erdbeer- und Strauchbeerenanbau zur Erhöhung der Bestandessicherheit (incl. Strategien gegen Verunkrautung)

FKZ:

Laufzeit:

 
03OE087 01-05-2004 bis 31-03-2007 Dieses Projekt ist abgeschlossen.

Ausführende Stelle:

Staatliche Lehr- und Versuchsanstalt für Wein- und Obstbau, Referat Obstbau, Traubenplatz 5, 74189 Weinsberg Ansprechpartner: Dr. Franz Rueß Telefon: 07134/504-150 Email: Franz.ruess@lvwo.bwl.de

Kurzportrait:

Ziel ist es, durch die Entwicklung und Prüfung geeigneter Anbausysteme und Kulturmaßnahmen die Pflanzengesundheit, den Ertrag und die Fruchtqualität zu erhöhen bzw. zu verbessern und damit die wirtschaftlichen Erfolgsaussichten des ökologischen Beerenanbaus zu erhöhen. Auf schweren Böden sorgt die Wurzelfäule im Erdbeeranbau regelmäßig durch Pflanzenausfälle für hohe Verluste. Dies ist auf eine Vernässung des Bodens im Frühjahr zurückzuführen. Ein weiteres großes Problem insbesondere im zweijährigen Anbau sind Blattkrankheiten und Fruchtfäule. Vor allem reichblühende Sorten bringen eine Verschlechterung der Fruchtqualität (kleinere Früchte, höhere Pilzanfälligkeit) mit sich. Auf zahlreichen Betrieben haben die Schäden in den letzten Jahren Ausmaße angenommen, die die Wirtschaftlichkeit des Erdbeeranbaus in Frage stellen. Auch im ökologischen Sommerhimbeeranbau haben die jährlichen, durch Wurzelfäule und Rutenkrankheiten hervorgerufenen starken Ausfälle in den letzten Jahren zu einem deutlichen Rückgang der Anbaufläche geführt. Im Strauchbeerenanbau (Johannisbeere, Heidelbeere) ist die Beikrautregulierung als das zentrale Thema noch immer unbefriedigend gelöst, da sie unmittelbaren Einfluss auf den Ertrag und die Qualität der Früchte hat.

Kurzfassung der Ergebnisse:

Der Vergleich Normal- mit Dammkultur bei Erdbeeren wurde unter Öko-Bedingungen an der LVWO Weinsberg mit Frigopflanzen der Sorten ’Honeoye’ und ’Elsanta’ durchgeführt. Unabhängig vom Anbausystem gab es keine Ausfälle durch Phytophtora, da die Infektionsbedingungen nicht gegeben waren. Über beide Versuchsjahre betrachtet erreichte die Dammkultur bei der Sorte ’Honeoye’ einen höheren vermarktungsfähigen Ertrag bei gleichzeitiger Ernteverfrühung. Phytosanitäre und ausdünnende Maßnahmen bei Erdbeeren wurden in zwei Öko-Obstbaubetrieben mit den Sorten ’Florence’ und ’Honeoye’ geprüft (Kontrolle, Entblättern: 2004 von Hand, 2005 mit dem Striegel, Seitenkronen entfernen sowie 2 x Abmulchen des Laubes). Nur die Variante 2x Abmulchen reduzierte deutlich den Befall von Weißfleckenkrankheiten und konnte bei der Sorte ’Honeoye’ eine Ertragssteigerung sowie eine Zunahme in der Größenklasse >30 mm bewirken. Unterschiedliche Bodenvorbereitungsmaßnahmen und Jungpflanzenarten bei Erdbeeren wurden in einem Öko-Obstbaubetrieb bei der Sorte ’Elsanta’ getestet: Bei Frigopflanzen Kontrolle, Tiefenlockerung, bei Topfpflanzen Kontrolle, Tiefenlockerung, Einsaat betriebsübliche Gründüngung, Einsaat Malve. Die Frigopflanzen erzielten im Vergleich zu den Topfpflanzen um 50 % bis 65 % mehr Ertrag. Bei den Topfpflanzen schnitt die betriebsübliche Gründüngung mit einer Ertragssteigerung von +66 % im Vergleich zur Kontrolle am besten ab. Unterschiedliche Anbausysteme und sortenspezifisches Rutenmanagement bei Himbeeren“ wurden auf der Öko-Fläche des Obstversuchsguts Heuchlingen bei den Sorten ’Tulameen’ und ’Meeker’ geprüft: Damm+Kompost, Damm+Kompost+Folie, Normalkultur+Kompost sowie Normalkultur ohne Kompost. Jeweils die Hälfte der Pflanzen war für das sortenspezifische Rutenmanagement vorgesehen. Bei ´Tulameen´ als Zapfenschnitt an den stärkeren Jungruten (Mai), bei der Sorte ’Meeker’ erfolgte ein bodennaher Rückschnitt aller Jungruten. Das Anbausystem Damm+Kompost+Folie hatte bei ´Tulameen´ deutliche Vorteile beim Ertrag und bei den Fruchtgewichten, bei ´Meeker´ schnitt Normalkultur+Kompost am besten ab. Wurzelfäule oder Fruchtbotrytis traten bisher nicht auf. Eine Verringerung des Befalls mit Rutenkrankheiten wurde nur in der Rückschnitt-Variante bei ´Meeker´ beobachtet, nicht beim Zapfenschnitt bei ´Tulameen´. Im Versuchszeitraum trat bei keiner Variante Wurzelfäule oder Fruchtbotrytis auf. Auch zwischen den Anbausystemen beider Sorten konnten bei den Rutenkrankheiten noch keine deutlichen Unterschiede festgestellt werden. Der Zapfenschnitt bewirkte bei der Sorte ‘Tulameen‘ keine Verbesserung der Rutengesundheit. Jedoch reduzierte der bodennahe Rückschnitt bei der Sorte ’Meeker’ den Befall von Rutenkrankheiten. ´Meeker´ reagierte stärker auf den sortenspezifischen Schnitt als auf das Anbausystem. Bei Heidelbeeren und Schwarzen Johannisbeeren wurden verschiedene Beikrautregulierungsarten geprüft, sowohl Bodenbearbeitungsgeräte als auch Mulchvarianten. Die Heidelbeeren (Öko-Betrieb/Lüneburger Heide) reagierten wesentlich besser auf die Mulchvarianten als auf die Bodenbearbeitungsgeräte. Bei den Johannisbeeren (Öko-Betrieb/Insel Rügen) dagegen wurden neben den Mulchvarianten das Ladurnergerät positiv bewertet, allerdings war das Ertragsniveau in der Anlage insgesamt sehr niedrig.

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